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Ein Vertriebsverbot von Poppers sei kein Verstoß gegen die EU-Warenverkehrsfreiheit, urteilten die Richter

Die bei manchen schwulen Männern beliebte Schnüffeldroge Poppers darf in der Alpenrepublik nicht mehr beworben und vertrieben werden. Nach einem Bericht der Wiener Tageszeitung "Die Presse" bestätigte jetzt der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) eine entsprechende Entscheidung des Bundesamts für Sicherheit und Gesundheitswesen.

Das Amt habe Poppers richtigerweise als Arzneimittel eingestuft, wiesen die Richter die Beschwerde eines Onlineversands zurück. Denn das Rauschmittel sei dazu gedacht, Körperfunktionen und seelische Zustände zu beeinflussen. Das Arzneimittelgesetz verbiete es, Mittel in Verkehr zu bringen, "bei denen es nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und nach den praktischen Erfahrungen nicht als gesichert erscheint, dass sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine schädliche Wirkung haben, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgeht".

Der Verwaltungsgerichtshof konnte zudem nicht erkennen, warum mit dem Vertriebsverbot die EU-Warenverkehrsfreiheit verletzt sein sollte – schon deshalb nicht, weil der Kläger im Laufe des Verfahrens kein EU-Land nennen konnte, das den Vertrieb erlaubt.

Bei Poppers handelt es sich um eine Mischung aus Substanzen, die schmerzlindernd und euphorisierend wirken. Weil sie Muskeln entspannen, wird Poppers gerne beim Anal-Sex eingesetzt. Es gilt als lebensgefährlich, wenn Poppers mit Viagra eingenommen wird, da beide Substanzen den Blutdruck senken und eine kombinierte Anwendung tödlich enden kann. Auch die Einnahme in Verbindung mit Medikamenten und Drogen erhöht die Gefahr für das Herzkreislaufsystem.

In Deutschland gilt Poppers als verschreibungspflichtiges Medikament (es wurde früher gegen Herzbeschwerden angewandt). Der Besitz ist damit legal, das Mittel darf allerdings nicht verkauft werden. Immer wieder gibt es aber Razzien in Sex-Shops, die sich nicht an das Verkaufsverbot halten. (cw)

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    Ergebnis der Umfrage vom 02.03.2015 bis 09.03.2015


#1 PuschkinAnonym
  • 02.03.2015, 14:52h

  • Das wurde auch Zeit. Droge ist Droge. Warum kann man
    Sex nicht auch einfach nüchtern, clean und ohne irgendwelche Substsnzen geniessen?
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#2 Patroklos
#3 Hannibal im ExilAnonym
#4 DarumAnonym
#5 PuschkinAnonym
#6 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 02.03.2015, 15:32h
  • Antwort auf #1 von Puschkin
  • Wieso ? Hat ja nichts zu tun mit Verbot. Selbst wenn man, in Austria-Onlineshops bestellt, kommt es, dank EU-Warenverkehrsfreiheit, aus einem anderen Land. Meist nordwestlich von Deutschland. Das ist ja kein neues Urteil, sondern nur eine Bestätigung der Entscheidung eines Bundesamtes, welches es schon mehrere Jahre gibt.
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#7 niccinicciAnonym
  • 02.03.2015, 16:09h
  • sex auf drogen ist einfach geil, wie ein gutes gewürz zu einem essen. der geniesser weiss das, der langeweiler und spiesser rümpft die nase. jeder hat die wahl, und wie bei allem entscheidet das maß aller dinge über gut oder schädlich. verbote sind einfach nur lächerlich, weil man überall alles bekommt mit den richtigen kontakten. fangen wir mal bei Alkohol und ziggis an.
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#8 SoundcheckAnonym
#9 torbyAnonym
#10 darumAnonym