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  • 12.03.2015           40      Teilen:   |

Bischof beschimpft Abgeordneten als "Schwuchtel"

Peru vertagt Anerkennung von Homo-Paaren

Artikelbild
Für Luis Bambarén, den früheren Chef der katholischen Bischofskonferenz, sind Befürworter der Gleichstellung "Schwuchteln"

Ein Parlamentsausschuss stimmte gegen ein Lebenspartnerschaftsgesetz, nachdem ein katholischer Bischof einen Abgeordneten als "Schwuchtel" beschimpft hatte.

Der Rechtsausschuss des peruanischen Parlaments hat am Dienstag in Lima die Einführung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften für Schwule und Lesben abgelehnt. Vier Ausschussmitglieder stimmten für die "ley de unión civil", sieben lehnten den Entwurf ab, zwei Abgeordnete enthielten sich. Bereits 2011 hatte der Ausschuss die Einführung von Lebenspartnerschaften gestoppt.

Carlos Bruce, der erste schwule Abgeordnete im peruanischen Parlament, zeigte sich trotz der Ablehnung optimistisch: "Wir haben eine Schlacht verloren, aber werden den Krieg gewinnen. Ich garantiere der Jugend von Peru, dass sie nicht die schlechten Erfahrungen durchmachen muss wie wir." Die LGBT-Gruppe Movimiento Homosexual de Lima erklärte in einer Pressemitteilung, dass die Gleichstellung "nur noch eine Frage der Zeit" sei.

Im Vorfeld der Abstimmung im Rechtsausschuss sorgte der emeritierte katholische Bischof Luis Bambarén für Empörung, als er den schwulen Abgeordneten als "Schwuchtel" bezeichnete: "Der Kongressabgeordnete Carlos Bruce macht sich lächerlich mit dieser ganzen Sache [dem Lebenspartnerschaftsgesetz]. Er scheint – entschuldigen Sie meinen Ausdruck – eine Schwuchtel zu sein."

Der Geistliche nutzte dabei das spanische Schimpfwort "maricón" – und wies Kritik an seiner Aussage zurück: "Er hat ja selbst gesagt, dass er 'gay' ist. 'Gay' ist aber kein peruanischen Wort, hier sagt man 'Schwuchtel'". Bambarén, der von 1998 bis 2002 Vorsitzender der peruanischen Bischofskonferenz war, hatte sich bereits vor vier Jahren dafür stark gemacht, Schwule generell als "Schwuchteln" zu bezeichnen (queer.de berichtete).

Youtube | Bericht über die "Schwuchtel"-Beschimpfung
Fortsetzung nach Anzeige


Vatikan kämpft weltweit gegen Homo-Rechte

In den letzten Wochen hat die katholische Kirche weltweit ihre Angriffe gegen Homo-Rechte verstärkt: So verglich ein irischer Bischof im Streit um die Ehe-Öffnung Homosexualität mit dem Down-Syndrom (queer.de berichtete). Zudem hatte Papst Franziskus mi vergangenen Monat ein Referendum gegen schwul-lesbische Rechte in der Slowakei unterstützt (queer.de berichtete). Obwohl auf Plakaten mit dem Pontifex geworben wurde, wurde das Quorum von den Homo-Gegnern deutlich verfehlt (queer.de berichtete).

Homosexualität ist in Peru zwar seit 1924 legal, allerdings werden Gesetze zum "Schutz der öffentlichen Moral" oft gegen Schwule und Lesben angewendet. Zudem herrscht eine große gesellschaftliche Intoleranz gegenüber Schwulen und Lesben, die von der katholischen Kirche befeuert wird. Meinungsumfragen zufolge befürworten weniger als ein Viertel die Gleichstellung von Homosexuellen im Ehe-Recht. (dk)

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Tags: peru, lebenspartnerschaften, katholische kirche, carlos bruce, luis bambarén
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Reaktionen zu "Peru vertagt Anerkennung von Homo-Paaren"


 40 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
12.03.2015
16:02:36


(+7, 7 Votes)

Von Patroklos
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Eine schwere Niederlage für die LGBTIA-Szene in Peru und dann gießt auch noch ein Katholiban mit seiner Abgeordnetenbeschimpfung Öl ins Feuer!


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#2
12.03.2015
16:03:00


(-12, 14 Votes)

Von Markus44


Sehr schade, das dies in Peru dieses Jahr nicht geschafft wird.

-----------------

Umso erfreulicher ist, dass das Nachbarland Chile ein Lebenspartnerschaftsinstitut ("civil unión") ermöglicht hat. Mir ist nur "noch" nicht bekannt, wann das Lebensparnterschaftsinstitut in Chile in Kraft tritt.


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#3
12.03.2015
16:29:57


(+8, 10 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und als was genau man diesen hirngestörten Volltrottel bezeichnen sollte, verbietet mir mein persönliches Niveau, hier zu schreiben.



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#4
12.03.2015
16:38:42


(+6, 10 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #2 von Markus44


Soviel zur von Ihnen so "beschrieenen" theologischen, moralisch und ethischen Anerkennung von Homosexuellen durch Franzerl und die RKK. Kommen Sie nicht wieder damit, das haetten Sie nicht wieder und wieder geschrieben.

Und "mir ist' noch' nicht bekannt..." Wann waere Ihnen je etwas wirklich bekannt? Das waere ja mal was ganz Neues.


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#5
12.03.2015
16:46:52


(+11, 13 Votes)

Von Ralf


Gestalten wie diesen Bischof bringt auch Deutschland hervor (siehe Dyba, Ratzinger u.a.). Das Problem ist, dass sie sich jede Beleidigung und Volksverhetzung erlauben dürfen. Bekämen sie von den zuständigen Strafgerichten die Quittung in Gestalt mehrmonatiger, bei hinreichend häufiger Wiederholung mehrjähriger Haftstrafen, so dass sie einige Zeit nicht mehr der Völlerei in ihren Palästen frönen könnten, würden sie sich überlegen, ob sie nicht besser ihr ungewaschenes Maul halten.


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#6
12.03.2015
17:50:45


(+7, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Für Luis Bambarén, den früheren Chef der katholischen Bischofskonferenz, sind Befürworter der Gleichstellung "Schwuchteln"""..

Und für mich sind solche Pfaffen Arschlöcher !


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#7
12.03.2015
18:17:04


(+9, 9 Votes)

Von userer
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In einem zivilisierten säkularen Land hätte der Rechtsausschuss FÜR das Lebenspartnerschaftsgesetz gestimmt, wenn ein Katholiban den Abgeordneten als "Schwuchtel" beschimpft.


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#8
12.03.2015
19:45:43


(+11, 11 Votes)

Von Peer


Die katholische Kirche will (ähnlich den Kreuzzügen und Hexenverbrennungen) die ganze Welt mit ihrem faschistischen Hass überziehen...

Und das alles, weil es diesem Pack nur um Macht und Geld geht...


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#9
12.03.2015
20:25:35


(+10, 10 Votes)

Von Heiner


"Vatikan kämpft weltweit gegen Homo-Rechte"

"Zudem hatte Papst Franziskus mi vergangenen Monat ein Referendum gegen schwul-lesbische Rechte in der Slowakei unterstützt"

"Zudem herrscht eine große gesellschaftliche Intoleranz gegenüber Schwulen und Lesben, die von der katholischen Kirche befeuert wird."

--->>>>

So viel zur These, unter dem neuen Papst würde es besser. Der ist nur raffinierter und frisst gerne Kreide.


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#10
12.03.2015
21:59:21


(+8, 8 Votes)

Von Wahrheit


Hetzen ist das einzige, was diese Hassprediger können...

Die brauchen das, um ihre Schäfchen auf Linie zu bringen und ihre Macht und Profite zu sichern.


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