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Ein 35 Jahre alter HIV-Positiver, der regelmäßig zur Zigarette greift, verliert acht Jahre seines Lebens (Bild: superfantastic / flickr / by 2.0)

Trotz antiretroviraler Medikamente verdoppelt sich das Sterblichkeitsrisiko für Raucher mit HIV, warnt eine dänische Studie.

HIV-Positive, die rauchen, riskieren durch den Zigarettenkonsum eine eklatante Verkürzung ihrer Lebenszeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine dänische Studie, für die Daten von rund 18.000 Personen aus Europa und den USA ausgewertet wurden. Die Teilnehmer haben zwischen 1996 und 2008 ihre HIV-Therapie begonnen.

Während bei den Nichtrauchern eine Gesamtsterblichkeitsrate von 4,2 pro tausend Personenjahre ermittelt wurde, beträgt diese bei den Rauchern 7,9. Mehr als ein Drittel aller Todesfälle aufgrund von nicht aidsbedingten Krebserkrankungen seien auf Lungenkrebs zurückzuführen, so die Autoren der Studie – und alle Todesfälle aufgrund von Lungenkrebs beträfen Raucher.

Auch höheres Risiko für Herz-Kreislauf- und Lebererkrankungen


Die Kampagne "Crush" aus Las Vegas führt gezielte Nichtraucher-Kampagnen in der LGBT-Community durch

Außerdem seien bei den Tabak-Konsumenten signifikant höhere Raten von weiteren nicht aidsbedingten Krebserkrankungen sowie von Herz-Kreislauf- und Lebererkrankungen im Vergleich zu Nichtrauchern festgestellt worden. Für einen durchschnittlichen 35-jährigen HIV-positiven Raucher bedeute dies eine Verkürzung der Lebenserwartung um acht Jahre.

Die Forscherinnen und Forscher schlussfolgern – wie bereits in einer früheren Studie -, dass HIV-Infizierte durch den Tabakkonsum mehr Lebensjahre verlören als durch das Virus. Zudem stiegen die Auswirkungen des Rauchens mit zunehmendem Alter.

Darüber hinaus habe die aktuelle Untersuchung gezeigt, dass ehemalige Tabakkonsumenten kein höheres Sterblichkeitsrisiko hätten als Menschen, die noch nie geraucht haben. Angebote und Programme zur Raucherentwöhnung sollten deshalb Priorität haben, so die Empfehlung der Forscher.

Schwule Männer greifen häufiger zur Zigarette

Nach mehreren internationalen Studien gibt es unter schwulen Männern signifikant mehr Raucher als unter Heterosexuellen. So konsumierten laut einer Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde aus dem vergangenen Jahr 26 Prozent der Homosexuellen regelmäßig Zigaretten, bei Heteros waren es nur 18 Prozent (queer.de berichtete). Die "Toronto Rainbow Tobacco Survey" kam 2007 sogar zu dem Ergebnis, dass die Raucher-Quote unter Schwulen, Lesben und Transsexuellen mehr als doppelt so hoch ist wie unter Heteros (queer.de berichtete).

Raucherentwöhnungs-Kurse werden von einigen regionalen Aids-Hilfe und Schwulenberatungsstellen seit mehreren Jahren immer wieder angeboten. Einen Austausch unter Betroffenen bietet auch das Smart-Programm für HIV-Patienten der Europa Apotheek Venlo. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 18.02.2015, 09:22h
  • Es geht ja nicht nur um die Lebensdauer und die Gesundheit, wie man dieses Leben verbringt.

    Sondern es geht ja auch um das Aussehen & Co. Rauchen macht Falten und eine fahle Haut. Es stinkt und beim Küssen schmeckt es ekelhaft.
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#2 PeerAnonym
  • 18.02.2015, 11:09h
  • Ein ehemaliger Schulfreund von mir ist Raucher. Mit 20 war das auch alles noch okay.

    Aber heute mit 35 sieht der 15 Jahre älter aus, weil seine Haut so alt und faltig aussieht.

    Gut, dass ich niemals damit angefangen habe...
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#3 NicoAnonym
  • 18.02.2015, 12:27h

  • Ich war mal mit einem starken Raucher zusammen und das war letztlich auch der Trennungsgrund, weil man bei ihm erkennen konnte, was Sucht heißt:
    morgens konnte ich ihn nicht vor der ersten Zigarette ansprechen und wir konnten nicht mal ins Kino, weil er nach 1,5 Stunden ohne Rauchen komplett austickte.
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#4 Carsten ACAnonym
  • 18.02.2015, 20:33h
  • "Schwule Männer greifen häufiger zur Zigarette"

    Gerade das wundert mich.

    Denn viele Schwule legen so viel Wert auf ihr Aussehen und ein gepflegtes Erscheinungsbild und dann machen sie sowas, was die Haut ruiniert, was einen stinken lässt, etc.

    Von der Gesundheit und Fitness (Raucher haben eine schlechtere Lunkenfunktion, sind also kurzatmiger und nicht so leistungsfähig) mal ganz zu schweigen.

    Und als Nichtraucher hat man auch noch viel Geld gespart.
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#5 niccinicciAnonym
  • 27.02.2015, 16:39h
  • drogen gibt es, solange es den menschen gibt, und machen spass, solange es keine sucht wird. was jeder mit seinem körper macht, ist letztendlich jedem seine eigene entscheidung. meine erfahrung als raucher und viele jahre nichtraucher ist einfach, das raucher die kommunikativeren menschen sind, es einfach spass macht, zusammen beim Bier eine zu rauchen und man einfach auch viel schneller bei der kippe zwischendurch mit leuten ins Gespräch kommt, und wenn es nur das einfache "haste mal feuer" ist. oder die legendäre kippe danach. in solchen momenten macht es einfach spass zu rauchen. das leben als solches ist ungesund, entscheidend ist das maß aller dinge.
    das schöne in berlin hier ist, das zum glück alle szene-kneipen raucherkneipen sind und sich keiner an die übertriebenen nichtraucher-gesetze hält.
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