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Senator Rand Paul will im republikanischen Vorwahlkampf mit traditioneller Homosexuellenfeindlichkeit punkten

In Amerika beginnt der Präsidentschaftswahlkampf: Die ersten republikanischen Kandidaten versuchen, mit Homophobie Punkte zu sammeln, was aber in den eigenen Reihen zu Irritationen führt.

Im Vorwahlkampf zur US-Präsidentschaftswahl im November 2016 bringen sich zwei mögliche republikanische Kandidaten mit Seitenhieben gegen Homosexuelle in Stellung. Am Wochenende hat es Senator Rand Paul, der als einer der Favoriten gilt, im Interview mit dem Fox News Channel abgelehnt, dass Schwule und Lesben heiraten dürfen: "Ich denke, die Ehe ist eine Verbindung von Mann und Frau", sagte der 52-Jährige.

Paul, der als Anhänger der homophoben Tea Party gilt, erklärte zwar, dass man Erwachsenen das Recht einräumen sollte, mit Verträgen ihre Partnerschaft abzusichern. Das Recht auf Ehe will der Politiker aber nur Heterosexuellen zugestehen, weil er sich persönlich angegriffen fühlt: "Wir dürfen es nicht Ehe nennen, weil das für mich und für viele andere beleidigend ist."

Der Senator aus Kentucky hatte erst vor zwei Wochen die Meinungsumfrage bei der "Conservative Political Action Conference" (CPAC) gewonnen, dem größten Event von konservativen Republikanern. Die Gruppe wählt jedes Jahr ihren Lieblingspräsidentschaftskandidaten, der nach Meinung der Teilnehmer am ehesten konservative Werte vertritt. 2011 hatte sein Vater Ron Paul die Abstimmung der CPAC-Konferenz gewonnen – auch er hatte aus seiner Abneigung gegenüber Homosexuellen nie einen Hehl gemacht (queer.de berichtete).

Youtube | Fox-News-Interview mit Rand Paul

Ben Carson: Gefängnisse machen Heteros schwul


Für Ben Carson sind US-Gefängnisse schwule Rekrutierungseinrichtungen

Vergangene Woche hatte berits Ben Carson, der als erster Republikaner im Januar seine wahrscheinliche Kandidatur angekündigt hatte, mit einer homophoben Tiraden für Kopfschütteln in den eigenen Reihen gesorgt. Er hatte behauptet, dass amerikanische Gefängnisse für die Homosexualisierung der Gesellschaft verantwortlich seien: "Viele Leute, die als Heterosexuelle ins Gefängnis gehen, sind schwul, wenn sie wieder herauskommen. Ist also hinter Gittern etwas passiert? Das müssen wir uns fragen."

Selbst erzkonservative Kommentatoren kritisierten Carson für seine Aussage. So erklärte Glenn Beck, einer der lautstärksten Tea-Party-Anhänger: "Er kann sich von seinen Hoffnungen auf das Präsidentenamt verabschieden. Davon kann er sich nicht mehr erholen."

Favorit Jeb Bush hält sich zurück

Der Favorit im republikanischen Vorwahlkampf, George W. Bushs Bruder Jeb, hält sich allerdings bislang bedeckt, wenn es um Homo-Rechte geht. Während seiner Amtszeit als Gouverneur von Florida hatte er zwar wie sein Bruder mit homofeindlichen Aussagen die konservative Basis befriedigt (queer.de berichtete).

Ende Juni, wenn der Vorwahlkampf in Fahrt kommt, wird voraussichtlich der Supreme Court darüber entscheiden, ob die Ehe für Schwule und Lesben im ganzen Land geöffnet werden muss. Bislang sind Homosexuelle in 36 von 50 Bundesstaaten im Ehe-Recht gleichgestellt worden.

Die ersten Abstimmungen im Vorwahlkampf (Primaries) finden bei beiden großen Parteien im Januar 2016 statt. Die Sieger werden dann voraussichtlich bis März feststehen. Bei den Demokraten gilt derzeit die frühere Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin. (dk)



#1 NicoAnonym
  • 09.03.2015, 13:10h

  • Tja, das ist sein Problem.

    Man muss damit leben, dass nicht jeder genauso aussieht, denkt und fühlt wie man selbst.

    Wer damit nicht klar kommt, kann nicht erwarten, dass sich alle anderen nach ihm richten.
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#2 Markus44Anonym
  • 09.03.2015, 13:13h
  • Gut das die Entscheidung des Supreme Court diesen Sommer 2015 kommt und nicht im Sommer 2016. Der Hauptwahlkampf läuft nämlich 2016 und nicht 2015 und wie es in der Politik so ist, bestimmen dann ein Jahr später andere Themen der aktuellen Tagespolitik den Wahlkampf und das ist gut so.
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#3 Tonner66Ehemaliges Profil
  • 09.03.2015, 13:45h
  • Schade, dass nach Obama die Amis wieder ins tiefste Rauchende Colts Land zurückfallen! Dieses haufenweise dumme Zeug, das die Republikaner in allen belangen, so von sich geben kann ein demokratisch erzogener Westeuropäer gar nicht glauben und auch schlecht verkraften.
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#4 blackredgoldAnonym
  • 09.03.2015, 13:58h

  • Rand Paul ist wirklich der Sohn von Ron Paul?

    Cool, dann könnte seit Kennedy endlich mal jemand Präsident der USA werden der pro-deutsch ist.
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#5 Just meAnonym
  • 09.03.2015, 14:19h
  • Zitat: "Wir dürfen es nicht Ehe nennen, weil das für mich und für viele andere beleidigend ist."

    Wir dürfen ihn nicht Mensch nennen, weil das für mich und für viele andere beleidigend ist.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 09.03.2015, 15:26h
  • Antwort auf #3 von Tonner66
  • "demokratisch erzogener Westeuropäer"

    Dazu gehört Deutschland aber dann nicht.

    Denn das, was der Mann vertritt, ist hierzulande auch in der Mitte der Politik Konsens.

    Das heißt:

    Lebenspartnerschaft ja, Ehe nein.

    Wer die Beschlüsse aus Karlsruhe ganz genau liest, könnte sogar zu dem Schluss kommen, dass sie das leider genauso sehen.

    Hoffentlich sind ihre Kollegen in Washington weiter.
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#7 Patroklos
  • 09.03.2015, 16:37h
  • Das zeigt wieder einmal, daß Hohl- und Dummheit immer noch weiter gesteigert werden kann! Diese Typen dürfen niemals ins Weiße Haus einziehen!
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#8 Miguel53deProfil
#9 hugo1970Profil
  • 09.03.2015, 18:31hPyrbaum
  • "Ich denke,..."

    Ich denke auch, das versteckte homophobie hart bestraft werden muß.
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#10 hugo1970Profil
  • 09.03.2015, 18:34hPyrbaum
  • "Wir dürfen es nicht Ehe nennen,...."

    Eben wir dürfen die nur für gemischtsexuellen Ehen als solche nicht nennen, weil es für andere pure Diskrminierung ist.
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