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  • 06.03.2015           17      Teilen:   |

Antrag im Landtag

Schleswig-Holstein für LGBT im ZDF-Fernsehrat

Artikelbild
Drei andere Vertreter für den ZDF-Fensehrat, das fordern SPD, Grüne und SSW im Landtag

Weniger Kirche, dafür einen Vertreter der LGBT-Community: Die Kieler Regierungsparteien wollen die künftige Besetzung des ZDF-Fernsehrates noch ändern.

In Schleswig-Holstein sprechen sich die Regierungsfraktionen aus SPD, Grünen und SSW im Landtag gegen den neuesten Entwurf des ZDF-Staatsvertrags aus. Sie fordern in einem gemeinsamen Antrag, dass auch "aus dem Bereich der Menschenrechtsorganisationen, der Schwulen- und Lesbenverbände sowie der digitalen Bürgerrechte" Mitglieder im obersten Gremium des öffentlich-rechtlichen Senders vertreten sein sollten. Der Antrag soll in der Sitzungswoche zwischen dem 18. und 20. März im Landtag beschlossen werden.

Vergangenen Monat hatte bereits der Lesben- und Schwulenverband die Planungen der Länder zur neuen Besetzung des Fernsehrates kritisiert, da – anders als anfangs vorgesehen – für LGBT-Belange kein Vertreter am Tisch sitzen soll (queer.de berichtete). Die endgültige Entscheidung soll auf einer Ministerpräsidentenkonferenz Ende März getroffen werden.

In dem Antrag fordern die drei Regierungsfraktionen die Landesregierung auf, sich bei der Konferenz für die Änderungen einzusetzen. So könne die "Vielfalt der Gesellschaft" besser widergespiegelt werden.

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Sitze bei Kirchen sparen

Insgesamt sollten diesen gesellschaftlichen Gruppen drei Sitze zugewiesen werden. Dafür wollen die Antragsteller erreichen, dass die katholische und evangelische Kirche statt zwei jeweils nur einen Vertreter in den Rat entsenden. Außerdem soll dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. dessen vorgesehener Sitz entzogen werden, da er sich "als Konkurrent zu den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sieht und nicht frei von Interessenskollisionen im Fernsehrat sein kann".

Eine LGBT-Vertretung im Fernsehrat sei wegen programmlichen Schwächen notwendig, erklärte der grüne Fraktionsvizechef Rasmus Andresen: "Zu oft erleben wir, dass LGBT-Themen im öffentlich rechtlichen Rundfunk keine Rolle spielen. Vielfalt darf für das ZDF kein Randthema sein", so der queerpolitische Sprecher der Ökofraktion. "Mit einem Sitz im Fernsehrat können LGBT-Organisationen direkt Einfluss auf das ZDF nehmen. Es ist beschämend, dass dies bei der Aushandlung des Staatsvertrags keine Selbstverständlichkeit war". Die LGBT- und Menschenrechtsorganisationen dürften nicht die Verlierer "eines intransparenten Machtkampfs der Ministerpräsidenten werden", so Andresen. Da ähnliche Debatten auch in anderen Ländern geführt würden, gebe es Hoffnung auf Bewegung. (dk)

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Tags: zdf, kiel, fernsehrat
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Reaktionen zu "Schleswig-Holstein für LGBT im ZDF-Fernsehrat"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.03.2015
13:29:52
Via Handy


(+10, 12 Votes)

Von Alex


Das wäre dringend nötig.

Es kann nicht sein, dass der versprochene GLBTI-Sitz doch nicht kommt, weil die Kirchen dagegen sind. Mit 6 Sitzen haben die Kirchen eh schon die mit Abstand größte Macht.

Wenn das ZDF zum reinen Kirchensender wird, soll die Kirche den Sender auch bezahlen und nicht jeder Haushalt.


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#2
06.03.2015
17:04:02


(+9, 9 Votes)

Von goddamn liberal


"Zu oft erleben wir, dass LGBT-Themen im öffentlich rechtlichen Rundfunk keine Rolle spielen. Vielfalt darf für das ZDF kein Randthema sein"

Na, das ist ein Teil des Problems.

Im Land des rosa Winkels ist aber alles noch schlimmer.

Ein HR-Redakteur verkündet öffentlich, dass 'Homophobie nicht zwangläufig menschenverachtend' sei und sein Intendant pflichtet ihm bei.

Beim WDR, der seit den 80ern LGTB-freundlich war, kann sich die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bei 'Hart aber fair' hemmungslos austoben.

Bei ZDFneo ist es nicht besser.

Vertreter vom LSVD im Rundfunkrat haben also nichts mit Ehrpusseligkeit und Wichtigmachen zu tun.

Sie sind überlebensnotwendig, um gefährlicher Stimmungsmache entgegenzuwirken.


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#3
06.03.2015
18:41:16
Via Handy


(-8, 10 Votes)

Von Dietrich Eisele


Ich glaube es kam. In welcher Welt leben hier denn einige.Das ZDF hatte 2014 13 Prozent Marktanteil. Das ist sogar Platz 1. Die Fernsehanstalten haben im Gegensatz zu früheren Zeiten immens an Bedeutung verloren, das Internet verringert ihre Relevanz noch weiter. Und hier streitet man sich um einen LGBT Vertreter . Der muss unbedingt her, weil sonst homophone Massen ,von unkontrollierten ZDF Journalisten aufgewiegelt, die Schwulen nieder machen. Mekt eigentlich noch irgendeiner, wie absurd das ist?


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#4
06.03.2015
19:15:20


(+10, 10 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Dietrich Eisele


"Merkt eigentlich noch irgendeiner, wie absurd das ist?"

Merkt eigentlich einer, wie absurd das ist, dass man simple Gleichstellung als Absurdität begreift?


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#5
06.03.2015
20:04:02


(+7, 7 Votes)

Von Luca
Antwort zu Kommentar #1 von Alex


Volle Zustimmung!

Sind wir eigentlich noch eine Demokratie mit unabhängigen Medien oder ein Gottesstaat, wo die Medien fest in der Hand von Religionsgemeinschaften sind?!

Eigentlich halte ich nicht viel davon, wenn die Politik sich bei den Medien einmischt, da das deren Unabhängigkeit gefährdet. Aber da (u.a. durch das Konstrukt der Fernsehräte und deren Besetzung) die öffentlich-rechtlichen Sender offensichtlich eh nicht unabhängig sind, muss man alles daran setzen, um diese Unabhängigkeit herzustellen. Denn aus sich selbst heraus gelingt ihnen das offenbar nicht.


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#6
06.03.2015
20:50:29


(+6, 6 Votes)

Von Heiner


Ich frage mich überhaupt, warum man diese Fernsehräte braucht. Ist doch klar, dass da jede Lobby das Programm und die Inhalte nach eigenen Wünschen beeinflussen will.

Fernseh- und Radiosender sollten nur von Journalisten nach rein journalistischen Kriterien geführt werden. Irgendwelche Interessengruppen können sich ja mit Vorschlägen an die Intendanten wenden, so dass das intern diskutiert wird. Aber es sollte keine "Aufsichtsräte" geben, die sich aus Lobbygruppen speisen und denen es gar nicht um guten Journalismus geht.

NUR:
wenn es das nun mal gibt, sollten Kirchen da nicht 6 Sitze bekommen. Und dann sollten da auch LGBTI-Vertreter sitzen, um wirklich die reale gesellschaftliche Vielfalt abzubilden.


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#7
06.03.2015
21:29:52


(+7, 7 Votes)

Von Carsten AC
Antwort zu Kommentar #3 von Dietrich Eisele


Aha, wenn ein Sender "nur" 13 Prozent Marktanteil hat (das ist in unserer vielfältigen Medienlandschaft übrigens schon ziemlich viel), braucht er sich nicht um eine neutrale Berichterstattung zu kümmern, die gesellschaftliche Realitäten korrekt darstellt statt nur einzelne Interessengruppen zu bedienen?

Der Sitz für einen Homo-Bi-Trans-Vertreter war ja bereits zugesagt und wurde dann plötzlich gestrichen. Wer da wohl seine Finger im Spiel hatte... Wer ist denn in dem Fernsehrat mit den meisten Sitzen vertreten? Die Kirchen!

Das Streichen des Sitzes ist das beste Beispiel für mangelnde Neutralität und wie überfällig dieser Sitz wäre.


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#8
06.03.2015
21:39:49
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #3 von Dietrich Eisele


Mit Deiner Argumentation könnte man dann auch umgekehrt fragen, warum den Kirchen ihre 6 Plätze so wichtig sind.

Geht doch "nur" um 13 Prozent Marktanteil... Wenn das so unwichtig ist, wieso ist dann der Sitz für unsere Interessen so ein Problem?


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#9
06.03.2015
21:44:21
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Miepmiep


Aus aktuellem Anlass: Wer besorgt heute abend eigentlich beim ARD die Programmaufsicht:
"Vier kriegen ein Kind" - und es ist eine FEHLGEBURT. Das tatsächliche Kind danach wird dann quasi (zumindest symbolisch) als heterosexueller Seitensprung gezeugt.
Gehts noch?!
Das geschwätzige PC-Gelabere in allen Ehren, die bemühte Klugscheißerei, aber die Klischees sind einfach derer zuviele. (Bsp.: eine der Lesben ist Literaturprof. und muss dauernd intellektuelle Zitate abspulen...)
Beobachtung am Rande: Die Lesben dürfen küssen, die Gays zicken sich
nur an.
Ich "freu" mich schon auf die Rezensionen über diese geistige Fehlgeburt bzw. diese verpatzte Chance, zur besten Sendezeit für Akzeptanz für Vielfalt (mit oder ohne Kinder) zu werben...
(Mein Titelvorschlag: "Das deutsche Fernsehen: Eine Tragikkomödie.")


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#10
06.03.2015
21:46:50


(+5, 5 Votes)

Von Jasper
Antwort zu Kommentar #3 von Dietrich Eisele


Dass Medien unabhängig und neutral sind, sollte in einer Demokratie eigentlich selbstverständlich sein und ist für eine Demokratie auch notwendig.

Daraus resultiert ja erst die Rechtfertigung für die zwangsweise von jedem Haushalt (auch wenn die das Angebot gar nicht nutzen) erhobenen Gebühren. Und umgekehrt resultiert daraus auch gerade für die öffentlich-rechtlichen Programme eine besondere Verantwortung!

Die britische BBC, die niederländischen Sender des "publieke omroep" und die öffentlich-rechtlichen Programme anderer Staaten bilden die gesellschaftlichen Fakten viel besser ab und geben LGBTI-Themen viel mehr Raum - sowohl im fiktionalen als auch im journalistischen Bereich!

Dass das bei den öffentlich-rechtlichen Programmen Deutschlands nicht der Fall ist, ist der beste Beweis dafür, wie nötig dieser Sitz ist!

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dass Du das "absurd" findest, sagt mehr über Dein Medien- und Demokratieverständnis als über die wirklichen Fakten.


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