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Tzipi Livni mischt seit Jahren in der israelischen Politik mit und war bereits wiederholt Ministerin in wechselnden Koalitionsregierungen.

Die israelische Spitzenpolitikerin Tzipi Livni hat am Samstag während einer Homo-Party in Tel Aviv für ihr Parteienbündnis geworben.

Livni, die von 2006 bis 2009 israelische Außenministerin war, ist die Vorsitzende der liberalen Partei Hatnuah, die bei den Wahlen am 17. März in einem Block mit der sozialdemokratischen Arbeitspartei antritt. Sollte das Bündnis die nächste Regierung anführen, ist vereinbart, dass Livni und Arbeitspartei-Chef Jitzchak Herzog im Wechsel das Amt des Premierministers übernehmen werden.

Bei ihrem Auftritt bei der Party "Dreck" im Tanzclub Oman 17 sagte Livni, sie werde sich dafür einsetzen, dass Schwule und Lesben in Israel heiraten dürfen. Es gebe bei einem Wahlsieg die Chance, "die Zeit der Dunkelheit, des Rassismus und der Diskriminierung zu beenden und eine Zeit des Lichts, der Liebe und der Gleichbehandlung zu beginnen". Livni wirbt bereits seit 2013 im Parlament für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht.

In Israel sind derzeit nur religiöse Eheschließungen möglich. Dadurch haben homosexuelle Paare, Paare mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit oder Nichtgläubige praktisch keine Chance, im Land eine Ehe zu schließen. Im Ausland geschlossene Ehen werden dagegen anerkannt, seit 2006 auch gleichgeschlechtliche Ehen.

Umfragen zufolge liefern sich das liberal-sozialdemokratische Parteienbündnis und der regierende Likud-Block mit je 25 Prozent der Stimmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für eine Regierungsbildung sind in Israel stets Koalitionen notwendig. (dk)

Youtube | Der Wahlkampfauftritt von Tzipi Livni am Samstag


#1 PelayoProfil
  • 23.02.2015, 17:38hBerlin
  • Ein weiteres Beispiel dafür, dass Israel das schwulenpolitisch liberalste Land des Nahen Ostens ist.
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#2 wiking77
  • 23.02.2015, 18:04h
  • Antwort auf #1 von Pelayo
  • da Stimme ich Dir zu! In anderen Ländern dieser Region wäre das unvorstellbar, ebenso wie ein CSD, wie er in Jerusalem stattfindet. Ich bin froh, dass es im Nahen Osten wenigsten ein Land gibt, das kultiviert, zivilisiert und liberal ist, nämlich Israel. Nicht, dass die nicht auch ihre Probleme hätten mit den orthodoxen und ultraorthodoxen Religiösen, aber die lebensfreudige und lebenshungrige israelische Jugend macht das wieder wett, was ein paar Fanatiker ändern wollen. Ganz im Gegenzug zu vielen Nachbarländer, wo die Jugend religiös zugenagelt und verhetzt ist.
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#3 goddamn liberalAnonym
#4 hugo1970Profil
  • 23.02.2015, 18:11hPyrbaum
  • "Es gebe bei einem Wahlsieg die Chance, "die Zeit der Dunkelheit, des Rassismus und der Diskriminierung zu beenden und eine Zeit des Lichts, der Liebe und der Gleichbehandlung zu beginnen".

    Sehr schön, aber! Wie kann man von Liebe, beendigung von Rassismus und Diskrimierung reden, wenn man in einem anderen Land besatzer ist?
    Komm mir keiner jetzt und mich als antisemiten hinzustellen.
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#5 TimonAnonym
#6 ursus
  • 24.02.2015, 13:03h
  • Antwort auf #2 von wiking77
  • wie man ein land als liberal bezeichnen kann, in dem nur gläubige jued*innen einander heiraten dürfen, während alle anderen (also auch nicht religiöse jued*innen) dafür ins ausland gondeln müssen, leuchtet mir jetzt nicht ganz ein. da wird eine geradezu absurde vermischung von religion und staat deutlich, die das genaue gegenteil von liberalität bezeugt.
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#7 wiking77
  • 24.02.2015, 13:44h
  • Antwort auf #6 von ursus
  • aber immerhin es besteht die Möglichkeit das im Ausland zu tun. In Ländern der Region ist das überhaupt nicht möglich. Wenn in Riad eine saudische Staatsbürgerin einen Israeli heiratet will, wird man hier was "erzählen".

    Israel mag zwar in punkto Demokratie nicht hunder Prozent westeuropäischen Standarts genügen, aber Israel ist im Nahen Osten ein Leuchtturm der Demokratie.
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#9 ursus
  • 24.02.2015, 15:36h
  • Antwort auf #7 von wiking77
  • ich messe israel (wie jedes andere land auch) an menschenrechtlichen standards und nicht daran, ob umliegende staaten NOCH ungerechter handeln. ein unrecht wird nie dadurch relativiert, dass es anderswo noch ungerechter zugeht.
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#10 userer
  • 24.02.2015, 19:16h
  • Antwort auf #9 von ursus
  • Israel erkennt im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen zu 100 % an und gewährt das Adoptionsrecht ebenso wie sämtliche andere rechtliche Privilegien.

    Davon kann Deutschland noch jede Menge lernen!
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