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Kasachstan tritt in Russlands Fußstapfen

Der Senat von Kasachstan hat am Mittwoch ein Gesetz gegen "Propaganda" für "nicht-traditionelle sexuelle Orientierungen" nach russischem Vorbild beschlossen.

Das Gesetz ist bereits seit mehreren Jahren geplant worden und laut dem kasachischen Nachrichtenportal "Tengrinews" äußerst populär. Demnach wird nicht nur die Darstellung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen in der kasachischen Öffentlichkeit untersagt, auch Informationen zu Gewalt, Selbstmord und Pornografie dürfen nicht mehr verbreitet werden, um Kinder und Jugendliche zu schützen.

Der Abgeordnete Aldan Smajil erklärte im Vorfeld der Verabschiedung: "Diese Informationen werden von denjenigen verbreitet, die das Konzept der Freiheit falsch einschätzen." Smajil weiter: "Diese Leute nutzen die Freiheit nicht, um die Gesellschaft zu verbessern, sondern für ihre eigenen egoistischen Interessen und manchmal für kriminelle Aktivitäten. Es ist unsere Pflicht, die Kinder vor diesen schädlichen Informationen zu schützen."

Das 18 Millionen Einwohner zählende Kasachstan arbeitet eng mit Russland zusammen. So gehört das autoritär regierte Land neben dem großen Nachbarn und Weißrussland zu den Gründungsmitgliedern der Eurasische Wirtschaftsunion, die in Konkurrenz zur Europäischen Union aufgebaut wird.

Am Freitag forderte der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) die Bundesregierung auf, diplomatisch gegen das Gesetz vorzugehen, weil es "eine menschenrechtliche Katastrophe" sei. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 27.02.2015, 20:07h
  • Das sind halt diese Russland-hörigen Staaten, die ihr Vorbild kopieren wollen.

    Schlimm, was dort abgeht...
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#2 XDASAnonym
  • 27.02.2015, 20:08h
  • "Am Freitag forderte der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) die Bundesregierung auf, diplomatisch gegen das Gesetz vorzugehen"

    Da werden die Grünen wohl wieder mal auf taube Ohren stoßen.

    Auch da werden CDU, CSU und SPD wieder mal tatenlos zusehen...
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#3 Robby69
#4 Ulan BatorAnonym
#5 Post Putin AeraAnonym
#6 hugo1970Profil
  • 28.02.2015, 09:57hPyrbaum
  • "Der Abgeordnete Aldan Smajil erklärte im Vorfeld der Verabschiedung: "Diese Informationen werden von denjenigen verbreitet, die das Konzept der Freiheit falsch einschätzen." Smajil weiter: "Diese Leute nutzen die Freiheit nicht, um die Gesellschaft zu verbessern, sondern für ihre eigenen egoistischen Interessen und manchmal für kriminelle Aktivitäten. Es ist unsere Pflicht, die Kinder vor diesen schädlichen Informationen zu schützen."

    Das kann doch nicht sein, das immer die unterdrücker von Einschränkungen reden, die eigentlichen Banditen sind. Ich könnt immer wieder an die Decke gehen, wenn ich von sollchen Leuten erfahren muß.
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#7 hugo1970Profil
  • 28.02.2015, 09:58hPyrbaum
  • "Am Freitag forderte der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) die Bundesregierung auf, diplomatisch gegen das Gesetz vorzugehen, weil es "eine menschenrechtliche Katastrophe" sei."

    Ach unsere Bundesregierung, was in einem tiefen Winterschlaf ist und nicht so schnell aufwachen wird.
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#8 hugo1970Profil
  • 28.02.2015, 10:02hPyrbaum
  • Antwort auf #4 von Ulan Bator
  • Was für andere?
    Volker Beck ist einer der wenigen Politiker was aktiv für LGBTI's im Innland und Ausland tut.
    Und wenn ich dann, hier in der Community lesen muß, wie man Volker Beck verunglimpft, dann packt mich der blanke Haß gegen diese Personen.
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#10 hugo1970Profil