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  • 23.02.2015           13      Teilen:   |

Rechtslage als Albtraum

Neue Kampagne für Trans-Rechte

Artikelbild

Mit einem neuem Video macht Transgender Europe darauf aufmerksam, dass in 34 europäischen Ländern Sterilisation, Scheidung oder eine Krankheitsdiagnose nötig ist, um Namen und Geschlecht wechseln zu lassen.

Die Organisation Transgender Europe (TGEU) macht darauf aufmerksam, dass in 34 Ländern Europas Transmenschen ihren rechtlichen Namen und Geschlecht nicht ändern können, ohne erniedrigende und missbräuchliche Prozeduren über sich ergehen zu lassen. TGEU fordert deshalb mit einem neuen Video dazu auf, dass die entsprechende Gesetzgebung in Europa endlich angepasst wird.

Das zweiminütige Video von TGEU zeigt das Albtraum-Szenario, das die meisten Transmenschen heute noch durchleben müssen, um ihren rechtlichen Namen und Geschlecht zu ändern: Sie werden zu Sterilisierung oder Scheidung gezwungen – oder zu einer Diagnose von Geisteskrankheit, obwohl sie nicht geistig krank sind.

Aufgrund einer solch erniedrigenden Prozedur ist es für viele Transmenschen nicht möglich, ihr Geschlecht und Namen rechtlich zu ändern. Das bedeutet, dass ihr Reisepass und andere Dokumente nicht ihrer Identität und ihrem Erscheinungsbild entsprechen, was beispielsweise beim Reisen, der Eröffnung eines Bankkontos oder beim Mieten einer Wohnung zum Problem wird. In solchen Situationen werden Transmenschen zum Selbst-Outing gezwungen, schikaniert, des Betrugs bezichtigt oder Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt.

Youtube | Das Video "34 countries in Europe make this nightmare a reality"
Fortsetzung nach Anzeige


Laut TGEU geben 73 Prozent aller Transmenschen in der EU an, dass sie ein besseres Leben führen könnten, wenn es eine bessere Gesetzgebung zur Personenstandsänderung geben würde.

Mehrere Länder haben 2014 Gesetzesänderungen durchgeführt oder angekündigt, darunter Dänemark und Malta. In Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht das Transsexuellengesetz mehrfach als nicht menschenrechtskonform befunden. Mehr als fünfzig Organisationen und Vereine unterstützen darum zurzeit ein Forderungspapier zur Reform des Transsexuellengesetzes.

"Transmenschen haben das Recht, zu allen gesellschaftlichen Bereichen Zutritt zu haben, und wir haben ein Recht auf eine schnelle, transparente und leicht zugängliche Personenstandsänderung", sagt die Geschäftsführerin von TGEU, Julia Ehrt. "Regierungen in ganz Europa verletzen fortwährend die Rechte von Transmenschen, indem sie an solch unmenschlichen Gewohnheiten festhalten. Transmenschen wird ein Leben in Würde und Respekt verwehrt, solange ihre Dokumente nicht ihrer Geschlechtsidentität entsprechen." (pm)

Links zum Thema:
» Transgender Europe
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Service: | pdf | mailen
Tags: transsexuell, transgender, europa, sterilisation, scheidung, geschlechtsanpassung, transsexuellengesetz, transgender europe
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Reaktionen zu "Neue Kampagne für Trans-Rechte"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
23.02.2015
11:01:26


(+7, 7 Votes)

Von la_passante


Eine Liste jener 34 Länder wäre sehr sinnvoll bzw. unabdingbar. Ohne die dürfte es nämlich unmöglich sein, auf die betreffenden Regierungen Druck auszuüben.


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#2
23.02.2015
13:39:55


(+7, 7 Votes)

Von Knisfo
Antwort zu Kommentar #1 von la_passante


The 34 countries in question are: Austria, Azerbaijan, Belarus, Belgium, Bulgaria, Croatia, Czech Republic, Estonia, Finland, France, Georgia, Germany, Greece, Hungary, Iceland, Italy, Latvia, Luxembourg, Malta, Moldova, Montenegro, Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Romania, Russia, Slovakia, Spain, Sweden, Switzerland, Turkey, Ukraine, and the United Kingdom.

In addition, there are 14 countries in Europe that do not have any laws at all to allow a change of name and gender.

---

Somit musst du auf alle Regierungen europäischer Länder Druck ausüben

- einzige Ausnahme ist Dänemark


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#3
23.02.2015
13:47:12


(+6, 6 Votes)

Von Clementine
Antwort zu Kommentar #1 von la_passante


Die Karte und Tabelle hilft schonmal weiter:
Link zu www.tgeu.org (PDF)


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#4
23.02.2015
13:56:29


(+5, 7 Votes)

Von Charlies Engel


Nanana. Und das im ach so freien und angeblich so säkularen Europa! In dem es ja auch keine rassistische Unterdrückung und Diskriminierung gibt. Und solche auf Basis von sozialer Schicht und Einkommen/Vermögen schon gar nicht.


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#5
23.02.2015
15:02:37


(+3, 3 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Clementine


Vielen Dank!


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#6
23.02.2015
16:06:53


(+5, 5 Votes)

Von Clementine
Antwort zu Kommentar #2 von Knisfo


Wieso Dänemark ausnehmen? Guck Dir mal die Tabelle an, die bestehen auf psychologische Gutachten und Sterilisation.


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#7
23.02.2015
16:29:46


(+5, 5 Votes)

Von Harkness
Antwort zu Kommentar #6 von Clementine


Dänemark hat erst im letzten Jahr das Trans* Gesetz geändert - es sind nicht mehr medizinische (also Sterlisation) Maßnahmen oder psychiatrische Gutachten notwendig. Das gilt seit September. Ich vermute die Tabelle ist da nicht up to date.


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#8
23.02.2015
16:50:32


(+5, 5 Votes)

Von Clementine
Antwort zu Kommentar #7 von Harkness


Danke für die Info. Die Tabelle und Karte sind tatsächlich vor September erstellt und noch nicht aktualisiert worden.


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#9
23.02.2015
18:38:57


(+2, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #1 von la_passante


Ich kann mr schon vorstellen, welche das sind.


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#10
23.02.2015
21:45:25
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Timon


Auch mich als Schwulen macht es sehr betroffen, was Transmenschen alles durchmachen müssen.

Das sollte schnellstens beendet werden.


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