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Sarah Goodfriend and Suzanne Bryant präsentieren stolz ihren Eheschein

Ein lesbisches Paar durfte in Texas heiraten, weil eine der Frauen schwer krank ist. Der Justizminister hat aber angekündigt, gegen die Anerkennung dieser Ehe zu kämpfen.

Am Donnerstag hat erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar in Texas legal geheiratet. Sarah Goodfriend und Suzanne Bryant gaben sich in Austin das Ja-Wort. Die Frauen, die seit 30 Jahren zusammen sind, hatten zuvor einen Gerichtsentscheid aus medizinischen Gründen erwirkt, weil bei Goodfriend Eierstockkrebs diagnostiziert worden war. "Unsere Zukunft ist ungewiss. Für uns war es jetzt einfach an der Zeit", erklärte Goodfriend gegenüber lokalen Medien.

Erst am Dienstag hatte ein texanischer Bezirksrichter das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Allerdings hält die texanische Regierung am Status quo fest. Sie argumentiert, dass sich Richter mit ihren Entscheidungen für die Gleichstellung über den Willen der texanischen Bevölkerung hinwegsetzen. Dabei wird auf einem Volksentscheid aus dem Jahr 2005 verwiesen, in dem sich 76 Prozent der Wähler für ein Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen hatten (queer.de berichtete).

Der texanische Justizminister Ken Paxton hat nach der Eheschließung angekündigt, er suche nach Wegen, den Trauschein des lesbischen Paares für ungültig zu erklären. Genauere Details nannte er aber nicht.

Texanischer Supreme Court verbietet weitere gleichgeschlechtliche Ehen

Weitere Ehe-Schließungen sind vorerst nicht möglich: Der Oberste Gerichtshof von Texas hat wenige Stunden nach der Hochzeit von Goodfriend und Bryant generell die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen untersagt. Diese Anordnung betrifft allerdings nur zukünftige Eheschließungen.

Bislang haben 37 der 50 US-Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Meist wurde das von Bundesgerichten erzwungen, zuletzt in Alabama (queer.de berichtete). In diesem äußerst konservativen Bundesstaat gibt es nach wie großen Widerstand gegen die Gleichbehandlung. So schlug Glenn Mordock, ein Richter am höchsten Gerichtshof von Alabama, sogar vor, alle Eheschließungen zu verbieten, damit Standesbeamte keine Homo-Paare trauen müssen.

In wenigen Monaten könnte der Widerstand enden: Der Oberste Gerichtshof in Washington hat angekündigt, im Sommer eine Grundsatzentscheidung zur Frage der Gleichbehandlung im Ehe-Recht zu fällen (queer.de berichtete). (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 20.02.2015, 15:36h
  • "Der texanische Justizminister Ken Paxton hat nach der Eheschließung angekündigt, er suche nach Wegen, den Trauschein des lesbischen Paares für ungültig zu erklären."

    Homophobie tötet. Sie hat auch keinen Respekt vor dem Leben und lebenslanger Liebe.
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#2 HonestAbeProfil
  • 20.02.2015, 16:02hBonn
  • Klar das Ken Paxton versuchen wird, die Liebe und das Leben von Menschen zu vernichten, denn immerhin ist er Mitglied der widerlichen Stonebriar Community Church. Was glauben die wohl?

    'We believe . . . that the Bible is the verbally inspired Word of God and without mistakes as originally written. It is the complete revelation of His will for salvation and the only unfailing rule of faith and practice for the Christian life.'

    en.wikipedia.org/wiki/Stonebriar_Community_Church

    Damit gehört Paxton einem Kult an, der zunächst mal so wahnsinnig ist, die Bibel wörtlich zu nehmen. Des weiteren ist damit klar, dass für Paxton gültiges Recht eine der Bibel absolut untergeordnete Rolle spielt. So jemand dürfte niemals ein öffentliches Amt bekleiden. So jemand ist ein Feind der Demokratie und der Freiheit und nichts weiter als ein theokratischer Faschist.

    Was glauben die Stonebriar Faschisten sonst noch?

    'We believe that God has commanded that no intimate sexual activity be engaged in outside of a marriage between a man and a woman. We believe that any form of homosexuality, lesbianism, bisexuality, bestiality, incest, fornication, adultery and pornography are sinful perversions of God's gift of sex.'

    www.stonebriar.org/about-us/beliefs/detailed-statement-of-fa
    ith/


    Muss man nichts mehr zu sagen, oder?

    Fuck you, Ken Paxton and your horrible religious bullshit!
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#3 panzernashorn
  • 20.02.2015, 17:22h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Ein ethisch integrer Mensch würde sich an dessen Stelle in Grund und Boden schämen, aber solche religiotisch verblödete Kreaturen kennen leider nur Hass und Menschenverachtung.

    Von der angeblichen "christlichen" (was soll das denn wohl sein??) Liebe sind sie weiter entfernt als das Ende unseres erfassbaren Universums.

    Arme, verdummbibelte Kleingeister mit dem Horizont eines Einzellers - jede Amöbe besitzt mehr Verstand.
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#4 TheDadProfil
  • 20.02.2015, 18:08hHannover
  • Antwort auf #3 von panzernashorn
  • ""Arme, verdummbibelte Kleingeister mit dem Horizont eines Einzellers - jede Amöbe besitzt mehr Verstand.""..

    Äh ?
    TEXAS !

    Das Stammland der Ewings..

    Die halten doch den schwulen Sohn aus dem Denver-Clan immer noch für eine Fata Morgana aus einer Geschichte aus 1001 Nacht..
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.02.2015, 19:38h
  • Ein letztes Aufbäumen des Supreme Courts Texas, was ihm aber nichts nützen wird. Der US-Supreme Court wird das Urteil sowieso wieder aufheben!
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#6 HeinerAnonym
  • 20.02.2015, 21:57h
  • "[...] weil eine der Frauen schwer krank ist. Der Justizminister hat aber angekündigt, gegen die Anerkennung dieser Ehe zu kämpfen."

    Das zeigt wieder mal, wie skrupellos Homohasser sind und dass die über Leichen gehen.
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#7 Julian SAnonym
  • 20.02.2015, 22:00h
  • "Texanischer Supreme Court verbietet weitere gleichgeschlechtliche Ehen"

    Wie der texanische Supreme Court Urteile des Obersten Gerichtshofs in Washington ignoriert, ist wirklich skandalös.

    Mit Rechtsstaatlichkeit hat das nichts zu tun. Da wollen irgendwelche Homohasser ihre private Meinung erzwingen und ignorieren dafür alle rechtsstaatlichen Prinzipien.
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#8 LucaAnonym
  • 21.02.2015, 11:04h
  • Ich hoffe so sehr, dass im Sommer die Ehe US-weit geöffnet wird.

    Dann haben diese ganzen juristischen Tricks und Winkelzüge ein Ende.
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#9 Mao MeiAnonym
  • 21.02.2015, 19:41h
  • So sehr die Zivilehe US-weit geöffnet auch für Lesben und Schwule werden soll, so sehr haben die US-Konservativen Recht, wenn sie behaupten, dass es sich um "judicial activism" handelt, also die Übernahme legislativer Funktionen durch die Gerichte, eigentlich eine Beleidigung der Gewaltenteilung und ein Schlag ins Gesicht jeder repräsentativen Demokratie. Ich kenne das case law, sehe aber nicht ein, wieso Rechte, wenn auch ethisch richtig, so freizügig in ein uraltes Dokument reininterpretiert werden sollen, insbesondere wenn besagtes Dokument noch immer keine ausdrückliche Gleichbehandlung von Frauen (außer im Wahlrecht) vorsieht und die Sklaverei in seiner Originalfassung immer noch als was ganz Ordentliches dargestellt wird. Das 14th Amendment verbietet ziemlich klar rassistische Diskriminierung, aber keine sexistische (und somit auch keine aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität), weswegen das Reininterpretieren dieser Menschenrechte erst mit der Reed v. Reed (1971)-Entscheidung begonnen hat. Natürlich ist das an und für sich sogar etwas sehr Positives, aber der Haken ist: Dass Geschlechtsdiskriminierung sowieso durch die Supreme Court-Entscheidung verboten sei, wurde als eines der Hauptargumente gegen das damals diskutierte ERA (Equal Rights Amendment) genutzt und ist heute der Hauptgrund, warum kein/e US-Kongressabgeornete/r besagte Idee mehr ernst nimmt (leider), obwohl das ERA sowohl Frauen als auch LGBTQI "richtig" schützen würde, statt dem ständigen Heruminterpretieren durch Richter. Dieses ist deswegen nicht ausreichend, weil es zwar stimmt, dass getroffene Entscheidungen dank dem case law dann auch auf alle zutreffen müssen, allerdings nur in den vage vom Gericht angeschnittenen Bereichen, anstatt einen so grundsätzlichen Schutz wie einen klaren Verfassungszusatz zu bieten. Das bedeutet, dass in diversen anderen Fällen einer Diskriminierung LGBTQI wieder klagen müssen (money), um zu erfahren, ob das 14th Amendment sie auch hier schützt. Ebenso kann ein neuer Supreme Court alte Entscheidungen wieder revidieren, jedoch eine klar geschriebene Verfassung, im Sinne dessen, dass Geschlechtsdiskriminierung verboten sei, kann er nicht revidieren. Am Ende könnten sogar alle verloren haben, denn nicht nur der Wille der reaktionären Rechten, sondern auch der von LGBTQI hinge und hängt am seidenen Faden des Gutdünkens von 9 Richtern. Sowas soll der beste Schutz für Minderheiten sein? Das ERA würde auch Diskriminierung von LGBTQI verbieten, weil immer irgendwie genauso wie bei Frauen mit Geschlecht zusammenhängend, deswegen verstehe ich nicht, weshalb sich die US-Community nicht stärker mit Feministinnen engagiert, die schon seit langem für das ERA kämpfen und nun auch von den LGBTQI hören müssen, dass es quasi "unnötig" geworden ist.

    Wenn das Ehethema vor den Supreme Court kommt, werden mindestens 4 der 9 GEGEN die Ehe-Öffnung stimmen. Dass die anderen 5 dafür sein werden, ist möglich, aber nicht so sicher: 2013 ging es darum, ob es zulässig ist, wegen DOMA legal verheiratete Paare und somit die Definition der Zivilehe in den einzelnen Bundesstaaten ungleich vor dem Bund zu behandeln, das ist was ganz anderes als ein Recht von Paaren desselben Geschlechts auf Eheschließung. Wir werden sehen, ob die Millionenklagen, um gute Werte den reaktionärsten Löchern der USA wie Texas oder Alabama runterzujubeln, sich am Ende als fruchtend herausgestellt haben.
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#10 Patroklos