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  • 17.02.2015           14      Teilen:   |

Neue Bürgerschaft

Hamburg-Wahl: Chefs der Schwusos und LSU scheitern

Artikelbild
CDU-Spitzenkandidat Dietrich Wersich und Grünen-Veteran Farid Müller konnten sich als einzige schwule Politiker den Wiedereinzug ins Hamburger Landesparlament sichern

Mehrere schwule Kandidaten haben es nicht in die Hamburger Bürgerschaft geschafft. Mit Dietrich Wersich und Farid Müller sind nur zwei offen homosexuelle Politiker dabei.

Mehr als ein Dutzend schwule Kandidaten haben bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag um die insgesamt zehn Stimmen der Wähler gekämpft (lesbische Politikerinnen waren nicht in Erscheinung getreten). Am Ende reichte es nicht für die meisten Bewerber um einen Sitz im schicken Hamburger Rathaus.

Über die Liste konnte CDU-Spitzenkandidat Dietrich Wersich den Sprung schaffen, der vergeblich versuchte, die Bürger der Hansestadt für seine Christdemokraten zu erwärmen. Ebenfalls geschafft hat es Farid Müller, der im Wahlkreis 1 (Hamburg-Mitte) mit 22.059 Stimmen den zweiten von fünf hier vergebenen Sitzen erringen konnte. Müller ist Sprecher für Schwulen- und Lesbenpolitik der Grünen.

Die SPD hat dagegen ihren homopolitischen Sprecher verloren: Philipp-Sebastian Kühn konnte nicht genügend Stimmen auf sich vereinen. Enttäuschung auch für Arne Platzbecker: Der Landeschef der Arbeitsgemeinschaft für Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) konnte nicht genügend Hamburger dazu animieren, ihn auf Listenplatz 41 das Vertrauen zu schenken.

Nicht geschafft hat es auch der schwule Kandidat Roland Kelm, der ebenfalls im Wahlkreis Hamburg-Mitte für die Linke um den Einzug in die Bürgerschaft gekämpft hatte.

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Ex-LSU-Bundeschef fliegt aus Bürgerschaft raus

Roland Heintze war von 2004 bis 2015 Bürgerschaftsabgeordneter – am Sonntag reichte es für den ehemaligen LSU-Chef nicht mehr.
Roland Heintze war von 2004 bis 2015 Bürgerschaftsabgeordneter – am Sonntag reichte es für den ehemaligen LSU-Chef nicht mehr.

Dem katastrophalen Abschneiden der CDU fiel dieses Mal Roland Heintze zum Opfer, der von 2004 bis 2006 Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) war. Er muss damit nach elf Jahren die Bürgerschaft verlassen. Homopolitisch galt er eher als umstritten, weil er viele LGBT-Aktivisten als parteipolitische Feinde ansah, als er 2012 die Gemeinnützigkeit des CSDs in Frage stellte (queer.de berichtete). Heintze war bereits im letzten Jahr Spitzenkandidat der Hamburger CDU zur Europawahl, konnte aber auch damals nicht genügend Stimmen auf sich vereinigen.

Den Einzug verpasst hat auch der LSU-Vorsitzende von Hamburg, Christian Röbcke-Gronau. Der 34-jährige Kreativ-Direktor trat auf Platz 31 der CDU-Landesliste an.

Auch auf einen erbitterten Homo-Gegner müssen die Christdemokraten künftig verzichten: Nikolaus Haufler, der noch Ende Januar auf der homophoben Demo der "Besorgten Eltern" eine Rede gehalten hatte (queer.de berichtete), konnte den Wiedereinzug ins Parlament nicht schaffen.

Bei den Grünen scheiterten unter anderem der 24-jährigen schwulen Nachwuchspolitiker Maximilian Bierbaum, der Soziologie und Amerikanistik studiert, und Fabian Rombach, ein Student und Gebärdendolmetscher. Auch Personalreferent René Gögge und Zugfahrer Aron Elias Bröhl-Mugendi haben den Einzug ins Parlament verpasst.

Übrigens reicht Sexappeal nicht (alleine) aus, um schwule Stimmen zu erhalten: So schaffte der FDP-Politiker Robert Bläsing nicht den Wiedereinzug ins Parlament, dem er seit 2011 angehörte – und das, obwohl er kurz vor der Wahl mit seinem schicken Sixpack um Stimmen geworben hatte (queer.de berichtete).

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Tags: hamburg, bürgerschaftswahl, wahl
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Reaktionen zu "Hamburg-Wahl: Chefs der Schwusos und LSU scheitern"


 14 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.02.2015
18:04:58


(-10, 14 Votes)

Von Michael43


Gut das es Herr Wersich zumindest in die Bürgerschaft geschafft hat. Aber den Absturz der CDU hat sich leider diese Partei verdient, solange sie im Bund die Gleichstellung und Eheöffnung blockiert.

Gut das es Farid Müller zumindest geschafft hat, da die Grünen neben der FDP die treibende Kraft bei LGBT-Themen sind.

Der Nichteinzug der anderen schwulen Kandidaten hingegen ist schade, da ich generell es immer befürworte, wenn schwule und lesbische Kandidaten in die Parlamente einziehen - egal welche Partei, es sei denn es handelt sich um die Partei der Republikaner oder um die Partei NPD: dort haben homosexuelle Kandidaten weiß Gott nichts verloren.


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#2
17.02.2015
19:06:11


(+6, 10 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Michael43


The daily Lama

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gaehnen03.jpg


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#3
17.02.2015
19:45:55


(+11, 11 Votes)

Von Finn


Wenn trotz des guten Ergebnisses der SPD ein Kandidat dennoch nicht reingekommen ist, muss der aber auf einen verdammt schlechten Listenplatz gesetzt worden sein...


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#4
17.02.2015
21:44:36


(+6, 14 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Michael43


""Gut das es Herr Wersich zumindest in die Bürgerschaft geschafft hat.""..

Du haust hier Heute einen Treppenwitz nach dem anderem heraus..

Wenn es nicht einmal der Spitzenkandidat in die Bürgerschaft gekommen wäre, würde sich die CDU AUSSERHALB der Bürgerschaft befinden, weil an der 5-Prozent-Hürde gescheitert !

Mann, Mann, was geht da bloß in Deinem Hirn vor sich ?

""Der Nichteinzug der anderen schwulen Kandidaten hingegen ist schade, da ich generell es immer befürworte, wenn schwule und lesbische Kandidaten in die Parlamente einziehen""..

Hast schon einmal darüber nachgedacht warum die meisten LGBTTIQ-Kandidaten in diesen Parteien, und allen voran in der CDU und der FDP auf so schlechten Listen-Plätzen sitzen, das sie den Einzug in die Parlamente "verpassen" ?

Hm ?
Fällt Dir dazu etwas ein ?
Vielleicht so in Richtung "homophobie in der partei" ?

""egal welche Partei, es sei denn es handelt sich um die Partei der Republikaner oder um die Partei NPD: dort haben homosexuelle Kandidaten weiß Gott nichts verloren.""..

Weiß WER ?
Weiß der auch ob LGBTTIQ´s etwas in der AFD "verloren" haben ?


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#5
17.02.2015
22:11:29


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herzlichen Glückwunsch an Farid Müller, daß er es erneut in die Hamburger Bürgerschaft gepackt hat!


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#6
18.02.2015
06:36:56


(-6, 14 Votes)

Von Michael43
Antwort zu Kommentar #4 von TheDad


@SPDDad
""Gut das es Herr Wersich zumindest in die Bürgerschaft geschafft hat.""..
Du haust hier Heute einen Treppenwitz nach dem anderem heraus.. Wenn es nicht einmal der Spitzenkandidat in die Bürgerschaft gekommen wäre, würde sich die CDU AUSSERHALB der Bürgerschaft befinden, weil an der 5-Prozent-Hürde gescheitert ! Mann, Mann, was geht da bloß in Deinem Hirn vor sich ? "

--> Das ist mir bekannt und da erzählst Du mir nichts Neues. Aber es gibt Typen wie Dich, die meinen, nur Sie wüßten, wie es in der Politik abläuft. Im übrigen hast Du wie immer, weil Du nicht mitdenkst, mein Statemat nicht verstanden. Mich freut es, wenn herr Wersich in der Bürgerschaft erneut ist, weil er erstens ein schwuler Politiker ist und weil er zweitens mir persönlich sympathisch ist.

-----------------

""Der Nichteinzug der anderen schwulen Kandidaten hingegen ist schade, da ich generell es immer befürworte, wenn schwule und lesbische Kandidaten in die Parlamente einziehen"".. Hast schon einmal darüber nachgedacht warum die meisten LGBTTIQ-Kandidaten in diesen Parteien, und allen voran in der CDU und der FDP auf so schlechten Listen-Plätzen sitzen, das sie den Einzug in die Parlamente "verpassen" ? Hm ?

---> Sorry die Ergebnisse der Hamburger Wahl strafen Dich LÜGEN. Wer ist denn trotz hohen Prozentwerten bei der SPD nicht reingekommen, weil er einen ganz "beschissenen" Listenplatz bekommen hat.

Das sind gleich ZWEI offen homosexuelle Politiker bei der SPD:

Philipp-Sebastian Kühn UND Arne Platzbecker (Listenplatz 41).

--------------------------------

Es ist gut, das die SPD ihre absolute Mehrheit in Hamburg verloren hat. Das freut mich sehr.

Dieses verlogene Verräterpack der Sozialdemokraten hatte im letzten Bundestagswahlkampf die Eheöffnung versprochen und NICHTS ist bisher passiert. Kein einziger LGBT-Fortschritt (auch nicht bei der Rehablitierung der nach 1945 verurteilten homosexuellen Bürger) ist bisher umgesetzt worden und dabei hatte die SPD dies im Wahlkampf im Bund 2013 fest versprochen.

Nächsten Donnerstag ist im Bundestag die Lesung des Gesetzentwurfes der Grünen zur abschliessenden Beendigung der Diskriminierung bei den Lebenspartnerschaften.

Das werde ich mir im Parlamentsfernsehen anschauen und Dir als SPD-Schreiberling dann diese Debatte in den kommenden Jahren "um die Ohren hauen".


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#7
18.02.2015
07:31:41


(+8, 12 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #6 von Michael43


Deine Freude über den Verlust der absoluten Mehrheit der SPD ist einfach peinlich... Sie ist nachwievor bei weitem die stärkste Partei...die meisten SPD-Wähler haben sicher nichts dagegen, dass die SPD mit den Grünen weitermacht...
Bei so einem Ergebnis im Bund hättest du deine Eheöffnung sicher...
Aber: schwache SPD --> starke CDU --> kein Rot-Grün --> CDU immer noch an der Macht --> Eheöffnung adé! Egal mit welcher Partei die CDU an der Macht gehalten wird. Hast du mit einer schwachen SPD und vor allem: mit der FDP in der Regierung IMMER. Die CDU ist das Problem.
Aber da setzt bei dir im Oberstübchen das logische Denken aus...
Die CDU muss da gar nichts machen, sondern nur eines: Ab in die Opposition verschwinden!
Und das liegt auch an der Wahl des kleinen Partners...
Und bevor du anderen was im die Ohren haust: Wer im Glashaus sitzt...


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#8
18.02.2015
09:16:46


(+5, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Michael43


""Mich freut es, wenn herr Wersich in der Bürgerschaft erneut ist, weil er erstens ein schwuler Politiker ist und weil er zweitens mir persönlich sympathisch ist.""..

Persönliche Sympathien für einen CDU-Spitzenkandidaten lassen tief blicken..

""Sorry die Ergebnisse der Hamburger Wahl strafen Dich LÜGEN. Wer ist denn trotz hohen Prozentwerten bei der SPD nicht reingekommen, weil er einen ganz "beschissenen" Listenplatz bekommen hat.""..

Was im Fall der SPD durchaus an der Masse der Kandidaten liegen kann..

Wohingegen es im Artikel nicht zu Unrecht heißt :

""Übrigens reicht Sexappeal nicht (alleine) aus, um schwule Stimmen zu erhalten: So schaffte der FDP-Politiker Robert Bläsing nicht den Wiedereinzug ins Parlament, dem er seit 2011 angehörte und das, obwohl er kurz vor der Wahl mit seinem schicken Sixpack um Stimmen geworben hatte""..


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#9
18.02.2015
10:57:30


(+10, 12 Votes)

Von Carsten AC


Passt doch ins Bild. Ist genaugenommen sogar ehrlich:
Parteien, denen Homorechte egal sind bzw. die das ablehnen, brauchen dann auch keine Alibi-Schwulen irgendwo sitzen zu haben, nur um sich ein angeblich modernes, tolerantes Image zu geben.

Da auch die Schwusos den Wortbruch von versprochener 100% Gleichstellung auf 0% Gleichstellung zu gehen, mitmachen, sind die genauso unglaubwürdig und verlogen wie der Rest der SPD.

Und über die LSU in der CDU/CSU braucht man eh kein Wort mehr zu verlieren. Sobald die Union uns diskriminiert, finden die 100 Ausreden, warum es gut ist, diskriminiert zu werden und warum sie Gleichstellung ablehnen.

Aber solange der deutsche Wähler (und darunter auch genug LGBTI) diese Parteien weiterhin wählen, sehen die halt auch keinen Grund, das zu ändern. Und deshalb wird sich in Deutschland auch nichts ändern. Denn Dinge ändern sich halt nicht von alleine, sondern dafür muss man schon was tun...


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#10
18.02.2015
11:00:48


(+10, 10 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #6 von Michael43


da schlagen wir doch gleich zwei schmeißfliegen mit einer klatsche..
erkenntnis: schwule politiker ALLER parteien dümmpeln stetig am unteren mittelfeld der parteienabsicherungslisten...
Wenn dann die stimmen wegfallen, kommt betreffender ergo nicht zum zuge...
gewiss auch für eine politische trandrüse wie dich, eine einleuchtende erkenntnis.

Dies festgestellt, kommen wir zu teil zwei:
" Es ist gut, das die SPD ihre absolute Mehrheit in Hamburg verloren hat. Das freut mich sehr. [smile ] "

Somit ist der beweis erbracht: du bist ( , so dein bekennendes statement !) sehr froh drüber, dass die schlechtplazierten parteihomos nicht ins parlament einziehen durften.
Solange du nur die spd treten kannst, ist dir also jedes mittel recht.. auch die nichtwahl schwuler parteimitglieder.

Da freuen "wir uns doch eher drüber, dass die homophobe afd zusammen mit der homoseichten fdp einen gesellschaftlichen widerpart hin zur drohenden versozialisierung des eigentums in der bürgerschaft stellen wird.. gemeinsam mit der cdu wird dies ein feuerwerk der antisozialen kräfte werden..

Und das den wirtschaftsaffinen spd-grünen gegenüber...
die fühlen sich nun von dir missverstanden..
OmG.. was für geistige abgründe sich da öffnen.


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