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Homophober Spitzenkandidat einer Splitterpartei: Bei den brasilianischen Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr erhielt Levy Fidelix nur 0,43 Prozent der Stimmen (Bild: Wiki Commons / A. Martins / CC-BY-SA-3.0-DE)

Der frühere brasilianische Präsidentschaftskandidat Levy Fidelix wurde vom Gerichtshof in São Paulo wegen volksverhetzender Äußerungen zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 300.000 Euro verurteilt. Der Betrag in Höhe von einer Million Reais soll verschiedenen Organisationen zur Förderung von LGBT-Rechten zu Gute kommen.

Der Politiker der rechtskonservativen Splitterpartei Partido Renovador Trabalhista Brasileiro (PRTB) hatte im September des vergangenes Jahres in einer Talkshow Homosexualität mit Pädophilie verglichen und darüber hinaus erklärt, dass Schwule, Lesben und Transsexuelle psychologisch behandelt werden müssten.

Brasilianische LGBT-Organisationen und Einzelpersonen, darunter der einzige offen schwule Abgeordnete Jean Wylls, hatten daraufhin gegen den 63-Jährigen eine Klage eingereicht. Das Gericht folgte der Kritik und urteilte am vergangenen Freitag, dass die Äußerungen von Fidelix "die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten" haben und "als Hassrede zu beurteilen" sind.

Der rechtskonservative Politiker kann gegen das erstinstanzliche Urteil noch Berufung einlegen. (cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 20.03.2015, 10:22h
  • Da hätten deutsche Gerichte einiges zu tun.

    Hätten.

    Denn unsere Justiz wird nicht nur wenn es um uns geht, erst ein wenig nachdenklich, wenn Begriffe wie 'Vergasen' fallen.

    Wenn überhaupt...
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#2 YannickAnonym
  • 20.03.2015, 10:24h
  • Sehr gut!

    Wieso ist sowas nicht auch in Deutschland möglich?

    Hier in Deutschland ist es Alltag, dass Politiker, Pfaffen und jeder andere der will, Homosexualiät mit Pädophilie gleichstellt. Ohne dass das irgendwelche Konsequenzen hätte.

    Solches homophobes Mobbing muss endlich auch in Deutschland unter Strafe stehen...
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#3 Patroklos
  • 20.03.2015, 16:55h
  • Die Strafe ist angemessen und sollte bei jedem, der sich abfällig über uns äußert, aufgebürdet werden!
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#4 mehr überallAnonym
#5 hugo1970Profil
#6 TheDadProfil
  • 20.03.2015, 21:53hHannover
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Auf ein solches Urteil gegen einen Homophobistischen Ausfall eines RKK-Klerikers oder Unions-Plitiker oder gar Bildungs-Gegner aus der Sippe von Storch und Co werden wir hier noch Jahre warten müssen..

    Respekt für dieses mutige Gericht das die Zeichen der Zeit erkannt hat..
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#7 Homonklin44Profil
  • 21.03.2015, 00:17hTauroa Point
  • Das wäte richtig vernünftig, wenn das auch bei uns Einzug hielte. Ich glaube, mit so viel Straf-Geld, was da fällig würde, könnten die Schwulenverbände jubeln, und man könnte die AIDS-Hilfen auf den modernsten Stand bringen!

    Der Typ hat ja schon mächtig ein Ei am Wandern, und den Betrag wird er sicher nicht ohne Widerstand entrichten, aber stimmt schon, derartige "Bewertungen" kriegt man ja häufig auch hier.Dieser unsinnige Pädophilen-Vergleich ... denen fällt wohl nix Neues mehr ein, wie?
    Geht man den Pädophilen-Vergleich konsequent durch, müsste man die liebe Hetero-Gesellschaft ungefähr 35 Mal mehr künstlich pädophil schelten. Daran denken die nie, dass die meisten Pädophilen Heterosexuelle sind.

    Aber wehe, man beleidigt zurück -- egal ob es gegen Religioten, Katholiban, braune Anencephalisten oder diese Pegida-Verbohrten vom Bachmann-Clan geht, dann ist da gleich Zepter und Mordillo am Gehen, oder wie das heißt. Saddam und die Camorrah. And all that Jazz!

    Da ist so ein Bericht schon mal eine hoffnungsvolle gute Botschaft. Ich hoffe, der Onkel muss zahlen!
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#8 RobinAnonym
  • 21.03.2015, 10:41h
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • Volle Zustimmung!

    Aber ein besserer Diskriminierungsschutz wird ja von CDU, CSU, SPD, FDP und AfD abgelehnt.

    Deswegen werde ich auch nie verstehen, wie man diese Parteien noch wählen kann.
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