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Modemacher lösen Shitstorm aus

Boykott-Kampagne gegen Dolce & Gabbana


Lesben und Schwule sollten nach Auffassung der beiden Modemacher Domenico Dolce (li.) und Stefano Gabbana keine Kinder aufziehen (Bild: rivo / flickr / by-sa 2.0)

Nach einem Ausfall der beiden schwulen Designer gegen Regenbogenfamilien will selbst Elton John keine Klamotten mehr bei ihnen kaufen.

Schwuler Selbsthass in der Modebranche: Mit seiner Aussage, homosexuelle Paare sollten besser keine Kinder großziehen, hat das Ex-Designerpärchen Domenico Dolce und Stefano Gabbana einen welweiten Shitstorm ausgelöst. In seiner Heimat Italien wurde die Social-Media-Kampagne #BoycottDolceGabbana gestartet, die mit Weltstar Elton John bereits prominente Unterstützung fand.

Im Interview mit dem italienischen Magazin "Panorama" hatte Gabanna wörtlich erklärt: "Die einzige Familie ist die traditionelle." Die Familie sei keine "Modeerscheinung", sondern in ihr stecke der ursprüngliche Sinn von Zugehörigkeit.

Das Leben habe einen natürlichen Lauf, deshalb sei er gegen "synthetische Nachfahren und gemietete Gebärmütter", ergänzte Dolce. Kinder sollten einen Vater und eine Mutter haben. Selbst eine Adoption möchten die beiden homosexuellen Designer, die bis zur Trennung im Jahr 2005 über 20 Jahre lang ein Paar waren, anderen Lesben und Schwulen nicht zugestehen.

Elton John: "Ich werde nie wieder Dolce und Gabanna tragen"


"Es lebe die (traditionelle) Familie": Dolce & Gabanna auf dem Cover des italienischen Magazins "Panorama"

Die Äußerungen folgten der jüngsten Modeschau von Dolce & Gabanna auf der Milan Fashion Week, bei der sie im Finale weibliche Models mit Babys auf den Laufsteg schickten.

Die beiden Modemacher hätten eine Bombe auf die Lesben- und Schwulenbewegung geworfen, lautete noch einer der freundlicheren Kommentare in den sozialen Netzwerken. Die Webseite LGBT News Italia startete unter dem Hashtag #BoycottDolceGabbana einen Boykottaufruf.

Diesem schloss sich bereits der britische Sänger Elton John an, der mit seinem Ehemann David Furnish zwei von einer Leihmutter geborene Söhne großzieht: "Wie könnt ihr es wagen, meine wunderbaren Kinder als 'synthetisch' zu bezeichnen?", schrieb der Weltstar dem Designerpaar. "Schämt euch, mit eurem kleinen erhobenen Zeigefinger auf die künstliche Befruchtung zu zeigen, die es so vielen Menschen, heterosexuellen wie homosexuellen, ermöglicht, ihren Traum vom Kind zu verwirklichen." Der Sänger stellte zudem klar: "Ich werde nie wieder Dolce und Gabanna tragen!" (cw)



#1 Sabelmann
  • 15.03.2015, 14:56h
  • Was sind das für Volldeppen!!!!!!!!!
    Ich habe meinen Junior ALLEINE grossgezogen und er ist ein netter,höflicher und hilfsbereiter HETEROmann geworden.
    Hab ihn gerade gefragt ob es ihm geschadet hat dass er "nur" von einem Homo grossgezogen wurde...seine Reaktion war ein Vogelzeigen für diese Idioten und ein Busserl für mich!
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#2 kuesschen11Profil
  • 15.03.2015, 15:10hDarmstadt
  • Wer so schlecht und verachtend über Menschengruppen in der Öffentlichkeit spricht, dem gönne ich ohne Augenzwinkern einen richtigen Boykott im Design-Geschäft.

    Diese arroganten Modemacher-Kerle können mich vom menschlichen her null beeindrucken und auf ihre Designs kann ich guten Gewissens verzichten.

    Papst Franziskus sitzt ja nicht weit entfernt und wird sie beglückwünschen für die traditionelle Meinung zum "Schutz der Familie".

    Vatikanluft macht eben stickig und umnebelt so manches Gehirn.
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#3 RalfAnonym
  • 15.03.2015, 15:12h
  • Die prominenten schwulen Dummschwätzer, die sich darin gefallen, als Kronzeugen für die eigene vermeintliche Minderwertigkeit Wasser auf die Mühlen von Schwulenhassern zu gießen, werden leider nicht alle.
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#4 AlexAnonym
  • 15.03.2015, 15:18h

  • Der Boykott ist absolut richtig.

    Nur weil sie selbst vielleicht unfähig sind, ein Kind großzuziehen, können die doch nicht einfach für alle Schwulen und Lesben sprechen.

    Was bilden die sich ein...
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#5 -hw-Anonym
#6 der MausAnonym
  • 15.03.2015, 15:58h
  • Antwort auf #5 von -hw-
  • "Die einzige Familie ist die traditionelle." Die Familie sei keine "Moderscheinung", sondern in ihr stecke der urprüngliche Sinn von Zugehörigkeit.

    Das ist Konfuzius pur. Es gibt in China nicht nur Konfuzius-Schulen, sondern auch -Vorschulen.

    Dort gehört zum täglichen Aufsagen des Morgen-Appells übrigens auch: Taiwan gehört ins Festland. England hat uns Hongkong genommen.

    Die russischen Konfuzius-Institute heißen Puschkin-Institut.
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#8 NicoAnonym
  • 15.03.2015, 16:44h
  • Wenn die beiden jegliche wissenschaftliche Erkenntnis negieren, sagen die damit nur etwas über ihre Intelligenz und ihr Bildungsniveau.

    Das ist so, wie wenn jemand behauptet, die Erde sei doch eine Scheibe.

    Und ganz nebebher spucken sie all den Regenbogenfamilien ins Gesicht, die Tag für Tag zeigen, wie gut das funktioniert und wo Kinder ein tolles Zuhause haben. Damit schaden sie gerade auch den Kindern...
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#9 TorstenEhemaliges Profil
  • 15.03.2015, 16:44h
  • "Ich werde nie wieder Dolce und Gabanna tragen"
    LOL! Hat Elton John denn jemals in Dolce und Gabbana gepasst?
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#10 userer
  • 15.03.2015, 16:46h
  • Wenn die beiden solche Ansichten haben, sollten sie tatsächlich besser keine Kinder großziehen.

    Sind diese Modetrinen vielleicht typische Mamma-fixierte, katholische Italiener?
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