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In Stuttgart und Umgebung müssen homosexuelle Paare auf den Segen ihres Pastors weiterhin verzichten (Bild: mikkeler / flickr / by-sa 2.0)

In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wird es auch weiterhin keine Segnungs-Gpttesdienste für lesbische und schwule Paare geben. Der zuständige Kirchenrat Frank Zeeb erklärte am Montag in Stuttgart, dass die kirchliche Trauung nach der Ordnung der Kirche nur für Mann und Frau vorgesehen sei.

Anlass der Klarstellung war ein Gottesdienst für Verliebte am Valentinstag in Eningen im Kreis Reutlingen, zu dem ausdrücklich auch Paare eingeladen worden waren, für die es keine offizielle kirchliche Segenshandlung gibt. Zeeb hält ein solches Gottesdienstangebot grundsätzlich für legitim, da es sich an alle Paare richte. Dabei würden auch heterosexuelle Paare nicht nach ihrem Status befragt – ob sie etwa im "Rentnerkonkubinat" lebten, weil sie bei einer Heirat Pensionsansprüche verlören. Anders wäre es jedoch, wenn sich das Angebot ausschließlich an homosexuelle Paare gerichtet hätte, was in Eningen aber nicht der Fall gewesen sei.

Derzeit bieten 15 der 20 evangelischen Landeskirchen Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare an, die weitgehend identisch mit kirchlichen Trauungen sind. Zuletzt hat die Hannoversche Kirche Ende November 2014 eine entsprechende Regelung beschlossen (queer.de berichtete). (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 VeganBearEhemaliges Profil
  • 17.02.2015, 11:32h
  • Ich weiß schon, warum ich bereits vor sehr langer Zeit aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin. Es ist nicht nur die katholische, die uns nicht als gleichwertige Menschen anerkennt.

    Wer noch nicht genau weiß, wie's geht:

    www.kirchenaustritt.de/
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#3 joshyleinEhemaliges Profil
  • 17.02.2015, 11:57h
  • Also ich glaube mann kann drauf Scheißen , Das ein Verein aus wahnsinnigen die an Magische Spaghettimonster glauben ein Segnen!!!

    Und wer das brauch kann mir nur leid tun , Denn man sollte sein Leben ..leben wie man es für richtig hält , man hat nur eines !

    Und nicht auf Vereinen hören die zwar das Wort Liebe benutzen aber Hass meinen...!
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#4 Michael43Anonym
  • 17.02.2015, 11:59h
  • Bedauerlich das fünf Landeskirchen der EKD diesen Schritt noch nicht geschafft haben:

    * Landeskirche Baden
    * Landeskirche Württemberg
    * Landeskirche Bayern
    * Landeskirche Sachsen
    * die "kleine" Landeskirche Anhalt

    Was die beiden "kleinen" Landeskirchen Schaumburg-Lippe und Lippe angeht, da laufen die Beratungen derzeit, aber von den Landeskirchenleitungen gibt es bereits positive Signale.

    Die anderen 13 Landeskirchen der EKD haben alle öffentliche Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare kirchenrechtlich ermöglicht.

    Desweiteren gibt es eine ganze Reihe weiterer christlicher Kirchen aber auch in anderen Religionen öffentliche Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare.

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare

    ------------------------

    Es gilt aber auch darauf hinzuweisen, das es einige christliche Kirchen gibt, die reguläre kirchliche Trauungen ermöglicht haben. Dort gibt es keine Unterscheidung zu einem heterosexuellen Paar, beispielsweise

    * United Church of Christ
    * United Church of Canada
    * Metropolitan Community Church
    * lutherische Dänische Kirche
    * lutherische Schwedische Kirche
    * lutherische Isländische Kirche
    * Remonstranten in den Niederlanden
    * Mennoniten in den Niederlanden
    * Unitarier

    Auch in einigen Kirchen/Organisationen der neureligiösen Bewegungen gibt es kirchliche Trauungen, beispielsweise

    * Unity Church
    * neuzeitliche Druidengemeinschaft
    * Wicca-Bewegung
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#5 Michael43Anonym
  • 17.02.2015, 12:04h
  • Antwort auf #2 von VeganBear
  • @VeganBear
    "Ich weiß schon, warum ich bereits vor sehr langer Zeit aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin. Es ist nicht nur die katholische, die uns nicht als gleichwertige Menschen anerkennt."

    --> Dem kann ich als schwuler Christ nicht zustimmen. In den letzten 15 Jahren hat sich die Lage in einer Reihe evangelischer Kirchen zugunsten homosexueller Paare verbessert. Nicht nur das mittlerweile 15 von 20 Landeskirchen der EKD öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht haben und damit homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert haben, gibt es auch einige gerade im evangelischen Spektrum angesiedelte Kirchen, die kirchenrechtliche eine reguläre kirchliche Trauung ermöglicht haben.

    Das die Lage in den Landeskirchen Württemberg, Baden und Sachsen anders ausschaut als bei der grossen Mehrheit der anderen Landeskirchen der EKD ist bedauerlich, aber auch dies wird sich noch zugunsten homossexueller Paare verändern, da bin ich ganz zuversichtlich.

    Wenn Du Katholik wärest, liesse sich ein Übertritt von der katholischen zur evangelischen Kirche gut nachvollziehen, aber die Lage bei den evangelischen Kirchen hat sich doch sehr in den letzten 15 Jahren zugunsten homosexueller Paare verändert.
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#6 goddamn liberalAnonym
#7 VeganBearEhemaliges Profil
  • 17.02.2015, 12:40h
  • Antwort auf #5 von Michael43
  • Ich bin 1990 in Bayern ausgetreten. Davon ausgehend, daß sich in absehbarer Zeit nichts an der Diskriminierung und Ausgrenzung ändern würde.

    Und siehe da, ein Vierteljahrhundert später ist es tatsächlich immer noch so.

    Ist ja "supertoll", wenn 75% der evangelischen Landeskirchen Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare anbieten - daraus resultieren aber immer noch 25% Ablehnung.

    Und wenn ich mir allein die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen mit zusammen über 27 Millionen Einwohner_innen ansehe, bin ich rechnerisch schon bei ca. 33% der bundesdeutschen Bevölkerung.

    Ich habe meine damalige Entscheidung nie bereut, und ich wüßte auch nicht, wozu ich eine religiöse Institution wie die (evangelische) Kirche brauchen sollte - schon gar nicht, wenn nach wie vor 25-33% der Menschen Landeskirchen angehören, die menschenrechtlich noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind.
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#8 Michael43Anonym
  • 17.02.2015, 14:27h
  • Antwort auf #7 von VeganBear
  • @VeanBear
    "Ich bin 1990 in Bayern ausgetreten".

    Okay deinen Austritt im Jahr 1990 aufgrund deiner Homosexualität kann ich noch nachvollziehen. Damals gab es mit Ausnahme der Metropolitan Community Church und den Unitariern noch so gut wie keine christliche Kirche, die homosexuelle Handlungen ethisch akzeptiert hatten und die erst Recht nicht homosexuellen Paaren einen Segnungsgottesdienst oder eine kirchliche Trauung ermöglichten.

    Wir sind aber im Jahre 2015 und damit 25 Jahre weiter, VeganBear. Die Zeit ist an den christlichen Kirchen nicht spurlos vorbeigegangen.

    Wer schwuler Katholik im Jahre 2015 ist, der hat es in der Tat auch im Jahre 2015 schwer. Zwar gibt es einen Reformpapst nach zwei stockrechtskonservativen Päpsten (PolenPaule und Ratzinger), aber im katholischen Katechismus werden homosexuelle Handlungen immer noch als sündhaft gewertet.

    ABER in einer ganzen Reihe evangelischer, altkatholischer, anglikanischer Kirchen sowie im Reformjudentum, in Teilen des Buddhismus und in einigen neureligiösen Bewegungen schaut im Jahre 2015 die theologische Lage im Umgang mit Homosexualität und homosexuellen Paaren ganz ganz anders aus, als dies im Jahre 1990er der Fall war.

    Bei der Organisation "HuK" gibt es eine gute Übericht zur veränderten Lage in den Landeskirchen der EKD und altkatholischen Kirche:

    *
    www.huk.org/cms/front_content.php?idart=352

    Und ebenso gibt es auf der Wikipedia einen Artikel mit einen guten Überblick zu diesem Thema:

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare

    Auch gibt es heute eine Reihe offen homosexueller Bischöfe wie beispielsweise die lutherische Bischöfin Eva Brunne in der Schwedischen Kirche, die mit ihrer Regenbogenfamilie im Bischofssitz wohnt, oder Gary Paterson, Moderator der United Church of Canada, oder Gene Robinson, Bischof in der angelikanischen Episcopalchurch in den Vereinigten Staaten.
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#9 ursus
  • 17.02.2015, 14:31h
  • Antwort auf #5 von Michael43
  • >"Die anderen 13 Landeskirchen der EKD haben alle öffentliche Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare kirchenrechtlich ermöglicht."

    >"das [sic] mittlerweile 15 von 20 Landeskirchen der EKD öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht haben"

    phantasiezahlen nennen statt realer, und hoffen, dass es keiner merkt - machst du so auch deine steuerberatung und finanzbuchhaltung, gerd?
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#10 VeganBearEhemaliges Profil
  • 17.02.2015, 14:42h
  • Antwort auf #8 von Michael43
  • Du scheinst ja nur meinen allerersten Satz überhaupt gelesen zu haben.

    Im übrigen möchte ich klarstellen, daß ich nicht "aufgrund meiner Homosexualität" ausgetreten bin, sondern auf Grund der Ausrichtung und des Verhaltens der evangelischen Kirche.

    Über Deine weiteren Einlassungen will ich nicht weiter diskutieren.
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