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  • 21.02.2015           13      Teilen:   |

England

Zwei schwule Mörder heiraten im Gefängnis

Artikelbild
Hinter Gittern hat die Liebe Grenzen: Mark Goodwin (li.) und Mikhail Ivan Gallatinov dürfen sich nach der Hochzeit keine gemeinsame Ehe-Zelle teilen (Bild: Police of England and Wales)

Im Full Sutton Prison in East Yorkshire wird Großbritanniens erste gleichgeschlechtliche Hochzeit hinter Gittern stattfinden.

Sie ermordeten beide schwule Männer und wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, dann lernten sie sich im Full Sutton Prison in East Yorkshire kennen – und lieben. Jetzt haben die Behörden dem Antrag von Mikhail Ivan Gallatinov und Marc Goodwin stattgegeben, hinter Gittern heiraten zu dürfen. Noch nie zuvor zuvor hat sich ein gleichgeschlechtliches Paar in einem britischen Gefängnis das Ja-Wort gegeben.

Der heute 40 Jahre alte Gallatinov sitzt bereits seit 17 Jahren im Knast, weil er 1997 seinen damaligen Liebhaber erwürgt hatte. Er gilt als Psychopath und war zuvor bereits wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft. Im Urteil wurde der Mord als "kaltblütig, gut geplant, gefühllos, kühl und anscheinend unmotiviert" beschrieben, der Angeklagte habe "ohne Mitgefühl oder Reue" gehandelt.

Obwohl er von einem Psychiater vor Gericht als "gefährlich" beschrieben wurde, könnte Gallatinov im kommenden Jahr auf Bewährung entlassen werden.

Fortsetzung nach Anzeige


Der Verlobte hatte einen Mann aus Homohass getötet

Sein künftiger Ehemann Marc Goodwin muss dagegen noch mindestens zehn Jahre hinter Gittern verbringen. Er war früher ausgerechnet Anführer einer dreiköpfigen Schwulenschläger-Bande in Blackpool. Der heute 31-Jährige wurde 2007 zu 18 Jahren Haft verurteilt, weil er einen 58-Jährigen homosexuellen Mann aus Hass zu Tode geprügelt hatte.

Seit 1983 haben Gefangene in Großbritannien das Recht, zu heiraten. Bislang haben von der Regelung jedoch nur heterosexuelle Insassen mit einem Partner außerhalb des Gefängnisses Gebrauch gemacht.

Die erste gleichgeschlechtlichte Hochzeitszeremonie im Knast werde nicht aus Steuermitteln finanziert, ließ die Gefängnisverwaltung mitteilen. Auch würden die beiden Männer nach der Hochzeit keine Zelle teilen. (cw)

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Tags: mörder, gefängnis, hochzeit, knast, full sutton prison, east yorkshire, marc goodwin, mikhail ivan gallatinov
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Reaktionen zu "Zwei schwule Mörder heiraten im Gefängnis"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.02.2015
12:58:52


(+8, 12 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Klarer Beweis: Homophobie ist heilbar.


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#2
21.02.2015
13:11:02


(+4, 14 Votes)

Von asdf


Auch wenn die beiden heiraten. Letztendlich bleiben das hochgefährliche Psychopathen, die nicht nochmal auf die Menschheit losgelassen werden sollten.


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#3
21.02.2015
13:43:59


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Welch glückliche Fügung!


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#4
21.02.2015
13:52:32


(+5, 11 Votes)

Von SchleicheR74
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von asdf


Einen Psychopathen auf Bewährung entlassen halte ich auch für problematisch. Da versteh ich die negativen Beitragsbewertungen nicht, aber die sind ja hier sowieso zu großen Teilen persönlich und nicht inhaltlich motiviert *fg* Aber nungut, das müssen die Psychologen und die brittische Gesellschaft verantworten.


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#5
21.02.2015
13:58:04


(+6, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


das ist, unabhängig von der beurteilung der begangenen taten und der frage nach sinn und vollständigkeit von "resozialisierung " , ein bemerkenswertes ereignis.

Was geht im einzeln und in der partnerkonstellation der beiden doch unabhängig voneinander sozialisierten vor, dass sie diesen schritt gehen..
Was ist mit der "psychopathtisierten persönlichkeit" des einen, dem womöglich vor 17 jahren noch seine homosexualität zur psychopathiesierung seiner tat herhielt, weil man die unschärfe des abwegigen handelns nicht dem der eifersüchtigen heteros gleichstellte...
siehe die erst seit kurzem andere sicht auf den heterosexuellen eifersuchtstäter...

Und wer sich erinnert, wie homosexuell motiviertes, vor gericht von "gutachtern bewertet wurde, ahnt, dass hier mehrschichtiges zu tage kommt.

"kaltblütig, gut geplant, gefühllos, kühl und anscheinend unmotiviert" beschrieben, der Angeklagte habe "ohne Mitgefühl oder Reue" gehandelt. ..

Auch der zweite beteiligte, sein homohass als tatauslöser, wird nun unter neuen gesichtspunkten sichtbar.
Was nicht die tat an sich verändert.. sie bleibt abscheulich.
Aber wann werden menschen gewandelt, setzen prozesse ein, die auch die diagnose von teils voreingenommenen gutachtern über den haufen werfen.
Und wie stellen wir uns diesen fragen?

Btw. den heterosexuellen paaren wird ein besuchsrecht mit ein-zweistündigen einschluß gewährt, um deren ehelichen pflichten nachkommen zu können..
Gespannt , ob dann den beiden dies ebenso gewährt wird!
Wer fragt schon bei doppelzellenbelegungen , was in GB weit verbreitet, ob die nachts unter der selben decke schlafen oder nicht...
Und nebenbei: der gemeinschaftliche umschluss zwecks freizeitgestaltung im knast ist ja auch gewährt.. und darf hinter verschlossenen türen statt finden..; nur wenn da der ruch des sexuellen hinzu kommt, folgen die sanktionen.

Zudem: wie, wenn nicht durch körperlichen kontakt konnten sie sich verlieben...
Wenigstens die "hochzeitsnacht sei ihnen gegönnt

last but not least...
was sagen eigentlich die anderen knastis...


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#6
21.02.2015
17:08:08


(-1, 11 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Bin neugierig wer von den Beiden diese Ehe überlebt!


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#7
21.02.2015
17:13:24


(-3, 9 Votes)

Von Pino


Ich frage mich natürlich auch, ob das wirklich eine Ehe aus Liebe ist oder ob es da nicht ganz andere Motive gibt (z.B. könnte der der früher rauskommt, so Besuchsrect erhalten, was die vielleicht aus irgendeinem ganz anderen Grund wollen).

Wenn zwei Schwulenmörder heiraten, wird man zumindest hellhörig. Und da muss zumindest die Frage erlaubt sein, ob das wirklich eine Liebesheirat ist oder ganz andere Gründe hat. Es gäbe sicher 100 andere Gründe, sowas vorzutäuschen.


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#8
21.02.2015
17:14:10


(+3, 11 Votes)

Von Robin


Jemanden, der nach wie vor als höchst gefährlich gilt, aus der Haft zu entlassen, halte auch ich für grob fahrlässig.


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#9
21.02.2015
21:25:01
Via Handy


(-2, 6 Votes)
 
#10
21.02.2015
23:30:20


(+5, 5 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Was wirklich dahinter steckt wissen höchstens Mikhail und Marc, oder schlimmstenfalls nur einer davon.

Für alle anderen ist es reine Spekulation.

Falls es wirklich Liebe ist: Viel Glück und alles Gute.

Allgemein wünsche ich mir, das keiner von denen oder durch diese zu Schaden kommt.


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