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Berlin Der neue CDU-Generalsekretär Volker Kauder ist wegen eines Vergleich des geplanten Antidiskriminierungsgesetzes mit den NS-Rassengesetzen von SPD und Grünen heftig attackiert worden. Die Grünen sprachen am Dienstag von einem "Fehlstart" des neuen CDU- Generalsekretärs, dieser "missratene Vergleich" zeuge "von einer unerträglichen Geschichtsvergessenheit". Die SPD warf Kauder eine Verhöhnung der NS-Opfer vor und verlangte von Kauder eine Entschuldigung. Kauder hatte am Vortag vor dem Bundesausschuss der CDU den Gesetzentwurf scharf kritisiert und gesagt, früher hätten die einen darauf verwiesen, es komme auf die "richtige Rasse" an. Später in der DDR sei die "richtige Klasse" propagiert worden, dann sei es um die richtige Hautfarbe gegangen. "Und jetzt erleben wir: Es muss einer die korrekte politische Einstellung haben." Wenn das nicht helfe, werde ein Antidiskrimisierungsgesetz gemacht, zitieren Medien aus Kauders Rede. Mit dieser Kritik sei die Union "zu weit gegangen", sagten SPD- Fraktionsvize Nicolette Kressl und der SPD-Rechtspolitiker Olaf Scholz. "Erst eröffnet sie die so genannte Patriotismusdebatte, dann lädt die Junge Union den Ex-CDU-Abgeordneten und Rechtsaußen-Mann Martin Hohmann als Festredner ein und jetzt die Entgleisung des neuen Generalsekretärs." CDU-Parteichefin Angela Merkel müsse "aufpassen, dass nicht die Amokläufer mit ihren schrägen Nazi-Vergleichen in der Union die Oberhand gewinnen", kritisierte die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke. Der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer der Grünen, Volker Beck, sagte, wer das Gesetz so denunziere, sei ein "schlechter Demokrat". Kauder war erst am Montag von den Delegierten zum neuen CDU-Generalsekretär gewählt worden. (nb/pm)



#1 andyAnonym
#2 wolfAnonym
  • 25.01.2005, 16:34h
  • wir leiden seit jahren unter dem extremen mangel an kompetenten politikern in allen parteien, aber die cdu/csu setzt offensichlich auf verblödungsfaktor, fehlendes menschliches verständnis für zusammenhänge ist schon schlimm, aber dummheit und mangelnde bildung ist sträflich. merkwürdigerweise eines wissen sie alle, welche privilegien sie haben und wie sie schnell und unauffällig an gelder kommen für die sich fast nichts tun müssen.
    wie soll ein bürger noch wissen was er wählen soll ? es gibt schon fast kein kleineres übel mehr.
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#3 RalfAnonym
  • 25.01.2005, 18:02h
  • So lange die CDU es schafft, zum neuen Generalsekretär immer einen mann zu machen, dessen Anstand und Bildung noch geringer ist als die des Vorgängers, brauchen wir doch gar keine NPD.
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#4 MarkusAnonym
  • 25.01.2005, 21:28h
  • Das Interessanteste wird aber in den Artikeln immer weggelassen: Nach seiner Tirade hat Kauder ja gesagt, dieser ganzen unseligen Tradition stehe das christliche Weltbild, also das Weltbild der CDU, als positives Beispiel entgehen, denn es nehme jeden Menschen so an, wie er sei... Man schnappt nach Luft vor so viel Frechheit: "Pfui, die machen ein Antidiskriminierungsgesetz, das soll (beispielsweise) Schwulenhasser zwingen, mit ihren Ressentiments hinterm Berg zu halten - mit uns gäb's sowas nicht, bei uns Christen darf jeder (= jeder Schwulenhasser, Rassist, Frauenfeind etc.) so bleiben wie er ist!" Diese Partei will, daß Schwule und Lesben sich von ihrer perversen Neigung "heilen" lassen, aber der rassistische Spießbürger, der soll seine Haßtiraden auch zukünftig äußern dürfen. Und das nennt sich dann "Christliches Weltbild". Treffender hätte es kein Linker formulieren können!
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#5 DanielAnonym
  • 25.01.2005, 22:26h
  • Kauderwelsch

    Es war ein Einstand nach Maß. Volker Kauder, der neue Generalsekretär der CDU riß sich gleich zu Anfang die Maske vom Gesicht. Mit unglaublichen Worten, die bei den Angesprochenen wohl markig klingen sollten, machte Kauder aus Menschen die andere aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder gleichgeschlechtlichen Liebe diskriminieren die Diskriminierten.

    Gezielt sprach der neue Generalsekretär der Christdemokraten das dumpfig braune Weltbild des Stammtisches an. Mit seinem Kauderwelsch gab er den Gedanken der ewig zu kurz gekommenen Kleinbürger an. In wie weit der Unwille eine Frau, einen dunkelhäutigen Menschen, eine Lesbe oder einen Schwulen einzustellen oder ihnen eine Wohnung zu vermieten Ausdruck einer politischen Einstellung sein soll verschwieg Kauder wissentlich.

    Welche politische Einstellung da „diskriminiert“ wird sagte Kauder auch nicht laut. Er machte sich einfach zum Anwalt der ganz Rechten. Wer sich in solcher Art und Weise gegen ein Gesetz stellt, daß den Artikel 3 unseres Grundgesetzes umsetzt, der zeigt wie fern er unserer Verfassung steht und welches Ungeistes Kind er ist.

    Traurig aber wahr ist, daß die CDU Menschen mit solcher Einstellung heute nicht mehr, wenn auch unter Druck, entläßt, sondern sie gleich zum Generalsekretär macht. Insofern hat Kauder nicht nur sich, sondern seine ganze Partei entlarvt.
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