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Rosa von Praunheim erzählt seit Jahrzehnten in seinen Filmen von schwulem Leben (Bild: Michael Mayer / flickr / by 2.0)

Der Berliner Senatskanzleichef Björn Böhning hat am Dienstagnachmittag im Auftrag des Bundespräsidenten im Roten Rathaus ein Bundesverdienstkreuz an Rosa von Praunheim übergeben.

Böhning lobte den 72-jährigen Filmregisseur als "eine der großen Figuren der Filmstadt Berlin", die immer "großes Engagement für die Sache der Lesben und Schwulen gezeigt" habe. Der SPD-Politiker erwähnte dabei insbesondere den Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" aus dem Jahr 1971 und bezeichnete die WDR-Produktion als einen "Markstein im Kampf um die Anerkennung von Lesben und Schwulen in Deutschland".

Zur Verleihung lud Praunheim unter anderem den Regisseur Tom Tykwer ein, der einst sein Student gewesen war.

Insgesamt hat Praunheim mehr als 140 Filme gedreht. Der als Holger Mischwitzky geborene Regisseur gilt als einer der Begründer der neuen politischen Homo-Bewegung in Deutschland – und sorgte auch mit spektakulären Aktionen für Aufmerksamkeit: So outete er 1991 in der RTL-Talkshow "Explosiv – Der heiße Stuhl" den Moderator Alfred Biolek und den Komiker Hape Kerkeling gegen deren Willen als schwul. Damit fachte er eine Debatte um Homosexualität in der Öffentlichkeit an.

Zuletzt setzte er mit einer Dokumentation der Stuttgarter Szenegröße Laura Halding-Hoppenheit ein Denkmal (queer.de berichtete). (cw)



#1 GeorgFalkenhagenProfil
#2 goddamn liberalAnonym
#3 GeorgGAnonym
  • 04.03.2015, 14:58h
  • Rosa bekommt das Bundesverdienstkreuz völlig zu Recht. Für unzählige schwule Männer war (und ist) er eine Identifikationsfigur. Gerade gestern lief im RBB eine Serie über Berliner Stars. Da wurde auch Evelyn Künecke portraitiert, Rosas frühere Verlobte...
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#4 ursus
  • 04.03.2015, 15:13h
  • hat dannecker eigentlich noch keins? ohne ihn wäre "nicht der homosexuelle..." nicht der anstoß zur neueren deutschen schwulenbewegung geworden, sondern nur ein schlechter film.
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#5 Rosa ListeAnonym
  • 04.03.2015, 15:44h
  • Antwort auf #4 von ursus
  • ursus, da stimme ich Dir zu! Vielleicht findet sich mal jemand, der Martin Dannecker beim Bundespräsidenten vorschlägt. Er ist nicht nur der "Kopf" der Schwulenbewegung Anfang der 1970er Jahre gewesen. Für mich hat er seine großen Verdienste vor allem in der Wissenschaft. Ohne ihn hätte die "Aidspolitik" in Deutschland anders ausgesehen.
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#6 LorenProfil
  • 04.03.2015, 15:45hGreifswald
  • Antwort auf #4 von ursus
  • Herr Dannecker wurde (noch?) nicht bedacht. Wie die Vergangenheit gelaufen wäre, wenn ... ?
    Wer weiß das schon. Rosa von Praunheim hat sicher wichtige Impulse gegeben als es verdammt nötig war (noch nötiger als zur Zeit). Seine Spielfilme haben mich selten gepackt, aber einige seiner Dokumentationen umso mehr, v.a. "Männer, Helden, schwule Nazis" mit einem Einblick in eine mir bis dato weniger bekannte Parallelgesellschaft.
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#7 gatopardo
#8 -hw-Anonym
#9 Patroklos
  • 04.03.2015, 19:18h
  • Herzlichen Glückwunsch an Rosa von Praunheim zu dieser Auszeichnung, die er schon längst für seine LGBTI-Verdienste hätte bekommen müssen!
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#10 Robby69