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Grodzka bei einem CSD im Jahr 2013

Die transsexuelle Politikerin erreichte nicht die Mindestquote an Unterschriften, um an den Präsidentschaftswahlen teilzunehmen.

Die polnische Parlamentsabgeordnete und LGBT-Aktivistin Anna Grodzka hat am Donnerstag ihre Bewerbung bei den Präsidentschaftswahlen am 10. Mai zurückgezogen. Die 61-jährige Kandidatin der Grünen hatte nach eigenen Angaben rund 85.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt, bis zum Donnerstag wären allerdings 100.000 nötig gewesen.

Grodzka, die 2008 den Verein Trans-Fuzja gründete und 2009 eine Geschlechtsanpassung in Bangkok durchführen ließ, arbeitete ein Großteil ihres Lebens als Verlegerin und Unternehmerin; aus einer früheren Ehe hat sie einen Sohn.

2011 war sie in in ihrem Wahlkreis in Krakau in den Sejm gewählt worden, als derzeit einzige transsexuelle Abgeordnete weltweit. Im letzten Jahr wechselte sie von der Palikot-Bewegung zu den Grünen, blieb aber Abgeordnete.

2013 war Grodzka bereits mit dem Versuch gescheitert, Parlamentspräsidentin zu werden. Ihre jetzige Kandidatur fürs höchste Amt des Landes wurde nicht nur von den Grünen, sondern einem größeren Bündnis getragen.

In Meinungsumfragen der letzten Woche hatte Grodzka trotzdem bei lediglich zwischen null und einem Prozent gelegen. Dass homo- und transsexuelle Kandidaten nicht per se chancenlos sind, hatte nicht nur Grodzka mit ihrer Wahl in den Sejm gezeigt, sondern im letzten Dezember auch der bekannte LGBT-Aktivist Robert Biedron: Als Außenseiter ohne Parteibindung wurde er überraschend zum Bürgermeister von Slupsk gewählt (queer.de berichtete).

Als aussichtsreichster Kandidat bei der Präsidentschaftswahl gilt Amtsinhaber Bronislaw Komorowski von der liberal-konservativen Bürgerplattform, der in Umfragen auf fast 50 Prozent kommt. Einzig nennenswerter Gegenkandidat über fünf Prozent ist mit 25 bis 30 Prozent Andrzej Duda von der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit. Sollte Komorowski eine absolute Mehrheit verfehlen, würde es zu einer Stichwahl am 24. Mai kommen. (nb)

Youtube | Mit einem Video bedankte sich Grodzka am Donnerstag bei ihren Unterstützern


#1 TheDadProfil
#2 Patroklos
  • 27.03.2015, 09:08h
  • Es ist zum Heulen, aber Anna Grodzka soll niemals aufgeben, um ihre Ziele zu erreichen!
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#3 SebiAnonym
  • 27.03.2015, 09:53h
  • Schade, aber das hätte mich auch sehr gewundert, wenn das in Polen geklappt hätte...
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#4 GastAnonym
#5 Robby69Ehemaliges Profil
  • 27.03.2015, 19:14h
  • Antwort auf #4 von Gast
  • Bist Du sicher? Immerhin sind meines Wissens nach in Polen sehr viele Menschen äußerst katholisch. Und in "katholischen" Gegenden ist es nun mal extrem schwierig für jemanden, der nicht "hetero" ist, Erfolg zu haben. Siehst Du ja am Beispiel Bayern, in dem "Sonnenkönig Horst" und seine homophobe "Catholische Schwulenhasser Union" unser Bundesland nach "Gutsherrnart" regiert und alles versucht zu unterdrücken, was irgendwie mit "Nicht-Heterosexualität" zu tun hat.
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#6 GastAnonym
  • 28.03.2015, 10:00h
  • Antwort auf #5 von Robby69
  • Ein schwuler Aktivist wurde vor ein paar Monaten Bürgermeister von polnischen Stadt Slupsk. Keiner sagt, dass Polen so tolerant wie westliche Länder ist, aber richtig schlimm (Russland) ist auch nicht mehr
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#7 AlkaAnonym
#8 Robby69Ehemaliges Profil