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"No Pride"-Aktivisten in Riga. Offenbar die gleichen Personen wollen nun unter dem neuen Namen "No Homo" den CSD verhindern.

Homophobe Gruppen haben Veranstaltungen bei der Stadtverwaltung angemeldet und könnten so Termine des CSD in Riga blockieren.

Der erste Europride im Baltikum entwickelt sich zu einem Politikum. Homophobe Gruppen versuchen derzeit, mit Anmeldungen für eigene Veranstaltungen den CSD in Riga zu verhindern. LGBT-Organisationen rufen dazu auf, an die lettische Premierministerin zu schreiben.

Die europäische CSD-Woche, die nach Warschau 2010 erst zum zweiten Mal in Osteuropa stattfindet, ist für den 15. bis 21. Juni geplant. Nach lettischem Recht können Veranstaltungen erst rund vier Monate vor dem Termin bei der jeweiligen Stadtverwaltung angemeldet werden.

Als die LGBT-Organisation Mozaika am erstmöglichen Termin am 20. Februar die CSD-Veranstaltungen anmelden wollte, stellte sie fest, dass ihr Organisationen gegen LGBT-Rechte rund um die Gruppe "No Homo" bereits zuvor gekommen waren – mit dem Trick, diese bereits früher beginnen zu lassen.

"Fest für die 'Werte der Familie'"

Wie die Schweizer Organisation Pink Cross als Partner von Mozaika mitteilte, hat eine Organisation namens "Antiglobalisti" ein Fest für die "Werte der Familie" angemeldet, das einen Tag früher als der Europride beginnen würde und sich ansonsten über den gleichen Zeitraum erstreckt. "Die Folge: Den Europride-Veranstaltern werden Orte wie der Pride-Park oder Routen der Parade verunmöglicht", so Pink Cross.

Eine weitere von Homo-Gegnern mit zynischer Ironie angemeldete Veranstaltung will "Rauchen, Alkohol und Drogengebrauch, eine ungesunde Lebensweise, sexuelle Abweichungen und andere Perversionen sowie alle anderen komischen Dinge fördern".

Die Stadtverwaltung hat sich inzwischen an das Justizministerium gewandt mit der Frage, wie sie mit den konkurrierenden Veranstaltungen umgehen soll. Die Rechtslage ist unklar. Zugleich gilt der Justizminister laut Pink Cross nicht als Freund der LGBT-Bewegung, er soll einst von einer "Schwuchtelmafia" gesprochen haben.

Pink Cross und Mozaika rufen daher dazu auf, sich in einem Brief oder per eMail direkt an die Premierministerin Laimdota Straujuma zu wenden "und auf ihre Verantwortung hinzuweisen, die Menschenrechte und LGBT-Community zu wahren und zu respektieren".

In dem Land ist immerhin einiges in Bewegung: Im letzten November hatte sich der Außenminister Edgars Rinkēvičs per Twitter als schwul geoutet (queer.de berichtete). Anfang des Jahres gab es durch einen Abgeordneten eine erste Vorlage für ein Partnerschaftsgesetz, das Homo-Paaren die gleichen Rechte wie Eheleuten gebracht hätte. Die scheiterte zwar im Rechtsausschuss des Parlaments, aber weitere Initiativen sind in Planung. (nb)

Kontakt

Premierministerin Laimdota Straujuma
36 Brivibas Boulevard
Riga, LV-1520, Latvia
Fax: +371 67280469
vk@mk.gov.lv


#2 gefundenAnonym
#3 LucaAnonym
  • 06.03.2015, 20:07h
  • Die Faschisten versuchen es echt mit allen dreckigen Tricks.

    Hoffentlich lässt die Stadtverwaltung sich nicht davon beeinflussen. Und hoffentlich spricht die EU endlich mal ein klares Wort.

    Es kann doch nicht sein, dass in allen östlichen EU-Ländern laufend Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
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#4 HeinerAnonym
  • 06.03.2015, 20:45h
  • Vorsorglich sollte die EU schon jetzt Lettland an die EU-Grundrechtecharte und europäisches Recht erinnern.

    Wenn das Lettland nicht passt, können sie ja aus der EU austreten.
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#5 Merlin60Anonym
#6 periodeAnonym
  • 07.03.2015, 17:15h
  • na ja, auch bei uns war der öffentliche umgang mit der homothematik noch vor 30 jahren nicht besonders anders,

    warum sollte es denn also in einer republik, die gerade nur 24 jahre alt ist, und fast bei allen themen immer noch ein entwicklungsland ist, ausgerechnet in der homofrage gar keine übergangsperiode geben???
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#7 hugo1970Profil
  • 07.03.2015, 18:22hPyrbaum
  • Antwort auf #4 von Heiner
  • Nö, nicht austreten, das währe kontraproduktiv.
    Aber die EU muß alle wirtschaftlichen Beziehiehungen einstellen, rechtsgerichtete Politiker nicht mehr in die EU einreisen lassen.
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#8 hugo1970Profil
  • 07.03.2015, 18:29hPyrbaum
  • Wer kann hier lettisch, dann könnten wir einen Brief/e-mail auf lettisch verfassen.
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#9 porokusiAnonym