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Im wirtschaftlich gebeutelten Griechenland ist der Hass auf Minderheiten gesellschaftsfähig (Bild: Gareth Rushgrove / flickr / by-sa 2.0)

Der Europarat kritisiert den Umgang Griechenlands mit Einwanderern und LGBT. Die Regierung in Athen weist die Vorwürfe zurück.

In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht (PDF) hat sich die Europarats-Kommission gegen Rassismus und Intoleranz besorgt über die Lage von Minderheiten in Griechenland geäußert. Besonders kritisiert wird die Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gegen Einwanderer, die trotz einiger gesetzlicher Verbesserungen "besorgniserregende Ausmaße" angenommen habe. Aber auch die "alltägliche Diskriminierung" von Homosexuellen wird bemängelt.

Laut dem Bericht gebe es in Griechenland derzeit keine "effektive Vorgehensweise für den Schutz von LGBT-Menschen gegen Diskriminierung". Insbesondere werde nicht gegen "negative Klischees und Vorurteile" vorgegangen, die in der griechischen Bevölkerung weit verbreitet seien. "Ein Grund für tiefe Besorgnis ist die Homo- und Transphobie von Mitarbeitern in Bildungseinrichtungen", heißt es in dem Bericht.

Dabei beziehen sich die Autoren auf Zahlen der EU-Agentur für Grundrechte, die 2012 in einer Studie aufgezeigt hat, dass ein Viertel der schwulen und lesbischen Arbeitnehmer angibt, diskriminiert zu werden. Der Europarat empfiehlt deshalb der griechischen Regierung, eine nationale Initiative gegen Homo- und Transphobie zu starten.

Polizei nimmt Opfern von Hassverbrechen 100 Euro ab

Auch die Polizei wird scharf kritisiert. So würden Beamten "laufend Transsexuelle schikanieren". Trans-Frauen würden auf der Straße angehalten und erhielten nur wegen ihres Aussehens eine Geldstrafe wegen versuchter Prostitution. Der Europarat bemängelt auch die illegale Praxis der Polizei, von Opfern von Hassverbrechen gelegentlich eine Gebühr in Höhe von 100 Euro zu verlangen, um eine Anzeige aufzunehmen.

Die Lage habe sich verschlechtert, seit die Neonazi-Partei "Goldene Morgenröte" den Hass auf Minderheiten populärer gemacht habe. Zudem trage die Orthodoxe Kirche zur Homosexuellenfeindlichkeit bei. Insbesondere kritisierte der Bericht den Seraphim, den Bischof von Piräus, wegen seiner homophoben Äußerungen. Er hatte angedroht, jeden Parlamentarier zu exkommunizieren, der für ein Gesetz stimmt, das Homosexuellen Eingetragene Partnerschaften erlaubt.

Die griechische Regierung hat die Vorwürfe des Europarats nach Angaben von AFP sofort zurückgewiesen. Sie argumentierte, dass die gesamte Führung des Landes und fast alle politischen Parteien gegen Gewalt seien. Allerdings ist gegenwärtig mit den "Unabhängigen Griechen" (ANEL) eine rechtspopulistische Partei als Juniorpartner in Regierungsverantwortung. Die Partei verfolgt nach Angaben des Politikwissenschaftlers Roman Gerodimos "ausländerfeindliche, homophobe und eine gegen Einwanderer gerichtete Politik". Sie arbeitet mit der linkspopulistischen Syriza-Partei von Ministerpräsident Alexis Tsipras zusammen, die in der Vergangenheit die Gleichstellung von Homosexuellen befürwortet hatte. (dk)



#1 GeorgGAnonym
  • 24.02.2015, 15:08h
  • Geben wir doch einfach noch einmal 100 Milliarden an die Griechen. Dann werden sie vielleicht etwas freundlicher zu den Schwulen.
    Wir haben's ja....
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
#3 jothakaAnonym
  • 24.02.2015, 15:16h
  • Schön das die _neue_ Regierung in Griechenland soviel Zeit bekommen hat, den Dreck ihrer Vorgänger wegzuräumen.
    Es macht Hoffnung, das auf diejenigen eingedroschen wird, die jetzt versuchen den Flüchtlingen schnellstmöglich zu helfen,
    mehr Rechte für nichtheterosexuelle Partnerschaften zu setzen.

    Es macht Hoffnung das sie dies tun obwohl ihnen ein deutscher Rollstuhlfahrer die Kehle zudrückt.

    Hoffnung das sich der Europarat auch um Polen, Ungarn Deutschland kümmert?
    Ach nee tut er ja nicht.
    Bewundernswert was der Europarat so alles leistet-
    Ich hoffe das Polen und Ungarn ähnlich viel Zeit bekommen haben werden.
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#4 unterdrückterAnonym
  • 24.02.2015, 15:21h
  • Hoffentlich werden den Griechen alle Hilfsgelder gestrichen.

    Vielleicht bringt sie das zum Nachdenken.
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#5 -hw-Anonym
#7 Patroklos
#8 negative votesAnonym
  • 24.02.2015, 15:34h
  • auf einer homosexuellen seite sich nun für griechenland einzusetzen, weil die anderen "linken" das auch tun ist dämlicher kadavergehorsam!

    lasst diese penner verrecken, sie sind schließlich gegen uns. jeder queer.de leser der jetzt noch für griechenland ist handelt gegen seine eigenen intressen!!!!
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#9 TheDad
  • 24.02.2015, 15:36h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • ""Geben wir doch einfach noch einmal 100 Milliarden an die Griechen.""..

    WIR haben den Griechen gar keine 100 Milliarden gegeben !

    Das war der EWF und die EZB..
    Aber das Geld ging gar nicht an "die Griechen", sondern an die Banken und die Gläubiger im Ausland, u.a. die Deutsche Bank..

    Auch jetzt werden "die Griechen" wieder kein Geld erhalten..

    Die neue Regierung in Griechenland hat angeregt den Haushaltsüberschuß, den sie erwirtschaftet haben an die Bevölkerung zu geben, und hier vor allem an die Rentner und Arbeitslosen..

    Wie man das in Europa zu "Wahl-Versprechen" und "Geschenken" umdeuten kann, erschließt sich wohl nur solchen Leuten, die keine Steuern bezahlen..

    Die ausstehende Auszahlung der EZB an Griechenland wurde übrigens von der EZB durch den Verkauf Griechischer Staatsanleihen an neue Gläubiger erwirtschaftet..

    Nicht ein einziger Cent kommt hier von den anderen Staaten des Euro-Raumes als Kredit..

    Es sei denn diese Staaten haben diese Staatsanleihen von der EZB gekauft, für die sie bei einer Laufzeit von 10 Jahren und im Mittel 6 % Zinsen in dieser Laufzeit für jede Milliarde alleine 60 Millionen Zinsen pro Jahr, also insgesamt 600 Millionen Euro Zinsen erhalten..

    Und danach hat Griechenland diese Milliarde immer noch als Schulden auf dem Konto..
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#10 lindenstrasseAnonym