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  • 18.02.2015           9      Teilen:   |

Nordrhein-Westfalen

Senioren-Union wettert gegen LSU

Leonhard Kuckart (hier bei einem Auftritt bei "Hart aber fair") ist kein Unterstützer der LSU
Leonhard Kuckart (hier bei einem Auftritt bei "Hart aber fair") ist kein Unterstützer der LSU

Der Chef der Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen, Leonhard Kuckart, spricht sich dagegen aus, dass die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) eine offizielle Partei-Vereinigung werden und damit mit der Vertretung der älteren Generation gleichgestellt sind.

Die Debatte war durch eine Meldung des "Spiegel" vom Wochenende entstanden, nach der sich CDU-Generalsekretär Peter Tauber dafür einsetzt, die LSU als offizielle Vereinigung in das CDU-Statut aufzunehmen (queer.de berichtete).

Kuckart forderte am Dienstag in der WAZ, dass dieser Vorschlag "schnellstens wieder begraben werden" solle. Der 83-jährige ehemalige Landtagsabgeordnete erklärte, dass homosexuelle CDU-Mitglieder für die LSU nicht zu begeistern seien und dass durch die LSU "die Gefahr der gesellschaftlichen Ausgrenzung" bestehe. Man solle keine überholte Diskussion über unterschiedliche Lebensformen aufwärmen.

In der NRW-CDU hatte sich bereits zuvor der Landesvize Karl-Josef Laumann gegen diese Vereinigung ausgesprochen, weil die sexuelle Orientierung "reine Privatsache" sei. Laumann gilt in der Partei als Homo-Gegner und ist bereits zuvor durch homophobe Aussagen aufgefallen (queer.de berichtete). Die LSU warf ihm deshalb "unchristliches Verhalten" vor (queer.de berichtete).

Es gibt bislang sieben offiziell anerkannte Vereinigungen in der CDU, neben der Senioren-Union gehören dazu etwa die Frauen-Union und die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft. Die LSU gilt nur als "Sonstige Gruppe" in der Partei – diesen Status haben auch die Christdemokraten für das Leben (CDL) oder das Deutsch-Türkische Forum. (dk)

Links zum Thema:
» Gruppen innerhalb der CDU
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Tags: lsu, senioren-union
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Reaktionen zu "Senioren-Union wettert gegen LSU"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
18.02.2015
13:24:42
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Nico


"weil die sexuelle Orientierung 'reine Privatsache' sei"

Und wieso macht die Union dann ein Politikum daraus?

Und wieso bekommen Heteros für ihr "Privatleben" Privilegien, die Schwulen und Lesben verweigert werden?

Die Union legt sich die Argumente zurecht, wie es gerade passt. Mit Logik hat das dann nichts mehr zu tun.


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#2
18.02.2015
13:25:57
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Alex


Ich hoffe nur immer, dass solche Leute noch die volle Gleichstellung erleben...


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#3
18.02.2015
14:13:37
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Timon


Ich halte jede Wette, dass die LSU auch weiterhin nicht offiziell von der Union anerkannt wird.

Dafür gibt es in der Union viel zu viele Homohasser - übrigens in jeder Altersgruppe.

Aber bei dieser unterwürfigen LSU-Truppe, die Diskriminierung rechtfertigt statt sie zu bekämpfen, ist das auch kein Drama.


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#4
18.02.2015
16:35:09


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herr Kuckart, halten Sie einfach den Mund und genießen Sie Ihr Rentnerdasein, solange es noch geht!


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#5
18.02.2015
17:38:59


(+3, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #1 von Nico


"Die Union legt sich die Argumente zurecht, wie es gerade passt."

Genau so is es und darum gewinnt die Union die Wahlen, denn sie weiß und nutzt die naivität der Wähler aus.


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#6
18.02.2015
17:41:11


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Leonhard Kuckart (hier bei einem Auftritt bei "Hart aber fair") ist kein Unterstützer der LSU"

Aber ein Nazi Unterstützer


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#7
19.02.2015
09:17:48


(+6, 6 Votes)

Von Heiner


Das sind die Ewiggestrigen, deren geistige Entwicklung irgendwann stehen geblieben ist und die es in der Union leider in jeder Altersklasse gibt.


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#8
19.02.2015
20:12:10


(-4, 8 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


In der Sache hat er aber recht.

1) Wenn die LSU eine offizielle Parteivereinigung würde, wäre es meiner Meinung nach schwer, einer Vereinigung "Heterosexuelle Christdemokraten" die Anerkennung zu verweigern (auch wenn mit der Frauen Union ja bereits ein Sündenfall geschaffen wurde). Eine solche Heterovereinigung fände ich jedoch diskriminierend.

2) Das Argument, dass die Anzahl der LSU Mitglieder in keinem Verhältnis zu der (mutmaßlichen) Anzahl an homosexuellen CDU-Mitgliedern steht, wiegt auch schwer. Eine Gewerkschaft, der nur 1 % der Beschäftigten angehören, die sie zu vertreten vorgibt, hätte bei Tarifverhandllungen auch keinen leichten Stand


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#9
19.02.2015
21:10:55


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #8 von Dont_talk_about


""In der Sache hat er aber recht.""..

NEIN, hat er nicht !

Und es ist ganz sicher kein "Sündenfall" wenn sich eine "Frauen-Union" bildet, die sich auf die Flaggen geschrieben hat, die Gleichberechtigung vor allem in der UNION selbst durchzusetzen, aber auch in den politischen Programmen !

Wie notwendig das immer noch ist, zeigt das aktuelle Programm der UNION !

""Das Argument, dass die Anzahl der LSU Mitglieder in keinem Verhältnis zu der (mutmaßlichen) Anzahl an homosexuellen CDU-Mitgliedern steht, wiegt auch schwer.""..

Für Leute die Unsichtbarkeit innerhalb der Partei fordern und fördern, sicher !

""Eine Gewerkschaft, der nur 1 % der Beschäftigten angehören, die sie zu vertreten vorgibt, hätte bei Tarifverhandllungen auch keinen leichten Stand""..

Äh ?
Es geht hier nicht um Tarifverhandlungen, oder darum irgendwelche Posten und Pöstchen in der Partei an Schwule und Lesben zu verteilen !

Es geht im Kern darum Partei- und Wahlprogramme im Hinblick auf LGBTTIQ-Interessen mit zu entwickeln, und vor allem diese Interessen in diese Programme einfließen zu lassen..

Das ist die Aufgabe der LSU..

Alles andere was Du hier ins Feld führst, ist völliger Blödsinn..


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