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  • 25.03.2015           8      Teilen:   |

Harry-Potter-Autorin

J.K. Rowling: Schwule sind auch nur Menschen


Albus Dumbledore ist der Lieblingsrektor aller Harry-Potter-Fans. Bild: Warner Bros.


Auf Twitter hat J.K. Rowling mit wenigen simplen Worten gezeigt, wie man auf homophob angehauchte Fragen antwortet.

J.K. Rowling versteht nicht, warum manche Fans immer noch Probleme damit haben, dass Hogwarts-Rektor Albus Dumbledore schwul ist. Die 49-jährige Schriftstellerin hatte 2007 bei einer Lesung bestätigt, dass Dumbledore einst in Gellert Grindelwald verliebt gewesen ist (queer.de berichtete).

Ein weiblicher Fan fand das aber komisch und schrieb auf Twitter an Rowling: "Ich wundere mich darüber, dass Sie gesagt haben, Dumbledore sei schwul, weil ich ihn nicht so sehen kann."

Daraufhin die kurze wie geniale Antwort von Rowling: "Vielleicht weil homosexuelle Menschen einfach aussehen wie … Menschen."



In sozialen Netzwerken verbreitete sich die Antwort daraufhin wie ein Lauffeuer. Auch der weibliche Fan reagierte noch, sprach von einer "amazing answer".

Bereits im letzten Jahr hat eine italienisch-britische Studie herausgefunden, wie positiv der Einfluss von Rowling und ihrer fantasievollen Magierwelt ist: Junge Menschen, die Harry Potter bewunderten, haben demnach weniger Probleme mit Ausländern oder Homosexuellen (queer.de berichtete). Begründet wird das damit, dass die Buchreihe die negativen Auswirkungen von Diskriminierung zeige.

Homo-Hasser haben daher auch ein Problem mit Potter und Co.: So erklärte die katholische Aktivistin Gabriele Kuby in einem 2003 erschienenen Buch, Harry Potter sei ein "globales Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur". Kuby argumentiert, das Buch zerstöre die "Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation", wodurch Kräfte in die Gesellschaft eindringen würden, "die das Christentum einst überwunden hat". Weiter schreibt sie: "Es ist ein Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird." (dk)

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Tags: j.k. rowling, harry potter, albus dumbledore
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Reaktionen zu "J.K. Rowling: Schwule sind auch nur Menschen"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
25.03.2015
16:52:11


(+13, 15 Votes)

Von ursus


if harry potter taught us anything, it's that no one deserves to live in a closet.


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#2
25.03.2015
21:05:17


(+12, 12 Votes)

Von Patroklos
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Klug gekontert!


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#3
26.03.2015
22:48:02


(+8, 8 Votes)

Von PinkPurpleBlue
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Find ich gut.
Scheint nur ne nachträgliche Charakterinterpreation zu sein.
(In den Büchern war der Charakter halt so A-Sexuel wie man eben aus sicht des Schüler seinen Leher erleben sollte)


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#4
27.03.2015
04:21:16


(+8, 8 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Mir war es, während die Bücher und Filme en vogue waren, noch nicht Mal in den Sinn gekommen, dass da Charactere schwul sein könnten. Auffällig war nur, wie negativ die Kirchen sich über die Welt der Zauberer und Hexenfantasien, bzw. die mythologischen Wurzeln äußerten.

J.K.Rowling wurde mir über diese Bekundung nurmehr nochmal symphatischer!!Und was Sie in diesem Beispiel schrieb,ist das Beste und zeugt davon, dass die Frau mehr Verstand und Reife, und Herz hat, weiter ist als Viele der selbsternannten Gay-Versteher unserer Zeit!


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#5
27.03.2015
15:39:25


(+9, 9 Votes)

Von PFriedrich
Aus Trier (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 19.02.2015


"...So erklärte die katholische Aktivistin Gabriele Kuby in einem 2003 erschienenen Buch, Harry Potter sei ein "globales Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur". ... -
Kuby ist geradezu schreiend bekloppt.


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#6
27.03.2015
22:07:10


(+7, 7 Votes)

Von Suvette
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Ich fand schon, dass man in den letzten Büchern bemerkten konnte, dass Dumbledore mit dem Zauberer Grindelwald mehr verbunden hat, als nur Freundschaft. Also ausgedacht war es bestimmt schon vorher, denn ich fand, man konnte es fühlen und hatte darum auch diesen Eindruck, bevor J.K. Rowling Dumbi offiziell "outete".
Wirklich aber toll gekontert. Und auch stark von dem weiblichen Fan, dass sie die Antwort so positiv aufnehmen konnte.


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#7
30.03.2015
09:07:16


(+4, 6 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #5 von PFriedrich


Nun ja, eine gewisse Veränderung der Kultur hat Harry Potter ja tatsächlich bewirkt. Das ging schon mal damit los, dass die Kiddies aus freien Stücken ein Buch in die Hand genommen, sich damit verbarrikadiert und es regelrecht verschlungen hatten. Allein schon diese Erweckung der kindlichen Neugier ist eine reife Leistung, bei der Religioten wie Kuby nicht mithalten können bzw. wollen, weil für sie Kinder keine Individuen zu sein haben, sondern "gott"gefällige Werkzeuge der ureigensten Interessen ihrer Erzeuger.


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#8
01.04.2015
10:05:31


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User yelimS
Antwort zu Kommentar #7 von herve64


Kultur ist was Menschen selbst gestaltend hervorbringen, im Gegensatz zur "ungezähmten" Natur. Deshalb ist es völliger Unsinn einen statischen Begriff von Kultur zu vertreten wie die Kubys dieser Welt das versuchen. Weil sich natürlich Änderungen wie zB technischer Fortschritt direkt auf sie auswirken. Wir ändern unsere Kultur jeden Tag.

Die Richtung die wir der Änderung geben ist überaus wichtig, und ohne HP-Fan zu sein würde ich die von Rowling vertretenen Ideen von Menschlichkeit und Würde für akzeptabler und zukunftsfähiger halten als zB die vom Kinderprügelpapst.


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