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  • 26.03.2015           16      Teilen:   |

"Unioni Civili"

Italien: Lebenspartnerschaft nimmt erste Hürde

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Mehrere Städte hatten bereits rechtlich umstrittene Zeremonien für Homo-Paare durchgeführt, etwa zur Anerkennung von im Ausland abgeschlossenen Ehen

Der Justizausschuss des Senats stimmte mit 14 zu acht Stimmen für eine Vorlage, die homo- und teilweise auch heterosexuellen Paaren mehr Rechte bringen soll.

Auch in Italien gibt es erste Fortschritte bei der Homo-Ehe: Am Donnerstag stimmte im Justizausschuss des Senats eine Mehrheit für die Einführung einer Lebenspartnerschaft. 14 Senatoren stimmten für die Vorlage des Partito Democratico; neben den Sozialdemokraten unter Führung des Ministerpräsidenten Matteo Renzi stimmte auch die Fünf-Sterne-Bewegung für die Reform.

Die acht Gegenstimmen sowie eine Enthaltung kamen von Mitte-rechts-Parteien und der rechtspopulistischen Lega Nord. Mit der Initiative, die also von Teilen der Regierung und der Opposition getragen wird, würden erstmals Eingetragene Lebenspartnerschaften für homosexuelle Paare eingeführt.

Das neue Rechtsinstitut nach deutschem Vorbild, mit dem auch im Ausland geschlossene Lebenspartnerschaften oder gleichgeschlechtliche Ehen anerkannt würden, brächte den Paaren viele Rechte, die bislang Eheleuten vorbehalten waren, darunter die Möglichkeit zur Stiefkindadoption und eine Hinterbliebenenrente.

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Zugleich soll für hetero- wie homosexuelle Paare die Möglichkeit geschaffen werden, sich durch entsprechende Registrierung bei einem Notar einfache Rechte zu sichern, etwa zum Besuch des Partners im Krankenhaus oder in Mietfragen.

LGBT-Aktivisten begrüßten die Entscheidung als ersten wichtigen Schritt, an dessen Ende eine völlige Gleichstellung und letztlich die Ehe-Öffnung stehen müsste. Zugleich äußerten sie die Sorge, dass die Vorlage nun im weiteren Verfahren durch die Senatoren in etlichen Punkten geändert werden könnte. Bis zum 7. Mai sind entsprechende Anträge möglich.

Zuletzt hatten mehrere Regionen und Städte Druck auf die Regierung gemacht: Rom hatte kürzlich symbolisch Lebenspartnerschaften eingeführt (queer.de berichtete). Mehrere Städte hatten in den letzten Monaten außerdem angekündigt, im Ausland geschlossene Ehen anzuerkennen, was vom Innenministerium als illegal bezeichnet wird (queer.de berichtete).

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Tags: italien, lebenspartnerschaft
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Reaktionen zu "Italien: Lebenspartnerschaft nimmt erste Hürde"


 16 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.03.2015
19:35:35


(+1, 3 Votes)

Von Patroklos
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Der Anfang ist gemacht!


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#2
26.03.2015
19:36:55


(+10, 10 Votes)

Von Robin


Heutzutage, wo immer mehr Staaten die Ehe öffnen, ist es ziemlich anachronistisch, nochmal mit einer Ehe 2. Klasse zu kommen.

Da merkt man wieder mal, wie viel Einfluss die katholische Kirche nach wie vor auf Italien hat... Von einer echten Demokratie (wozu Trennung von Staat und Kirche gehören) kann man bei Italien genauso wenig sprechen wie bei Deutschland.


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#3
26.03.2015
20:53:35


(-4, 6 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014


Das Problem in Italien sind nicht die kultivierten Städte des Nordens (einschl. Roms), sondern die zurück gebliebenen Gegenden des Südens, des Mezzogiornos. Dort gehen die meisten Frauen auch heute noch unberührt in die Ehe und dort ist eine schwule Emanzipation undenkbar. Die lange arabische Zeit wirkt dort auch heute noch nach.


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#4
26.03.2015
21:12:51


(+3, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #3 von Pelayo


"Dort gehen die meisten Frauen auch heute noch unberührt in die Ehe und dort ist eine schwule Emanzipation undenkbar. Die lange arabische Zeit wirkt dort auch heute noch nach."

Was schreibst du denn da für einen Müll???? Welche lange arabische Zeit in ITALIEN?? Du verwechselst da was...


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#5
26.03.2015
22:54:23


(+6, 6 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Die Italiener nehmen sich wirklich viel Zeit. Hoffentlich wird die Ehe light und dann später die eigentliche Ehe eingeführt. Besser spät als gar nicht, sage ich mir als Pragmatiker. Der Katholizismus hat schon wieder als Hemmschuh gewirkt. Leider!


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#6
26.03.2015
23:53:34


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Pelayo


Italien war von den Mauren besetzt ?

Wieso haben die Italiener dann so wenig Kultur übrig behalten, während die Spanier bis Heute kulturell davon zehren ?

Ist die Einschätzung die "rückständigen" im Süden würden die Politik in Rom, und damit auch die Politik des Vatikan beherrschen von irgendwelchen Fakten belegt, oder wie kommt es, das die gleiche Funktionalität dann auch auf Deutschland anwendbar wäre ?


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#7
26.03.2015
23:57:37


(+2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von David77


Pssst..

Nicht verraten, aber die Mauren waren wirklich dort..
Aber fast nur auf Sizilien und Korsika, und auch nur 250 Jahre..
Auf Sizilien züchten sie deshalb wohl immer noch überwiegend nur Schafe und Ziegen..

Korsika gehört jetzt zu Frankreich, und wohl aus reiner Rache an den Mauren züchten die dort einen der leckersten Schweine und liefern wundervollen Schinken..


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#8
27.03.2015
02:12:41


(0, 4 Votes)
 
#9
27.03.2015
09:45:35


(+6, 6 Votes)

Von Sebi


Es ist natürlich besser als gar nichts, aber wie Robin schon sagte, ist eine eingetragene Partnerschaft natürlich nur eine Ehe 2. Klasse für Menschen 2. Klasse.

Echte Gleichstellung kann nur die Eheöffnung bringen.


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#10
27.03.2015
11:29:24


(+6, 8 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #3 von Pelayo


Aber genau wie in Deutschland gilt:
der streng katholische Süden darf dem Rest des Landes nicht seinen Willen aufzwingen.


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