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Für ihr "anständiges Dauereinkommen"

Dresden: Drag Queen will Oberbürgermeisterin werden

Die 19-jährige Lara Liqueur geht für "Die Partei" ins Rennen.



"Meine Lieben, es ist so weit", schrieb Lara Liqueur heute Nachmittag auf Facebook, "ich darf die große Überraschung endlich ankündigen". Die Überraschung: Die 19-jährige Drag Queen tritt zur OB-Wahl in Dresden an.

Das beliebte Szene-Sternchen, in Dresden geboren und aufgewachsen, hatte sich bereits mit einem Youtube-Kanal und DJane-Auftritten in der Boys Bar einen Namen gemacht. Nun zieht sie für "Die Partei" – und mit einem gewaltigen Programm – in den Wahlkampf.



Die benötigten 240 Unterschriften dürften kaum ein Problem sein. Ein genaues Acht-Punkte Programm unter dem Namen "10 Gründe die Partei zu wählen" soll bald veröffentlicht werden, berichtet die "Bild". Die Kampagne steht unter einem guten Stern: Die Wahl findet, zumindest in der ersten Runde, am 7. Juni statt – genau zum Dresdner CSD-Wochenende.

Dort war im letzten Jahr die bisherige Amtsinhaberin Helma Orosz (CDU) mit dem Toleranzpreis ausgezeichnet worden. Die 61-Jährige hatte im letzten Herbst angekündigt, an diesem Freitag aus gesundheitlichen Gründen zurückzutreten.



#1 GregusAnonym
  • 27.02.2015, 21:54h

  • Aha. Und die politischen Standpunkte? Konkrete Vorhaben?
    Oder reicht es Frau zu spielen, um politisch auf sich aufmerksam zu machen?
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#2 BacksteinAnonym
#3 HBausBProfil
  • 28.02.2015, 05:02hBerlin
  • Politische Standpunkte und konkrete Vorhaben sind erstmal irrelevant, weil in Dresden JEDES Sichtbar- Machen für Vielfalt und gegen Pegida ein absolutes MUSS ist!

    Klar ist die "Partei" eine Spaßpartei, aber was jeglicher Minderheit blüht bei dieser bräunlichen Brühe, deren giftige Dämpfe in dieser eigentlich schönen Stadt immer wieder empor steigen, sollte jeder/m mit gesundem Menschenverstand Gesegneten doch klar sein... da MUSS man Leute wie Lara doch nur unterstützen!

    Viel Glück Lara Liqueur!
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#4 Robby69
#5 wiking77
  • 02.03.2015, 09:42h
  • ich glaube kaum, dass in einer PEGIDA-Stadt wie Dresden eine Drag Queen Oberbürgermeister/in werden kann. Das ist schade, es würde den grauen Osten bunter machen!
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#6 Robby69
  • 02.03.2015, 18:00h
  • Antwort auf #5 von wiking77
  • Und warum nicht?!
    Es gibt schließlich nicht "nur" rechtsfaschistische Idioten in Dresden, sondern auch viele Menschen, die noch "normal" ticken.

    Wenn Du die Informationen in Bezug auf Pegida & Co. verfolgt hast, dann hast Du sicher auch mitbekommen, dass es einen regelrechten "Demo-Tourismus" bei diesen Hetz-Demos gibt. Das heißt im Klartext: Nicht alle, die in Dresden bei der faschistischen Pegida-Demo "marschieren" sind auch aus Dresden.
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#7 giliattAnonym
  • 02.03.2015, 21:38h
  • Wie sagte vor 400 Jahren William Shakespeare? "Ein jeder Mensch hat Neigung und Beruf..."

    Drag Queen ist eine Berufsbezeichnung. Der Beruf eines Bewerbers ist kein Ablehnungsgrund, wie auch dessen Neigung. Erfreulich ist, dass wir in Deutschland viele schwule oder lesbische Amtsinhaber/innen haben. Transsexuelle fehlen noch im Spektrum. Doch von dem Fräulein Lara Likör weiß man diesbezüglich nix. Mit 19 ist dat Göhr, dat eine Verarschung gestartet hat, wohl auch noch zu jung für die Oberbürgermeisterstelle.

    Es handelt sich also um eine Wahl-Lustigkeit. Lustig und neu ist die nicht, denn es gab Ähnliches beispielsweise bei den ersten demokratischen Wahlen der DDR. Als die Rostocker Biertrinker-Partei kandidierte. Als unfreiwillig komisch erwies sich die Kandidatur des aus den Mülltüten der Nationalen Front der DDR hervorgezauberten Mandatsträgers Demokratischer Frauenbund Deutschlands DFD. Deren Wahlplakate hatten Scherzbolde mit Edding überschrieben: "Achtung! Lesben bilden Banden!"

    Die bundesrepublikanische Politszene ist ein Kasperle-Theater. Deutlicher erkennt man dies, wenn man, wie ich, die Hälfte des Jahres in Nordafrika verbringt und kopfschüttelnd feststellt, dass es den Politikern um Personalien, Persönliches und Machterhalt geht, nicht aber um das Wohl des Landes und seiner Bürger.

    Bezüglich PERGIDA - absurder Name - hat die regierende Gurkentruppe völlig versagt. Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes.Patriotisch (patria=Vaterland) und dann Europäer. Schon ein Widerspruch in sich. Und die sind dann gegen eine Islamisierung, obwohl der Islam in etlichen ihrer europäischen Vaterländer historisch bedingt bereis stark vertreten ist. So ein Käse! Und diesen Blödlingen rennen auch noch Demonstrationstouristen und "Wutbürger" hinterher und lecken damit den rechtsorientierten Gruppierungen die Stiefel.

    Oh nein, wir brauchen keine Spaß-Kandidaten a la Lara Liqueur. Zwingend nötig ist es, die Wahlbeteiligung zu heben.
    Die bewusste Teilnahme an der Demokratie.
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#8 David77Anonym
  • 02.03.2015, 22:45h
  • Antwort auf #1 von Gregus
  • Komisch, diese Fragen stelle ich mir bei homophoben Politikern auch... reicht es nur, einen homophoben dummen Spruch abzulassen, um von der Hinterbank im Bundes- oder Landtag auf sich aufmerksam zu machen, wenn man sonst keine politischen Standpunkte oder konkrete Vorhaben hat?
    Oder nur auf seine Religion zu verweisen "weil es so in der Bibel steht", anstatt selber mal nachzudenken?
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