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Washington US-Präsident George W. Bush hat die Bezahlung von Journalisten durch Mitglieder seiner Regierung kritisiert. Diese Praxis werde nicht fortgesetzt, sagte Bush am Mittwochabend in einer Pressekonferenz. Zuvor wurde ein zweiter Fall bekannt, in der Meinungsmacher bezahlt wurden - auch, um gegen die Homo-Ehe zu wettern. Gestern hatte Maggie Gallagher vom United Press Syndicate (UPS) eingeräumt, vom amerikanischen Gesundheitsministerium (!) 21.500 Dollar (rund 16.500 Euro) für Berichte erhalten zu haben, die sich gegen die Homo-Ehe richteten und für eine Verfassungsänderung "zugunsten" der Mann-Frau-Ehe warben. Im Magazin "National Review" hatte sie unter anderem geschrieben, eine Homo-Ehe sei schlimmer als Polygamie. Vor zwei Wochen war eine Zahlung von fast 250.000 Dollar an den Kolumnisten Armstrong Williams bekannt geworden, der ebenfalls heftigt gegen die Einführung von Homo-Ehen anschrieb. In der Pressekonferenz sagte Bush, die Presse müsse unabhängig bleiben. (nb)



#1 WernerAnonym
  • 27.01.2005, 18:05h
  • Wer jetzt immer noch glaubt, ALLE Amerikaner seien frei, die Regierung wäre demokratisch und die Presse unabhängig, sollte endlich anfangen, nachzudenken.
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#2 WolfgangAnonym
  • 27.01.2005, 18:58h
  • Ich kann Werner nur recht geben ... aber wir sollten auch auf die europäische Presse achten. Wir sind auch hier dabei, "bezahlte" Journalisten zu bekommen.

    Die "Bezahlung" besteht heute in Europa aus Information und dem Vorsprung.

    Unser Kanzler macht es doch vor! Missliebige Journalisten werden nicht mehr in der Kanzlermaschine mit zu Terminen genommen - solange, bis sie wieder auf Kurs sind! Vergessen?

    Und Journalisten sind längst nicht mehr so unabhängig, wie vielleicht noch vor 20 oder 30 Jahren ... die Auflagen der Zeitungen sinken, die Kosten steigen, und die Zahl der (arbeitslosen) Journalisten ist auch gestiegen. Und ohne Vorwurf - für brotlose Menschen sinkt auch die Hemmschwelle in der Unabhängigkeit.

    Europa, und vor allem Deutschland, bewegt sich da auch auf Bananenrepublikniveau zu, es liegt an uns, dagegen zu steuern.

    Schaut doch mal genau hin, bei den Schlagzeilen ... nur das, was manchen Politikern in den Kram passt oder "en Vogue" ist, siehe Moshammer.
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#3 GerdAnonym
  • 27.01.2005, 20:35h
  • Ich möchte nicht in der Haut von Mary Cheney stecken...mir wäre schlecht, wenn mein eigener Vater für solche Regierungskampagnen gegen seine Tochter mitverantwortlich wäre...

    In der Familie von den Cheneys muss es doch katastrophal zwischen Vater und Tochter aussehen...

    Schade das nicht eine der beiden Töchter von Herrn Bush lesbisch ist....
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#4 wolfAnonym
  • 28.01.2005, 00:17h
  • bitte gebt dem alten georgie wieder ne flasche schnaps, wäre für ihn und uns alle gesünder.
    ich arbeite mit ex-alkis seit 30 jahren und musste die erfahrung machen, dass man die sucht bezwingt, aber andere neurotische verhaltensweisen bestärkt und zwar in hohem mass.
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#5 Eike StedefeldtAnonym
  • 28.01.2005, 21:12h
  • Weil's so schön zum Thema paßt: Welche Regierungspartei und deren führende Repräsentanten hielten seinerzeit die beträchtlichsten Anteile an der QUEER AG, die mit einem Blatt ebendiesen Namens natürlich völlig unabhängig und überparteilich Propaganda für die strunzkonservative Eingetragene Lebenspartnerschaft und deren Vorkämpfer im Bundestag betrieb? recherchen in Handelsregistern sind zwar aufwendig, aber durchaus aufschlußreich ... Aber in Deutschland ist ja alles viel, viel demokratischer als in den USA, sogar die Korruption.
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#6 rolfAnonym
  • 31.01.2005, 11:58h
  • Ach, Eike...

    Jeder Hetero, dem die Ehe zu strunzkonservativ ist, verzichtet darauf....

    Kein Schwuler wird ins Standesamt getrieben...

    Aber zur Emanzipation gehört eben auch das Recht strunzkonservativ (oder bindungsfähig) zu sein...

    Willst Du anderen Lesben und Schwulen vorschreiben, wie sie zu leben haben? Auf ewig rechtlos, aber dafür ja sooo subversiv?

    Die strunzkonservative Lebenspartnerschaft scheint aber durchaus subversiv zu sein, sonst wurden strunzkonservative religiöse Fundamentalisten in aller Welt nicht zum Kulturkampf blasen, oder?
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#7 Eike StedefeldtAnonym
  • 01.02.2005, 12:27h
  • Himmel, welch simple Betrachtungsweise aus dem vorpolitischen Raum! Als sei der Widerstand der homophoben Konservativen gegen die Ausdehnung ihrer Privilegien auf Perverse auch nur ansatzweise ein Beleg dafür, daß dieser Ausdehnung eine Spur Subversion innewohne oder diese ganz und gar ein emanzipatorischer Akt sei.
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#8 OlafAnonym
  • 01.02.2005, 13:26h
  • @Eike
    Ich verstehe Deine Argumente nicht, kannst Du das vielleicht auch auf Hochdeutsch sagen?

    Ich sehe nicht ein, was schlecht daran sein soll, dass ich meinem ausländischen Freund jetzt heiraten kann und er damit eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung kriegt und sich über mich kostenlos krankenversichern kann. Ob das jetzt "subversiv" oder ein "emanzipatorischer Akt" ist oder nicht, ist mir ehrlich gesagt scheißegal!
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#9 rolfAnonym
  • 01.02.2005, 17:28h
  • Tja Eike, vielleicht ist Betrachtung vorpolitisch aber eben durchaus historisch berechtigt. Zur Emanzipation von Minderheiten gehörten schon immer rechtliche Gleichbehandlung und Rechtssicherheit. Und zu diesem Recht gehört auch das Eherecht. Goethe hat sich z. B. gegenüber Eckermann wahnsinnig darüber aufgeregt, daß durch die Zivilehe Juden mit Christen auf einmal so einfach vors Standesamt ziehen konnten ("Und fehlt der Pfaffensegen dabei, die Ehe ist gültig nicht minder"H. Heine). Die Judenemanzipation des 19. Jahrhunderts ist m. E. das Vorbild der Lesben- und Schwulenemanzipation in unserer Zeit. Daß sie mit dem Aufstieg der antisemitischen Bewegung verbunden war, soll uns eine Warnung sein!
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