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  • 24.02.2015           28      Teilen:   |

Randy Berry

USA ernennen Sonderbotschafter für LGBT-Rechte

Artikelbild
Randy Berry kämpft in Zukunft für die weltweite Gleichbehandlung von LGBT (Bild: US Department of State)

Erstmals setzt sich mit Randy Berry ein amerikanischer Diplomat in aller Welt ausschließlich für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen ein.

Das amerikanische Außenministerium hat am Montag mit dem schwulen Diplomaten Randy Berry erstmals einen Sondergesandten für LGBT-Rechte ernannt. Mit dem neuen Posten will die USA ihren Kampf gegen Gewalt und Diskriminierung gegen LGBT im Ausland intensivieren.

Berry ist im Augenblick US-Generalkonsul in den Niederlanden. Er hatte zuvor bei amerikanischen Auslandsvertretungen in Bangladesch, Ägypten, Uganda und Südafrika gearbeitet und spricht fließend Spanisch und Arabisch.

"Es gehört zu den zentralen Anliegen in unserem weltweiten Einsatz für Menschenrechte, die Rechte von LGBT zu verteidigen und zu fördern", erklärte Außenminister John Kerry in einer Pressemitteilung. Es sei eine Priorität der Außenpolitik der Vereinigten Staaten, die Verbote von gleichgeschlechtlichen Kontakten in mehr als 75 Ländern zu beenden. "Der Kampf ist noch nicht gewonnen, aber es ist jetzt nicht die Zeit, den Mut zu verlieren", so Kerry weiter.

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Die Vereinigten Staaten setzen sich erst seit dem Amtsantritt von Barack Obama im Jahr 2009 außenpolitisch vermehrt für LGBT-Rechte ein. 2011 erklärte das Weiße Haus in einem Memorandum etwa, dass der Kampf gegen die Diskriminierung von LGBT in aller Welt eine zentralen Stellung in der amerikanischen Diplomatie einnehmen solle (queer.de berichtete).

Noch unter George W. Bush hatten die USA bei den Vereinten Nationen bei "moralischen" Fragen wie Homosexualität und Abtreibung konservativ abgestimmt. Bis 2003 war gleichgeschlechtliche Liebe in Teilen des Landes noch verboten, bis der Supreme Court diese regionalen Gesetze kippte. Zwar war es zuletzt kaum mehr zu Verurteilungen wegen Homosexualität gekommen, allerdings wurden diese Gesetze beispielsweise beim Streit um das Sorgerecht für Kinder genutzt, um Homosexuelle zu benachteiligen. (dk)

 Update  12:55 Uhr: Johannes Kahrs begrüßt Schritt der USA, kritisiert Union
Johannes Kahrs, der Sprecher für Schwulen- und Lesbenpolitik in der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Ernennung des Sonderbotschafters am Dienstagmittag begrüßt. "Die USA machen damit einmal mehr und deutlich wie nie klar, dass LGBT-Rechte nicht nur im eigenen Land höchste Priorität genießen, sondern auch Mittelpunkt der Außenpolitik werden", erklärte Kahrs.

Gleichzeitig kritisierte er den eigenen Koalitionspartner: "Man erinnere sich nur daran, dass die Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Fraktion, Erika Steinbach, zu Problemen von queeren Menschen in Verfolgerländern eisern schweigt, sich dafür aber gerne und immer wieder mit an Homophobie grenzenden Kommentaren zu den Bemühungen um eine vollständige Gleichstellung hierzulande zu Wort meldet", so Kahrs. Er bemängelte auch das Engagement von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), von dem bezüglich der LGBT-Verfolgung in afrikanischen Staaten "herzlich wenig zu vernehmen" sei.

Ein nachträgliches Lob hatte er statt dessen für einen FDP-Politiker übrig: "Fast wünscht man sich die Zeiten von Dirk Niebel zurück, der immerhin einige Maßnahmen gegen homophobe Gesetzgebungen in solchen Ländern in die Wege leitete!", so Kahrs weiter.

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Tags: usa, randy berry, john kerry
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Reaktionen zu "USA ernennen Sonderbotschafter für LGBT-Rechte"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.02.2015
11:38:57


(+12, 12 Votes)

Von goddamn liberal


Tja.

Wer hätte das noch vor einigen Jahren jemals erwartet?

Das ist sehr beruhigend.

Der Mann wird auch bei uns viel zu tun haben.

Denn: Katherina Reiche ist immer noch Staatssekretärin.

Und Enkelinnen von NS-Kriegsverbrechern treten politisch in deren Fußstapfen.


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#2
24.02.2015
11:41:40


(+8, 10 Votes)

Von Patroklos
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Er hat viel Arbeit vor sich - sowohl international als auch national. Jeder Staat sollte diesem Beispiel folgen und ebenfalls ein solches Amt einrichten!


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#3
24.02.2015
12:11:10


(-2, 10 Votes)

Von Markus44


Es ist gut, das Barack Obama seit Jahren Präsident in den USA ist.

" Es sei eine Priorität der Außenpolitik der Vereinigten Staaten, die Verbote von gleichgeschlechtlichen Kontakten in mehr als 75 Ländern zu beenden. "

In der Tat das hat Priorität weltweit. Gerade in vielen afrikanischen Ländern sowie eine Reihe asiatischer Länder im Süden des Kontinents sowie auf einigen pazifisichen und karibischen Inselstaaten stehen homosexuelle Handlungen leider immer noch unter Strafe.

Zuletzt hatten in den vergangenen Jahren afrikanische Atlantikinselstaaten wie die Komoren und Sao Thomé und Principe eine Legalisierung homosexueller Handlungen im Strafgesetzbuch ihrer Länder durchgesetzt.

Es wäre sehr wünschenswert, wenn Herr Randy Berry einige weitere Staaten dazu bewegen könnte, homosexuelle Handlungen zu legalisieren.


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#4
24.02.2015
12:38:37


(+5, 5 Votes)

Von XDAS


Das ist eine gute Maßnahme. Aber letztendlich bringen Fakten und Argumente bei Homohassern nicht viel, weil ihre Ablehnung völlig irrational ist und sie in ihren Wahn abgedriftet sind.

Das einzige, was bei solchen Leuten was bringt, sind Sanktionen! Echte, spürbare Sanktionen!

Es zeigt sich immer wieder, dass nur Sanktionen wirklich etwas verändern und noch dazu sehr schnell.

Deswegen ist so ein "Homo-Botschafter" zwar gut gemeint und auch ein deutliches Zeichen. Aber wirklich etwas ändern können nur Sanktionen.


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#5
24.02.2015
13:13:47


(+8, 8 Votes)

Von stephan
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"Johannes Kahrs, der Sprecher für Schwulen- und Lesbenpolitik in der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Ernennung des Sonderbotschafters begrüßt. "Die USA machen damit einmal mehr und deutlich wie nie klar, dass LGBT-Rechte nicht nur im eigenen Land höchste Priorität genießen, sondern auch Mittelpunkt der Außenpolitik werden", erklärte Kahrs. "

Ach ja?

Bisher war ich davon ausgegangen, dass die SPD an der Bundesregierung beteiligt sei und auch ihre Herzblutthemen durchbringen könne ... aber es handelt sich ja bloß um LGBTs. Da reicht es, wenn man ab und zu jemanden vor die Tür schickt und erklären lässt, wie leid es einem täte, dass mit der Union leider nicht mehr drin sei ...

Nein das reicht nicht, liebe SPD!!!


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#6
24.02.2015
13:15:47


(-4, 10 Votes)

Von Markus44


Das soll ja wohl ein "schlechter Witz" sein, das sich ausgerechnet Herr Kahrs von der SPD zu Wort meldet.

Der soll erstmal dafür Sorge tragen, das die abschliessende Diskriminierung der Lebenspartnerschaften, so wie im Koalitionsvertrag vereinbart, von der SPD-mitgeführten Bundesregierung umgesetzt wird.

Diesen Donnerstag, Herr Kahrs, gibt es dazu im Bundestag den Gesetzentwurf der Grünen und da bin ich dann gespannt, was die die SPD-Redner dort veranstalten werden.

Glaubwürdigkeit, Herr Kahrs, ist nur für die SPD zu bekommen, wenn sie ihre eigenen Wahlversprechen auch einhält.

Wenn aber nicht einmal diesen Donnerstag der Gesetzentwurf der Grünen Zustimmung von der SPD bekommen sollte, dann war es das mit der Glaubwürdigkeit der SPD in LGBT-Themen.

Diesen Donnerstag ist Showdown im Bundestag und es wird sich dort in der EINSTÜNDIGEN Debatte zeigen, was die SPD leistet bzw. nicht leistet.


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#7
24.02.2015
14:10:59


(-1, 9 Votes)

Von wiking77
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mein Vorschlag: das Amt von Frau Erika Steinbach bzw. jetzt Fabricius auflösen und den Bund der Vertriebenen zerschlagen (diese Berufsvertriebenen kosten dem Steuerzahler Millionen pro Jahr) und statt dessen Institutionen schaffen, die Rechte von Schwulen und Lesben wirksam verteidigen und schützen


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#8
24.02.2015
14:33:51


(+4, 10 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


""Das soll ja wohl ein "schlechter Witz" sein, das sich ausgerechnet Herr Kahrs von der SPD zu Wort meldet.""..

Wieso ?
Hat die UNION etwa einen LGBTTIQ-Politischen Sprecher in ihrer Regierungsmannschaft ?

Hat man von denen dazu schon irgendwo eine entsprechende Äußerung gehört ?


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#9
24.02.2015
14:35:42


(+3, 7 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #7 von wiking77


Ein witziger Vorschlag..

Aber da könntest Du genauso gut vorschlagen die Autobahnen abzuschaffen..


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#10
24.02.2015
14:54:44


(-7, 11 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #8 von TheDad


@SozialdemokratenDad
"Wieso ?
Hat die UNION etwa einen LGBTTIQ-Politischen Sprecher in ihrer Regierungsmannschaft ?"

Wer redet denn hier von der CDU ? Wie du wissen solltest, werbe ich für FDP (rechtsliberal) und Grüne (linksliberal) als die beiden Parteien des Liberalismus und der Verteidiger Freiheit des einzelnen Bügers in Deutschland.

IMMER wieder kommst du mit demselben "Trick" und LENKST vom Versagen deiner Verräterpartei der SPD ab, indem Du auf der CDU "rumhackst".

DU und dein sozialdemokratisches Pack sollten sich schämen, das sie in Regierungsverantwortung SÄMTLICHE WAHLVERSPRECHEN aus dem Wahlkampf gebrochen haben (Eheöffnung, Rehabilitierung der nach 1949 verurteilten Bürger, Reform des AGG) und es nicht einmal schaffen, die im Koalitionsvertrag versprochene Beendigung der gesetzlichen Diskriminierungen bei den Lebenspartnerschaften zu beenden. Das wäre das MINDESTE gewesen, was die SPD nun in Regierungsverantwortung umsetzten könnte.

Am Donnerstag werde ich DIR hier die Parlamentssitzung und einstündige Debatte "um die Ohren hauen", da kannst Du als Wähler deiner Verräterpartei mit rechnen.


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