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  • 23.02.2015           21      Teilen:   |

Berliner Schwusos

Nominierungen für Magnus-Hirschfeld-Preis gesucht

Zum ersten Mal seit 2012 gibt es wieder eine Magnus-Hirschfeld-Preis
Zum ersten Mal seit 2012 gibt es wieder eine Magnus-Hirschfeld-Preis

Die Arbeitsgemeinschaft der schwulen und lesbischen Sozialdemokraten in Berlin (Schwusos) und die Hauptstadt-SPD werden Mitte Mai zum fünften Mal den Magnus-Hirschfeld-Preis verleihen – und nehmen noch Vorschläge für Nominierungen entgegen.


Der mit 500 Euro dotierte Preis wird im Gedenken an den Mitbegründer der ersten Homosexuellen-Bewegung der Welt für besondere Leistungen in der Queer-Politik in zwei Kategorien vergeben – ein Preis geht an eine Einzelperson, einer an eine Institution oder ein Projekt. Die Gewinner erhalten auch eine Plakette mit dem Porträt von Magnus Hirschfeld.

Die Geehrten des letzten Magnus-Hirschfeld-Preis im Jahr 2012 waren die Autorin Dagmar Schultz und der Sportverein Tennis Borussia Berlin (queer.de berichtete).

Vorschläge für die Nominierung können noch bis zum 12. April eingereicht werden. Es soll ein kurzer Lebenslauf bzw. eine Projektbeschreibung für die Nominierten enthalten sein.

Über die Vergabe des Preises entscheiden dieses Jahr fünf Juroren. Mit von der Partie sind die Pfarrerin Ulrike Rogatzki, Sylvia-Fee Wadehn von der Seniorenarbeit im Rollbergkiez, CSD-Aktivistin Sissy Kraus, Schwester Daphne vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz und Marcel de Groot von der Schwulenberatung Berlin. (pm/cw)

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  Nominierungen senden an:
SPD Berlin, c/o QueerSozis (Schwusos) Berlin, Müllerstr. 163, 13353 Berlin oder per E-Mail an Magnus_Hirschfeld_Preis_2015@spd.de.
Mehr zum Thema:
» Schwusos Berlin
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Tags: magnus-hirschfeld-preis, spd, schwusos, berlin
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Reaktionen zu "Nominierungen für Magnus-Hirschfeld-Preis gesucht"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.02.2015
12:34:02


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


"Jedenfalls verdammt ein Homosexueller, der heiratet, eine gesunde Frau zur Sterilität oder zur Geburt geistesschwacher Kinder. Die gleichen Einwände können gegen Heiraten homosexueller Frauen gemacht werden, und es liegt im Interesse der Rassenpflege, solche Ehen zu verhindern"

Dies schrieb nicht Hitler oder Goebbels, sondern der deutschnational Rassenhygieniker und Sozialdarwinist Magnus Hirschfeld.
Neben der bis heute üblichen Genitalverstümmelung von Hermaphroditen betrieb der Ernst-Haeckel-Verehrer Kastrationsversuche zwecks Umpolung von Homosexuellen. Seinen Opfern ließ er die Hoden entfernen und (ohne Wissen über die medizinischen Probleme der Transplantationsmedizin) Hoden von Heterosexuellen, die aufgrund sexuell motivierter Straftaten ihrerseits kastriert worden waren, implantieren.
Dies sind nur einige der negativen und bestürzenden Aspekte in Hirschfelds Biographie. Eine kritische Auseinandersetzung mit Hirschfeld wäre schon lange angebracht und nicht Preise in seinem Namen zu verleihen. Leider sind Politiker des rechten Spektrums, wie die Initiatoren dieser Auszeichnung, nicht diskussionsfähig, wenn es sich um die verfälschten Lebensläufe ihrer quasi-religiösen, sakrosankten Idole handelt. Schlichte Dampfplauderer wie Praunheim, zementieren mit ihren frei erfundenen Quatsch, den sie ungeschickt als historisch korrekt verhökern, noch zusätzlich den bedauernswerten Stand der Dinge.


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#2
24.02.2015
14:17:25


(+3, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Defragmentierung


Interessant..

Woher stammen diese Informationen ?


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#3
24.02.2015
14:50:02
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von Salamander
Antwort zu Kommentar #1 von Defragmentierung


Woher hast du das? Hirschfeld wurde verfolgt. Das Hirschfeld-Institut war eine der ersten Einrichtungen, die von den Nazis nach der Machtergreifung gebrandmarkt und geschlossen wurden. Die Institutsplünderung 1933 durch Studenten der Hochschule war der medien-wirksam inszenierte Auftakt zur Bücherverbrennung durch die Nazis.


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#4
24.02.2015
14:52:24


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung
Antwort zu Kommentar #2 von TheDad


Danke für Dein Interesse.
Ich bin vor Jahren zufällig auf die verschwiegenen Teile in Hirschfelds Biographie gestoßen (bei einer Recherche über die Beteiligung der SPD an den Morden Liebknecht und Luxemburg). Zunächst einmal in Hirschfelds eigenen Schriften, desweiteren bei seinen Zeitgenossen Karl Heinrich Ulrichs und Max Hodann. Gegenwärtig bei Autoren der Zeitschrift "Konkret" und des Berliner Instituts für Faschismus-Forschung, bei Martin Dannecker oder auch bei Peter Kratz (hier ein Text online:
Link zu www.bifff-berlin.de

Die "Textsammlung zur kritischen Rezeption des Schaffens von Magnus Hirschfeld: Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit" herausgegeben von Andreas Seeck in der Reihe "Berliner Schriften zur Sexualwissenschaft und Sexualpolitik" Band 4, 2003, ist m. E. für Interessierte empfehlenswert.

Das von mir gesetzte Zitat wurde von Dannecker publiziert (Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen. Auswahl aus den Jahrgängen 1899-1923, Frankfurt a. M. 1983).


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#5
24.02.2015
15:01:05


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung
Antwort zu Kommentar #3 von Salamander


Ich bestreite mit keinem Wort, dass Hirschfeld verfolgt wurde. (Bitte keine Strohmänner werfen!)
Aber das ist nicht das ganze Bild. Selbst Nazis wurden von Nazis verfolgt, womit ich NICHT ausdrücken möchte, dass Hirschfeld ein Nazi war, nur, dass Verfolgung durch die NSDAP nicht bedeutete, dass der Verfolgte kein Faschist war. (Paradebeispiel hierfür ist Adenauer.)

Quellen gibt es viele, selbst Wikipedia erwähnt schon die Kritikpunkte mittlerweile.
Meine Quellen führe ich z. T. in meiner Antwort an TheDad auf.


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#6
24.02.2015
15:13:06


(+5, 5 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von Defragmentierung


hast du vielleicht eine hirschfeld-kritische quelle parat? ich würde mich gern mal näher informieren.


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#7
24.02.2015
15:17:06
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Salamander
Antwort zu Kommentar #1 von Defragmentierung


"Ich bestreite mit keinem Wort, dass Hirschfeld verfolgt wurde. (Bitte keine Strohmänner werfen!)"

Ne, das habe ich nicht so gemeint.
Das was ich schrieb, war nur das, was ich bisher über ihn politisch gesehen wusste und habe daher nach den Quellen gefragt.


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#8
24.02.2015
15:19:39


(+3, 3 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #4 von Defragmentierung


das bifff würde ich nicht als seriöse quelle einordnen. deren äußerst unqualifizierte und menschenverachtende hetze gegen BDSMler_innen ist mir bis heute in sehr unangenehmer erinnerung geblieben.


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#9
24.02.2015
15:29:00


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung
Antwort zu Kommentar #7 von Salamander


"Ne, das habe ich nicht so gemeint."

Oh, sorry! Ich entschuldige ich mich für meine Überempfindlichkeit.


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#10
24.02.2015
15:37:53


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung
Antwort zu Kommentar #8 von ursus


SUPER seriös ist bifff nicht, da gebe ich Dir recht.
Aber sicher seriöser als manch andere oft zitierte Quelle, wie Wikipedia oder SPON. Die reinen Fakten stimmen m.E.n. aber stets in den Artikel, Quellen werden immer genannt. Die Seriosität bleibt in dem päpstlicher als der Papst sein wollen manchmal etwas zurück.
Eine BDSM-Kritik von Bifff habe ich gerade nicht auf dem Schirm, aber ich könnte mir denken, es ging um die Erotisierung von Nazi-Chic oder so was?


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