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Diesen IS-Kämpfer mit wehender Fahne kann man dokumentieren. Die von den Terroristen selbst erstellen Aufnahmen ihrer Verbrechen sollten jedoch ignoriert werden (Bild: CNN)

Der "Islamische Staat" stößt vermeintliche Schwule von Dächern und lässt sie steinigen – und hält dabei ganz bewusst die Kamera drauf.

Von Micha Schulze

Es vergeht keine Woche, in der nicht neue Fotos und Videos auftauchen. Die Terrororganisation "Islamischer Staat" ermordet offensichtlich gezielt auch homosexuelle Männer oder solche, die sie dafür halten. Aufnahmen, auf denen Menschen brutal von einem Dach eines Hochhauses gestoßen, geköpft oder gesteinigt werden, lassen uns den Atem stocken. Und machen uns unglaublich wütend.

Mehrere LGBT-Portale, Homo-Blogs, Facebook-Seiten und -User verbreiten diese grausamen Bilder immer wieder aufs Neue – denn sie bringen viele Klicks. Auf queer.de verzichten wir darauf. Nicht weil uns diese Bilder kalt lassen. Nicht weil wir etwa Angst vor den Terroristen haben oder die grausamen Verbrechen des "Islamischen Staats" herunterspielen wollen. Sondern weil das Kalkül der Mörder, mit Schockbildern in aller Welt Angst und Horror zu verbreiten, nicht aufgehen darf.

Propaganda statt unabhängiger Dokumentation

Wir berichten über diese Verbrechen auf queer.de, selbstverständlich, verzichten aber auf blutige Hinrichtungsfotos und -videos. Denn deren Veröffentlichung lässt sich mit journalistischer Ethik nicht vereinbaren.

Zum einen verletzen diese Aufnahmen Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte der Opfer, zum anderen sind sie keine unabhängige Dokumentation. Die Bilder und Videos wurden von den Terroristen ganz bewusst selbst produziert, um uns zu emotionalisieren und damit für ihre abscheulichen Ziele zu vereinnahmen. Doch wir gehen dem "Islamischen Staat" nicht auf den Leim!

Liebe Blogger, Kollegen, Admins und Facebook-User, bitte denkt noch einmal nach, bevor wieder neue Horrorbilder im Netz auftauchen: Wer diese menschenfeindliche Propaganda weiterverbreitet, macht sich zum Helfershelfer der Mörder!



#1 blackredgoldAnonym
  • 09.03.2015, 14:10h

  • "Wer diese menschen feindliche Propaganda weiter verbreitet, macht sich zum Helfers helfer der Mörder"

    Das sehe ich anders.

    Diese Verbrechen müssen gezeigt damit jeder sehen kann was los ist.

    Im Gegenteil die Menschen müssen diese Bilder sehen genauso die Bilder vom Dutrouxskandal wo auch die Täter zu sehen sind und bis heute vor den Leuten geheim gehalten werde.
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#2 TheDad
  • 09.03.2015, 14:22h
  • Antwort auf #1 von blackredgold
  • ""Diese Verbrechen müssen gezeigt damit jeder sehen kann was los ist.""..

    NEIN !

    Es gibt einen signifikanten Unterschied im Bedürfnis nach Information, der sich auch hier in den Artikeln niederschlägt, und dem nachgekommen werden muß, weil nicht zu berichten den Opfern nicht gerecht würde, und der SENSATIONSGEILHEIT der UNFALL-GAFFER die sich weigern auf der Autobahn ein Gasse für die Hilfs-Fahrzeuge frei zu halten, weil diese ihnen die Sicht auf die Geschehnisse nehmen !

    Wer Bilder und Video´s von solchen Hinrichtungen weiter verbreitet macht sich mMn mit schuldig an der Tat !
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#3 FOX-NewsAnonym
  • 09.03.2015, 14:43h
  • Ich finde die Entscheidung von queer.de sehr gut. Auch aus Pietät den Opfern ggü. ist es sinnvoll die Bilder nicht zu zeigen. Gerade das möchte der IS.
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#4 ThorinAnonym
  • 09.03.2015, 15:00h
  • Dann fangt auch mal bei euch an:

    "Diesen IS-Kämpfer mit wehender Fahne kann man dokumentieren."

    "Kämpfer" klingt noch relativ neutral (u.U. sogar leicht positiv im Sinne von "für eine Sache kämpfen"), aber diese Leute sind Mörder, Terroristen, Kriminelle, Psychopathen, Killer u.ä.
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#5 ThorinAnonym
  • 09.03.2015, 15:07h
  • Antwort auf #1 von blackredgold
  • Nein, ich finde nicht das man die zeigen soll. Man kann darauf hinweisen wo man solche Bilder finden kann (wenn man sie unbedingt sehen will) aber die Weiterverbreitung sollte man nicht unterstützen. Dies ist nämlich genau deren Ziel: Angst, Horror und Schock bei den Feinden verbreiten, die Bevölkerung im eigenen Hoheitsbereich (Ich weigere deren kontrolliertes Gebiet als "Staat" zu bezeichnen) einzuschüchtern und letzendlich auch Rekrutengewinnung im Ausland (Leider gibt es perverse Geister, die sowas geil finden, auch in Deutschland z.B. Pierre Vogels Dunstkreis und Co.)
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#6 ThorinAnonym
  • 09.03.2015, 15:13h
  • Kurze Anmerkung noch. Der IS hat auch ein eigenes Magazin namens "Dabiq", das auch auf Deutsch erscheint, herausgegeben womit sie sich mit ihren abscheulichen Taten brüsten. Die Zeitschrift ist in sehr hoher Qualität, professionell erstellt und hat Ähnlichkeiten mit Magazinen wie Spiegel, Focus und Co. mehr dazu hier:

    www.metronaut.de/2014/09/blattkritik-dabiq-das-maenner-magaz
    in-des-islamischen-staats/


    Verlinken werde ich Dabiq nicht, aber wer das sehen will, kann das magazin mit einer Google suche finden.
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#7 PuschkinAnonym
  • 09.03.2015, 15:17h

  • Sehr gute Entscheidung, queer.de! Es muss nicht jede Sensationsgier befriedigt werden!
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#8 Rosa SoliAnonym
  • 09.03.2015, 15:20h
  • Ich finde das richtig! Man muss den Opfern dieser barbarischen Taten nicht noch das letzte bißchen Würde nehmen, um die Sensationsgeilheit einiger Zeitgenossen zu befriedigen.

    Wenn ich so grausam umgebracht würde, dann würde ich auch nicht wollen, dass die halbe Welt dabei zuguckt.
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#9 TheDad
  • 09.03.2015, 15:23h
  • Antwort auf #5 von Thorin
  • ""Man kann darauf hinweisen wo man solche Bilder finden kann (wenn man sie unbedingt sehen will)""..

    Das IST schon "weiter verbreiten" !

    ""(Ich weigere deren kontrolliertes Gebiet als "Staat" zu bezeichnen) ""..

    Eben..
    Terroristen bilden keinen Staat..
    Sie "kontrollieren" nicht einmal die terrorisierten Gebiete, sie halten sie nur besetzt..
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#10 daVinci6667
  • 09.03.2015, 15:31h
  • Antwort auf #1 von blackredgold

  • Man muss dringend davon berichten, ja! Man kann auch Bilder von herunterstürzenden Menschen zeigen, doch bitte ganz dringendst so, dass derjenige nicht erkennbar ist. Alles andere ist aufs gröbste Menschenverachtend.

    Zu sterben ist ein sehr intimer Moment, niemand sollte das sehen ohne den ausdrücklichen Wunsch des betroffenen Menschen. Der allerschlimmste Tod wird unter dem schadenfreudigen Grölen und Grinsen von elenden, mittelalterlichen, hirnverbrannten Religioten gestorben. Da sollten wir nicht auch noch voyeuristisch und sensationsgeil zugaffen.
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