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  • 15.02.2015           93      Teilen:   |

Wahlen 2015

Hamburg-Wahl: SPD vor Koalition mit Grünen

Artikelbild
Das Hamburger Rathaus (Bild: Luis Benavides / flickr / cc by 2.0)

Olaf Scholz ist nach der Wahl auf einen Koalitionspartner angewiesen. Während die CDU auf 16 Prozent stürzt, zieht die FDP sicher in die Bürgerschaft ein – wie wohl auch die AfD.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist am Sonntag bei der Bürgerschaftswahl in seinem Amt bestätigt worden. Seine SPD erzielte laut der vorläufigen Auszählung der Stimmen 45,7 Prozent – und verfehlt damit knapp eine Alleinregierung, mit der Hamburg die letzten vier Jahre regiert wurde.

Die CDU unter dem schwulen Spitzenkandidaten Dietrich Wersich stürzte ins Bodenlose: 15,9 Prozent, ein Abstieg von sechs Prozent, das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl seit den 50er Jahren. Die Grünen, bis 2011 Koalitionspartner der SPD und wieder Wunschpartner, sollte es mit der Alleinregierung nicht klappen, erzielten 12,2 Prozent, die Linke 8,5 Prozent.

Mit Spannung war das Abschneiden von FDP und AfD erwartet worden. Die Liberalen sind mit 7,4 Prozent sicher in der Bürgerschaft vertreten. Das gilt auch für die AfD, die auf 6,1 Prozent kam. Sonstige kamen auf rund vier Prozent, darunter Piraten 1,5 und Die Partei 0,9.

In Sitzen heißt das: SPD 58, CDU 20, Linke 11, FDP 9, Grüne 15, AfD 8. Bei 121 Sitzen wäre eine Mehrheit bei 61 Sitzen erreicht.

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Endergebnisse erst am Montag

Olaf Scholz bleibt Erster Bürgermeister - Quelle: SPD in Niedersachsen / flickr / cc by-sa 2.0
Olaf Scholz bleibt Erster Bürgermeister (Bild: SPD in Niedersachsen / flickr / cc by-sa 2.0)

Beim komplizierten Wahlsystem hatten die Hamburger Bürger ganze zehn Stimmen anzugeben. Wer als Abgeordneter in die Bürgerschaft einzieht, wird daher erst am Montag ermittelt. Erste Hochrechnungen gab es später als bei vergleichbaren Wahlen.

Rund 1,3 Millionen Bürger waren aufgerufen, über die Zusammensetzung des Landesparlaments zu entscheiden, erstmals für die Dauer von fünf Jahren. Eine weitere Premiere: Erstmals durften auch 16- und 17-Jährige mitwählen. Die Wahlbeteiligung sank dennoch von 57,3 auf 54 Prozent.

Bei der Wahl 2011 war die SPD auf 48,4 Prozent gekommen, die CDU auf 21,9, die Grünen auf 11,2, die Linke auf 6,4 und die FDP auf 6,7 Prozent. Die einzige weitere Wahl 2015 ist die Bürgerschaftswahl in Bremen am 10. Mai.

Mehr zum Thema:
» Hamburg-Wahl: Parteien werben um Schwule und Lesben (03.02.2015)
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Tags: hamburg, wahl, olaf scholz
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Reaktionen zu "Hamburg-Wahl: SPD vor Koalition mit Grünen"


 93 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
15.02.2015
18:13:52


(-9, 13 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Wahlbeteiligung in Hamburg ist im Vergleich zu 2011 nur geringfügig zurückgegangen. Die SPD mit Olaf Scholz bleibt stärkste Partei (damit auch die erste Ohrfeige für die Hetzer), CDU abgestürzt und die FDP wieder im Parlament (zweite Ohrfeige für die Hetzer), Grüne und Linke stabil. Bleibt nur die Daumen zu drücken, daß es die AfD doch nicht in die Bürgeschaft schafft!


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#2
15.02.2015
18:42:08


(+8, 14 Votes)

Von Sebi


"Die FDP zieht sicher in die Bürgerschaft ein"

Da sieht man wieder mal:
die meisten Wähler haben ein sehr schlechtes Gedächtnis. Lass ein wenig Zeit vergehen und schon fallen die Wähler wieder auf dieselben Tricks rein.


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#3
15.02.2015
18:47:10


(0, 10 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


An der parlamentarischen Arbeit scheitern Rechtspopulisten zumeist, verlieren an Protest-Anhänger, AfD-Einzug wäre also in Kauf zu nehmen. Mit absoluter Mehrheit kommt eine SPD eh nicht gut klar, das macht korrupt.


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#4
15.02.2015
18:48:42


(+6, 12 Votes)

Von Finn


Toll, dass das braune CDU-Pack endlich mal eine schallende Ohrfeige u.a. für ihre homophobe Politik bekommt.

Wollen wir hoffen, dass das Signalwirkung hat und dass Merkels Gurkentruppe jetzt endlich mal durchschaut wird.

Hoffentlich wachen die Leute endlich mal aus dem Koma auf, in das Merkel sie eingelullt hat.


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#5
15.02.2015
18:49:26


(-12, 14 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


Irrtum, sie durchschauen die Hetzer, die mit ihren Lügen und Hypothesen dieser Partei den Todesstoß versetzen wollten, aber grandios gescheitert sind!


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#6
15.02.2015
18:49:27


(-10, 16 Votes)

Von GeorgG


Die SPD sollte mit der FDP eine Koalition eingehen. Die SPD in Hamburg ist wirtschaftsfreundlich, was die FDP auch ist.
Die wertkonservative und wirtschaftsfreundliche SPD sollte nicht mit den Grünen zusammen gehen, denn dann müsste sie entscheidende Punkte aus ihrem Wahlprogramm streichen.
Die FDP ist wieder im Kommen, was erfreulich ist.


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#7
15.02.2015
18:56:02


(+7, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


"die meisten Wähler haben ein sehr schlechtes Gedächtnis"

Da muß ich Dir Recht geben und das wissen die A....er nur zu gut.


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#8
15.02.2015
18:56:13


(+12, 16 Votes)

Von Carsten AC
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


Tja, die Lügner- und Betrügerpartei FDP fährt dieselbe Strategie wie immer:
keine Inhalte bringen und stattdessen einfach nur mit inhaltsleerem Blabla, geschicktem Marketing, Manipulationen, etc. verführen.

Mehr Schein als Sein - wie immer bei der FDP.

Und die Wähler fallen wieder darauf rein, sobald sie wieder alles vergessen haben, was die FDP angerichtet hat, wie sie ihre Wähler nach Strich und Faden belogen und für dumm verkauft haben.


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#9
15.02.2015
19:00:21


(+9, 13 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #3 von reiserobby


"AfD-Einzug wäre also in Kauf zu nehmen"

Sag mal bist du ein heimlicher Afd-Wähler?

"Mit absoluter Mehrheit kommt eine SPD eh nicht gut klar, das macht korrupt."

Nur die SPD? Hast wohl kohl mit seinen 16 korrupten Regierungsjahren vergessen und jetzt ist die Merkel auch auf dem Besten Weg, vielleicht sogar noch länger als Kohl Deutschland kaputt zu regieren.


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#10
15.02.2015
19:00:47


(+6, 10 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


Das betrifft ja nicht nur die FDP, sondern auch die SPD, die zwar leicht verloren hat, aber dennoch mit ca. 47% viel zu stark ist.

Die SPD hat 100% Gleichstellung versprochen, aber dann 0% zugestimmt.

Und für dieses Verhalten hat die SPD jetzt auch noch eine Bestätigung bekommen. D.h., die SPD wird jetzt auch keinen Grund sehen, ihr Verhalten zu ändern, solange sie dafür auch noch Bestätigung bekommt.

Ein trauriger Tag! (Bis auf den Absturz der Union.)


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