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Reaktion auf Aussagen der Modefürsten

Kreativchef von D&G-Magazin tritt zurück


Die Titelseite des Online-Magazins von Dolce & Gabbana

Wegen der negativen Aussagen von Domenico Dolce und Stefano Gabbana über Regenbogenfamilien muss das D&G-Onlinemagazin einen neuen Kreativchef suchen.

Giuliano Federico ist am Dienstag als Kreativchef des englischsprachigen Online-Magazin swide.com zurückgetreten, das vom Modelabel Dolce & Gabbana von Mailand aus betrieben wird. Federico erklärte in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite, dass der Grund für seinen Rückzug die Aussagen von Domenico Dolce und Stefano Gabbana über Familien seien. Die schwulen Modedesigner hatten in einem Interview vergangene Woche gesagt, dass sie nur die traditionelle Familie akzeptierten und keine anderen Formen wie die Regenbogenfamilie (queer.de berichtete).

Federico erklärte, diese Kommentare stünden "im krassen Widerspruch" zu seiner persönlichen Überzeugung und seinem Engagement für Bürgerrechte in seinem Heimatland. "Ich bin stolz darauf, Italiener zu sein. Ich bin stolz auf unsere Vergangenheit und unsere Tradition. Aber ich glaube auch, dass Italien auf eine modernere und gleichberechtigtere Zukunft für unsere Kinder zugeht. Für alle Kinder."

Er lobte, dass Dolce & Gabbana die italienische Kultur und Traditionen mit ihren Kreationen nach außen getragen hätten. Zugleich kritisierte er seine früheren Chefs: "Ich denke, dass Modedesigner sich mit ihren Kleidern ausdrücken sollten".

Rückzug nach sieben Jahren


Giuliano Federico arbeitete sieben Jahre lang für das D&G-Magazin

Laut Swide war Federico seit dem Start des Online-Magazins 2008 in führender Position dabei. Er war zunächst Chefredakteur, erhielt dann im Mai 2013 "die inspierendere Rolle des Kreativchefs". Demnach hat sich Federico seit seiner Kindheit für Mode interessiert. Seinem Vater hatte eine Boutique gehört, deshalb sei er "umgeben von Kleidern und Accessories aufgewachsen".

Die Aussagen der Modemacher zu Regenbogenfamilien haben bereits in den vergangenen Tagen für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. So wird ein Boykott des Modelabels von Prominenten wie Elton John unterstützt. Das führte dazu, dass Gabbana den britischen Sänger als "Faschisten" bezeichnete – ebenso wie mehrere rechtskonservative Politiker in Italien (queer.de berichtete). (dk)



#1 NicoAnonym
  • 18.03.2015, 09:33h
  • Richtig so!

    Der Mann hat Rückgrat und stellt keine Profit-Interessen über seine Überzeugung...

    Solche Leute bräuchte man mehr.
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#2 kuesschen11Profil
  • 18.03.2015, 09:50hDarmstadt
  • Danke, Herr Federico. Das ist eine kluge Entscheidung von Ihnen.

    Da zeigt ein Kreativchef Menschlichkeit, Rückgrat und eine liberale Einstellung.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 18.03.2015, 10:43h
  • Finde ich gut!

    Wenn Dolce & Gabana unbedingt ein faschistisches Weltbild verbreiten wollen, kann man ihnen das vielleicht nicht verbieten. Aber dann muss man nicht mehr für die arbeiten oder deren Produkte kaufen.
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#4 seb1983
#5 buddybuddyAnonym
#6 HonestAbeProfil
  • 18.03.2015, 13:07hBonn
  • Ich kann dazu nur sagen, ich halte diese Arschlöcher, die jeden als "Faschisten" denunzieren, der sich kritisch gegen deren Hassrede positioniert und die dann auch noch mit der alten Leier von der angeblich unterdrückten Meinungsfreiheit kommen für extrem dumm.

    Aber wie man ja weiß, gehen eine reaktionäre Grundhaltung und totale Hirnverbranntheit nun mal bestens Hand in Hand. Das oder eiskalte Berechnung, wie ich sie mal bestimmten Politikern unterstelle. Diese spielen als vorgeblich reaktionär eingestellte Politiker mit der abgrundtiefen Dummheit ihrer Wähler. Ob D&G nun zu den eiskalten Berechnern oder den total Hirnverbrannten gehören, lasse ich mal dahin gestellt sein, aber ich schätze mal bei ihnen liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

    Diese Kerle wollen ganz einfach nicht verstehen, was Meinungsfreiheit ist. Meinungsfreiheit bedeutet weder, dass man jeden BULLSHIT unwidersprochen hinnehmen muss, noch das man sich als Faschisten bezeichnen lassen muss, weil man die Produkte oder Dienstleistungen von jemandem, mit dessen Meinung man nicht einverstanden ist, nicht mehr käuft oder in Anspruch nimmt.

    Dieses absichtliche Falschverstehen von Meinungsfreiheit geht mir echt gehörig auf den Keks und dabei wird es auch noch immer populärer bei Vollidioten aller Art, von Pegida über "Demo für Alle" und AfD bis hin zu eben solchen Armleuchtern wie D&G.

    Ich kann gar nicht genug betonen wie erbärmlich ich Leute finde, die eine widerliche Meinung herausposaunen und sich dann auch noch erdreisten "Hilfe, Hilfe, ich werde unterdrückt!" zu rufen, sobald sich jemand gegen sie positioniert.

    In Wirklichkeit denke ich wissen sie, dass ihre Meinung scheiße ist. Sie haben nur einfach keine rationalen Argumente dafür und greifen daher nach jedem Strohhalm, um ihre Meinung mit Pseudo-Argumenten zu untermauern, wie etwa, dass es sich um eine "unterdrückte" und daher "besonders schützenswerte" Meinung handele.

    Einfach nur erbärmlich sowas!
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#7 Markus44Anonym
  • 18.03.2015, 13:18h
  • Antwort auf #6 von HonestAbe
  • Gut so !

    Und wie bereits gesagt, wer es diesen Sommer auf den CSD in Köln oder in Hamburg wagen sollte, mit D&G Kleidung herumzulaufen, der muss damit rechnen, das mir aus Versehen das Bierglas weggerutscht ist und mir das dann seeeeeehr leeeeeeid tuuuuuut.

    D&G ist ein absolutes No Go in diesem Jahr !!!
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#8 SophiaAnonym
  • 18.03.2015, 13:44h
  • Die AfD, NPD und alle weiteren Rechtsradikalen in Europa werden nun zu den Hauptkonsumenten von Dolce & Gabbana. Herzlichen Glückwunsch Domenico Dolce und Stefano Gabbana. Denkt daran, was mit Ernst Röhm passiert ist! Sobald diese Gruppierungen an der Macht sind, haben Homosexuelle nichts mehr zu lachen. Zugegeben, Mode ist etwas sehr oberflächliches, aber so viel Dummheit von Euch beiden ist trotzdem kaum auszuhalten!
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#10 TheDadProfil