Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 15.02.2015           58      Teilen:   |

Vorstoß von Peter Tauber

Stimmt die CDU bald über eine LSU-Aufwertung ab?

Artikelbild
Adoptiert Mutti endlich ihre "Schmuddelkinder"? Bislang hat sich Parteichefin Angela Merkel nicht zu einer Aufwertung der LSU geäußert (Bild: LSU)

Nach dem Willen von CDU-Generalsekretär Peter Tauber sollen die Lesben- und Schwulen in der Union eine offizielle Parteivereinigung werden.

Ein langer Traum der Lesben- und Schwulen in der Union (LSU) könnte im Dezember in Erfüllung gehen: CDU-Generalsekretär Peter Tauber will laut einem Bericht des "Spiegel", dass die LSU als offizielle Parteivereinigung in das CDU-Statut aufgenommen wird.

Seine Idee werde Tauber der Parteispitze im Sommer als Teil einer größeren Reform vorstellen, so das Nachrichtenmagazin. Auf dem CDU-Bundesparteitag Mitte Dezember in Karlsruhe könnte der Antrag dann beschlossen werden.

Die Lesben und Schwulen in der Union sind derzeit – anders als etwa die Vertriebenen, der Mittelstand, die Junge Union sowie die Frauen und Senioren – nicht als offizielle Vereinigung der CDU anerkannt. Selbst als sogenannte Sonderorganisation wie etwa die Studenten- oder Schülergruppierungen wird die LSU nicht geführt, sondern lediglich als "sonstige Gruppe".

Fortsetzung nach Anzeige


Ziel: mehr Mitsprache und finanzielle Mittel

Der Status einer offizellen Parteivereinigung würde für die LSU nicht nur finanzielle Unterstützung bedeuten, sondern auch mehr Mitsprache, etwa durch einen Beratungsposten im CDU-Bundesvorstand. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe derzeit rund 400 Mitglieder, darunter auch Heterosexuelle.

"Wir sind in der Partei keine Exoten mehr", begrüßte LSU-Chef Alexander Vogt den Vorstoß Taubers. Widerstand kam dagegen laut "Spiegel" bereits von der Arbeitnehmervereinigung CDA. "Ich sehe keinen Sinn in einer Parteivereinigung, die nur an die sexuelle Orientierung anknüpft", erklärte CDA-Chef Karl-Josef Laumann. "Das ist doch reine Privatsache."

Bereits im vergangenen Oktober würdigte Peter Tauber die LSU als "ganz selbstverständlichen Teil der Familie der Union" – als erster CDU-Generalsekretär hatte er die Lesben und Schwulen in der Union zu einem Empfang in das Konrad-Adenauer-Haus geladen (queer.de berichtete).

Die Berliner CDU-Zentrale selbst reagierte zurückhaltend auf den "Spiegel"-Bericht. In einer Stellungnahme vom Samstag hieß es, "dass es derzeit keine konkreten Pläne oder Anträge gibt, dass aber im Zuge der Parteireform darüber sicher gesprochen wird, wie man verschiedene Gruppen in die Arbeit der Partei einbindet". (cw)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 58 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 163             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: lsu, peter tauber, cdu, union
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Stimmt die CDU bald über eine LSU-Aufwertung ab?"


 58 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
15.02.2015
07:14:34


(-7, 13 Votes)

Von Michael 43


Es ist gut, wenn das Thema "LGBT" immer mehr zur Normalität und politischen Alltag auch in den Reihen der CDU wird.

Während hier längst die Grünen, die Piratenpartei, die Linkspartei, die SPD und die FDP bei diesem Thema Normalität erreicht haben und dort diese Parteien die Gleichstellung in ihren Parteiprogrammen fordern, fehlt bei der CDU bisher "leider" immer noch das Bekenntnis zur Gleichstellung.

Zwar hat die CDU das AGG mitgetragen; aber beim Ausbau des Lebenspartnerschaftsinstitutes stellte sich die CDU lange quer; zwar hat die CDU das Lebenspartnerschaftsinstitut mittlerweile parteipoltisch anerkannt, das es anfangs 2001 bekämpft hatte, aber die Gleichstellung oder Eheöffnung wird bisher in der CDU immer noch abgelehnt.

Zumindest aber steht "zu hoffen", das die CDU doch in absehbarer Zeit zumindest die letzten bestehenden Diskriminierungen beim Lebenspartnerschaftsinstitut abbaut, denn dies hat die CDU der SPD im Koalitionsvertrag zugesagt.

Die Grünen haben hierzu einen abschließenden Gesetzentwurf zum Lebenspartnerschaftsinstitut erarbeitet und die CDU wäre gut beraten, wenn sie hier zustimmt.

*
Link zu www.bundestag.de


Bundestagsdebatte am 26 Februar 2015:
--> Tagesordnungspunkt 5:

*
Link:
dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/030/1803031.pdf


---------------
Im übrigen kann die CDU sich mittlerweile getrost zur Gleichstellung bekennen, weil die homophoben Wähler im rechtskonservativen Spektrum längst zur AfD abgewandert sind. Es macht daher keinen Sinn mehr, wenn CDU-Strategen hier noch die taktieren, weil sie diese Wahlgruppe nicht mehr erreicht. Im übrigen kann die CDU auch gestrost auf diese homopbobe kleiner Wählergruppe verzichten, weil die CDU unter Merkel sehr geschickt in die Mitte gewandert ist und der SPD, den Grünen und der FDP dort viele Wählerstimmen weggenommen hat.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
15.02.2015
08:59:42


(+6, 8 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #1 von Michael 43


1. Noch ist das ja gar nicht beschlossen, sondern nur eine Idee eines einzelnen Mitglieds.

2. Selbst wenn das so kommt, ändert das noch gar nichts. Zumal auch die LSU den Diskriminierungskurs der restlichen Partei größtenteils befürwortet und in den anderen Bereichen zumindest azeptiert.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
15.02.2015
09:43:17


(+5, 7 Votes)

Von ggassti


Na wenn das mal nicht gegen Muttis Gusto verstößt...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
15.02.2015
09:51:51


(-3, 5 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


... "gayle" Truppe finde ich gut. Das hat ja direkt was Martiales, was Viriles.

Wobei diese LSU ja für die Schwarzen (ich meine damit nicht die Afrikaner, - sondern die Christdemokraten als politische Couleur, nur um mir Anfeindungen zu ersparen) nur so ein Feigenblatt, eine Art "bunte Karnevallstruppe" ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
15.02.2015
10:04:51


(+6, 6 Votes)

Von koch
Antwort zu Kommentar #4 von wiking77


Christdemokraten als politische Couleur

Bild-Link:
Blackstrapmolasses.JPG


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
15.02.2015
10:11:21


(+7, 13 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Wegen mir können die christlichen unionen machen was sie wollen, für mich bleiben sie unwählbar bis zum Sankt-Nim­mer­leins-Tag.
Liebe LGBTI's seit gut beraten diesen homophoben Parteien keine Stimme zu geben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
15.02.2015
10:19:04


(+6, 10 Votes)
 
#8
15.02.2015
10:25:46


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User aussenseiter


Ein Tipp an die CDU: Gleichstellen, dann bedarf es keiner LSU mehr!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
15.02.2015
11:03:06


(-5, 9 Votes)

Von ehemaligem User Adrien


Gute Idee.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
15.02.2015
12:02:08


(+6, 12 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Michael 43


Du kennst das CDU-Milieu, dem Du entstammst, und seine kleinstbürgerliche Mentalität erstaunlich schlecht.

Die brauchen, um sich als etwas Besseres zu fühlen, immer einen, der nach sie nach Unten treten können. Im Zweifel also auch uns.

Es bildet sich in seinen Funktionären ab:

Dem massiv homophoben Kauder als Fraktionsvorsitzenden ("Lebenspartnerschaft ist eine Fehlentwicklung und kann abgeschafft werden") und dem eben so massiv homophoben Arbeiternehmervorsitzenden, dem IG-Metall-Mitglied [!] und westfälischen Erzkatholen Laumann ("Ohne viele gesunde [Hetero]Familien gibt es letzten Endes keine Gute Gesellschaft').

Das ist nicht nur Taktik, das ist Gesinnung.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123456  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
LGBTI-Akzeptanz: Höcke kündigt Kampf gegen "perversen Zeitgeist" an Seit genau einem Jahr: Regierung ignoriert Vorstoß des Bundesrats zur Ehe für alle 72 Prozent der LGBT-Wähler für Hillary Clinton Jetzt redet die Homolobby!
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt