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  • 20.03.2015           8      Teilen:   |

Hohe Geldstrafe

Brasilien: Rechter Politiker wegen Homophobie verurteilt

Artikelbild
Homophober Spitzenkandidat einer Splitterpartei: Bei den brasilianischen Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr erhielt Levy Fidelix nur 0,43 Prozent der Stimmen (Bild: Wiki Commons / A. Martins / CC-BY-SA-3.0-DE)

Der frühere brasilianische Präsidentschaftskandidat Levy Fidelix wurde vom Gerichtshof in São Paulo wegen volksverhetzender Äußerungen zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 300.000 Euro verurteilt. Der Betrag in Höhe von einer Million Reais soll verschiedenen Organisationen zur Förderung von LGBT-Rechten zu Gute kommen.

Der Politiker der rechtskonservativen Splitterpartei Partido Renovador Trabalhista Brasileiro (PRTB) hatte im September des vergangenes Jahres in einer Talkshow Homosexualität mit Pädophilie verglichen und darüber hinaus erklärt, dass Schwule, Lesben und Transsexuelle psychologisch behandelt werden müssten.

Brasilianische LGBT-Organisationen und Einzelpersonen, darunter der einzige offen schwule Abgeordnete Jean Wylls, hatten daraufhin gegen den 63-Jährigen eine Klage eingereicht. Das Gericht folgte der Kritik und urteilte am vergangenen Freitag, dass die Äußerungen von Fidelix "die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten" haben und "als Hassrede zu beurteilen" sind.

Der rechtskonservative Politiker kann gegen das erstinstanzliche Urteil noch Berufung einlegen. (cw)

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Tags: levy fidelix, brasilien, hassrede, sao paulo
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Reaktionen zu "Brasilien: Rechter Politiker wegen Homophobie verurteilt"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
20.03.2015
10:22:33


(+8, 8 Votes)

Von goddamn liberal


Da hätten deutsche Gerichte einiges zu tun.

Hätten.

Denn unsere Justiz wird nicht nur wenn es um uns geht, erst ein wenig nachdenklich, wenn Begriffe wie 'Vergasen' fallen.

Wenn überhaupt...


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#2
20.03.2015
10:24:10


(+11, 11 Votes)

Von Yannick


Sehr gut!

Wieso ist sowas nicht auch in Deutschland möglich?

Hier in Deutschland ist es Alltag, dass Politiker, Pfaffen und jeder andere der will, Homosexualiät mit Pädophilie gleichstellt. Ohne dass das irgendwelche Konsequenzen hätte.

Solches homophobes Mobbing muss endlich auch in Deutschland unter Strafe stehen...


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#3
20.03.2015
16:55:34


(+6, 6 Votes)

Von Patroklos
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Die Strafe ist angemessen und sollte bei jedem, der sich abfällig über uns äußert, aufgebürdet werden!


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#4
20.03.2015
17:05:56


(+5, 9 Votes)
 
#5
20.03.2015
19:38:03


(+2, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Yannick


Es ist schwierig, hier bei uns in Europa sollche Klagen anzustrengen, weil die menschenfeinde viel subtiler sich äußern und vorgehen.


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#6
20.03.2015
21:53:24


(+5, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von goddamn liberal


Auf ein solches Urteil gegen einen Homophobistischen Ausfall eines RKK-Klerikers oder Unions-Plitiker oder gar Bildungs-Gegner aus der Sippe von Storch und Co werden wir hier noch Jahre warten müssen..

Respekt für dieses mutige Gericht das die Zeichen der Zeit erkannt hat..


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#7
21.03.2015
00:17:00


(+4, 4 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Das wäte richtig vernünftig, wenn das auch bei uns Einzug hielte. Ich glaube, mit so viel Straf-Geld, was da fällig würde, könnten die Schwulenverbände jubeln, und man könnte die AIDS-Hilfen auf den modernsten Stand bringen!

Der Typ hat ja schon mächtig ein Ei am Wandern, und den Betrag wird er sicher nicht ohne Widerstand entrichten, aber stimmt schon, derartige "Bewertungen" kriegt man ja häufig auch hier.Dieser unsinnige Pädophilen-Vergleich ... denen fällt wohl nix Neues mehr ein, wie?
Geht man den Pädophilen-Vergleich konsequent durch, müsste man die liebe Hetero-Gesellschaft ungefähr 35 Mal mehr künstlich pädophil schelten. Daran denken die nie, dass die meisten Pädophilen Heterosexuelle sind.

Aber wehe, man beleidigt zurück -- egal ob es gegen Religioten, Katholiban, braune Anencephalisten oder diese Pegida-Verbohrten vom Bachmann-Clan geht, dann ist da gleich Zepter und Mordillo am Gehen, oder wie das heißt. Saddam und die Camorrah. And all that Jazz!

Da ist so ein Bericht schon mal eine hoffnungsvolle gute Botschaft. Ich hoffe, der Onkel muss zahlen!


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#8
21.03.2015
10:41:07


(+4, 4 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #2 von Yannick


Volle Zustimmung!

Aber ein besserer Diskriminierungsschutz wird ja von CDU, CSU, SPD, FDP und AfD abgelehnt.

Deswegen werde ich auch nie verstehen, wie man diese Parteien noch wählen kann.


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