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Adoptiert Mutti endlich ihre "Schmuddelkinder"? Bislang hat sich Parteichefin Angela Merkel nicht zu einer Aufwertung der LSU geäußert (Bild: LSU)

Nach dem Willen von CDU-Generalsekretär Peter Tauber sollen die Lesben- und Schwulen in der Union eine offizielle Parteivereinigung werden.

Ein langer Traum der Lesben- und Schwulen in der Union (LSU) könnte im Dezember in Erfüllung gehen: CDU-Generalsekretär Peter Tauber will laut einem Bericht des "Spiegel", dass die LSU als offizielle Parteivereinigung in das CDU-Statut aufgenommen wird.

Seine Idee werde Tauber der Parteispitze im Sommer als Teil einer größeren Reform vorstellen, so das Nachrichtenmagazin. Auf dem CDU-Bundesparteitag Mitte Dezember in Karlsruhe könnte der Antrag dann beschlossen werden.

Die Lesben und Schwulen in der Union sind derzeit – anders als etwa die Vertriebenen, der Mittelstand, die Junge Union sowie die Frauen und Senioren – nicht als offizielle Vereinigung der CDU anerkannt. Selbst als sogenannte Sonderorganisation wie etwa die Studenten- oder Schülergruppierungen wird die LSU nicht geführt, sondern lediglich als "sonstige Gruppe".

Ziel: mehr Mitsprache und finanzielle Mittel

Der Status einer offizellen Parteivereinigung würde für die LSU nicht nur finanzielle Unterstützung bedeuten, sondern auch mehr Mitsprache, etwa durch einen Beratungsposten im CDU-Bundesvorstand. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe derzeit rund 400 Mitglieder, darunter auch Heterosexuelle.

"Wir sind in der Partei keine Exoten mehr", begrüßte LSU-Chef Alexander Vogt den Vorstoß Taubers. Widerstand kam dagegen laut "Spiegel" bereits von der Arbeitnehmervereinigung CDA. "Ich sehe keinen Sinn in einer Parteivereinigung, die nur an die sexuelle Orientierung anknüpft", erklärte CDA-Chef Karl-Josef Laumann. "Das ist doch reine Privatsache."

Bereits im vergangenen Oktober würdigte Peter Tauber die LSU als "ganz selbstverständlichen Teil der Familie der Union" – als erster CDU-Generalsekretär hatte er die Lesben und Schwulen in der Union zu einem Empfang in das Konrad-Adenauer-Haus geladen (queer.de berichtete).

Die Berliner CDU-Zentrale selbst reagierte zurückhaltend auf den "Spiegel"-Bericht. In einer Stellungnahme vom Samstag hieß es, "dass es derzeit keine konkreten Pläne oder Anträge gibt, dass aber im Zuge der Parteireform darüber sicher gesprochen wird, wie man verschiedene Gruppen in die Arbeit der Partei einbindet". (cw)



#1 Michael 43Anonym
  • 15.02.2015, 07:14h
  • Es ist gut, wenn das Thema "LGBT" immer mehr zur Normalität und politischen Alltag auch in den Reihen der CDU wird.

    Während hier längst die Grünen, die Piratenpartei, die Linkspartei, die SPD und die FDP bei diesem Thema Normalität erreicht haben und dort diese Parteien die Gleichstellung in ihren Parteiprogrammen fordern, fehlt bei der CDU bisher "leider" immer noch das Bekenntnis zur Gleichstellung.

    Zwar hat die CDU das AGG mitgetragen; aber beim Ausbau des Lebenspartnerschaftsinstitutes stellte sich die CDU lange quer; zwar hat die CDU das Lebenspartnerschaftsinstitut mittlerweile parteipoltisch anerkannt, das es anfangs 2001 bekämpft hatte, aber die Gleichstellung oder Eheöffnung wird bisher in der CDU immer noch abgelehnt.

    Zumindest aber steht "zu hoffen", das die CDU doch in absehbarer Zeit zumindest die letzten bestehenden Diskriminierungen beim Lebenspartnerschaftsinstitut abbaut, denn dies hat die CDU der SPD im Koalitionsvertrag zugesagt.

    Die Grünen haben hierzu einen abschließenden Gesetzentwurf zum Lebenspartnerschaftsinstitut erarbeitet und die CDU wäre gut beraten, wenn sie hier zustimmt.

    *
    www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/tagesordnung_88/29
    5952



    Bundestagsdebatte am 26 Februar 2015:
    --> Tagesordnungspunkt 5:

    *
    dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/030/1803031.pdf

    ---------------
    Im übrigen kann die CDU sich mittlerweile getrost zur Gleichstellung bekennen, weil die homophoben Wähler im rechtskonservativen Spektrum längst zur AfD abgewandert sind. Es macht daher keinen Sinn mehr, wenn CDU-Strategen hier noch die taktieren, weil sie diese Wahlgruppe nicht mehr erreicht. Im übrigen kann die CDU auch gestrost auf diese homopbobe kleiner Wählergruppe verzichten, weil die CDU unter Merkel sehr geschickt in die Mitte gewandert ist und der SPD, den Grünen und der FDP dort viele Wählerstimmen weggenommen hat.
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#2 YannickAnonym
  • 15.02.2015, 08:59h
  • Antwort auf #1 von Michael 43
  • 1. Noch ist das ja gar nicht beschlossen, sondern nur eine Idee eines einzelnen Mitglieds.

    2. Selbst wenn das so kommt, ändert das noch gar nichts. Zumal auch die LSU den Diskriminierungskurs der restlichen Partei größtenteils befürwortet und in den anderen Bereichen zumindest azeptiert.
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#3 ggasstiAnonym
#4 wiking77
  • 15.02.2015, 09:51h
  • ... "gayle" Truppe finde ich gut. Das hat ja direkt was Martiales, was Viriles.

    Wobei diese LSU ja für die Schwarzen (ich meine damit nicht die Afrikaner, - sondern die Christdemokraten als politische Couleur, nur um mir Anfeindungen zu ersparen) nur so ein Feigenblatt, eine Art "bunte Karnevallstruppe" ist.
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#6 hugo1970Profil
  • 15.02.2015, 10:11hPyrbaum
  • Wegen mir können die christlichen unionen machen was sie wollen, für mich bleiben sie unwählbar bis zum Sankt-Nim­mer­leins-Tag.
    Liebe LGBTI's seit gut beraten diesen homophoben Parteien keine Stimme zu geben.
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#8 aussenseiterEhemaliges Profil
#9 AdrienEhemaliges Profil
#10 goddamn liberalAnonym
  • 15.02.2015, 12:02h
  • Antwort auf #1 von Michael 43
  • Du kennst das CDU-Milieu, dem Du entstammst, und seine kleinstbürgerliche Mentalität erstaunlich schlecht.

    Die brauchen, um sich als etwas Besseres zu fühlen, immer einen, der nach sie nach Unten treten können. Im Zweifel also auch uns.

    Es bildet sich in seinen Funktionären ab:

    Dem massiv homophoben Kauder als Fraktionsvorsitzenden ("Lebenspartnerschaft ist eine Fehlentwicklung und kann abgeschafft werden") und dem eben so massiv homophoben Arbeiternehmervorsitzenden, dem IG-Metall-Mitglied [!] und westfälischen Erzkatholen Laumann ("Ohne viele gesunde [Hetero]Familien gibt es letzten Endes keine Gute Gesellschaft').

    Das ist nicht nur Taktik, das ist Gesinnung.
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