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Unter manchen Schwulen beliebte Sex-Droge: Crystal wird geraucht, gesnifft oder gespritzt (Bild: J. Jefferson / flickr / by-sa 2.0)

Am 24. April um 18 Uhr startet in der Schwulenberatung Berlin eine Gesprächsgruppe für Konsumenten von Crystal Meth und anderen Partydrogen.

"Es ist ein offenes, wöchentlich am Freitag stattfindendes Begegnungsangebot für schwule Männer, die ihre Sexualität mit Partydrogen kombinieren und ihr Verhalten in einer angeleiteten Gesprächsgruppe reflektieren wollen", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Beratungsstelle. Der Austausch sowie die Vermittlung von Informationen und Wissen stünden dabei im Vordergrund.

"Wichtig ist uns dabei, den Drogenkonsum nicht zu verteufeln, sondern die Konsumkompetenz, also den verantwortungsbewussten Gebrauch von Drogen, zu stärken", schreibt die Schwulenberatung Berlin auf ihrer Webseite.

In den letzten Jahren habe sich die Zahl schwuler Männer, die Crystal konsumieren, signifikant erhöht, so das Projekt aus Berlin-Charlottenburg. Die Droge wird geraucht, gesnifft oder gespritzt und unmittelbar vor oder während sexueller Begegnungen eingenommen. Die Folgen des Konsums sei nicht nur eine hohe Bereitschaft zu ungeschützten und extrem risikoreichen Sexualpraktiken, sondern auch schwere Depressionen, Angstzustände und Psychosen.

In den letzten Monaten hätten vermehrt Crystal-User den Kontakt zur Schwulenberatung gesucht, weil sie die physischen, psychischen und sozialen Folgen ihres Konsums nicht mehr selbst bewältigen können. (cw)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 29.03.2015, 11:05h
  • Es ist nicht okay, dass Gras und Haschisch als Partydrogen kaum akzeptiert sind. Da muss sich was in den Köpfen der Menschen ändern. ;-)
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#2 LibbyAnonym
  • 29.03.2015, 12:41h
  • Die Schwulenberatung Berlin schreibt:

    "Wichtig ist uns dabei, den Drogenkonsum nicht zu verteufeln, sondern die Konsumkompetenz, also den verantwortungsbewussten Gebrauch von Drogen, zu stärken".

    ------------------------------

    Schön und gut - gegen "Verteufeln" bin ich auch. Und ich halte auch nichts davon, Drogengebrauch überhaupt zu kriminalisieren. Das hilft den Usern gar nichts, befördert Beschaffungskriminalität und macht die Hersteller und Dealer immer reicher (denn was verboten ist, das kann man umso teurer verkaufen).

    ABER: So zu tun, als könne man Drogen wie Crystal oder Heroin "verantwortungsbewusst" gebrauchen, ist in meinen Augen lächerlich. Wer so etwas regelmäßig nimmt, ist ein abhängiger Suchtkranker. Und hat die Kontrolle über sein Leben ja gerade nicht mehr in der Hand, sondern komplett verloren. Das steht ja auch im letzten Absatz des Artikels.

    Wer sagt: "Ich kokse verantwortungsbewusst" oder "ich habe meine Spritzerei total unter Kontrolle", der bescheißt sich selbst.

    Regelmäßiger, exzessiver Drogenkonsum (egal ob Alk, Zigaretten, Crystal Meth oder PP) macht den Körper kaputt. Macht einsam und krank.

    Und leider sind gerade Homosexuelle immer noch gefährdeter, Partydrogen zu nehmen als Heteros und danach im Drogenrausch die Regeln von Safer Sex zu vergessen. . Gerade in der HIV-Hauptstadt Berlin ...
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#3 MeineFresseAnonym
  • 29.03.2015, 15:23h
  • ""Wichtig ist uns dabei, den Drogenkonsum nicht zu verteufeln, sondern die Konsumkompetenz, also den verantwortungsbewussten Gebrauch von Drogen, zu stärken","
    Wie soll das denn bei Crysral klappen?
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#4 bio-chemikerAnonym
  • 29.03.2015, 23:03h
  • Antwort auf #3 von MeineFresse

  • Ich habe absolut nichts gegen Hanf und ziehe auch gerne mal einen durch.

    Gehört bedingungslos legalisiert, auch und gerade als Öko-Rohstoff.

    Tabak, Coffein!! und Alkohol sind unbestritten gefährlicher.

    Selbst Kokain ist in der Urform!! (Blätter) relativ harmlos.

    Chemische Drogen sind aber Dreck. Selbst wenn sie nicht gestreckt sind.

    Bitte soetwas nicht verharmlosen.

    Schlechte PR und es geht um eure! Gesundheit.
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#5 XDASAnonym
  • 30.03.2015, 00:24h
  • Antwort auf #3 von MeineFresse
  • Volle Zustimmung!

    Ausgerechnet bei Crytal von "Konsumkompetenz" und "verantwortungsbewusstem Gebrauch" zu schwadronieren zeugt nicht nur von medizinischer Inkompetenz, sondern ist auch brandgefährlich.
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#6 Patroklos
#7 White HouseAnonym
#8 Dirk_in_Berlin
  • 30.03.2015, 18:41h
  • Ich habe das Gefühl, dass hier einige der Kommentatoren keine Ahnmung haben, was Drogensucht bedeutet, dass das eine KRANKHEIT und keine Willensschwäche ist.
    Ich denke, der Schwulenberatung geht es primär aus der Erkenntnis heraus, dass TINA eine Droge der ganz üblen Sorte mit extrem hohem Abhängigkeitspotential ist, die psycischen, gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Probleme, die für die Erkrankten aus der Sucht resultieren können, erst einmal den Leuten zu helfen, sie zu stabilisieren, die Ursachen der Krankheit aufzudecken und ihnen einen Ausweg zu zeigen. Das kann man aber nicht, wenn man ihnen sagt:"Ihr seid Scheisse, weil ihr so ein Dreckszeugs nehmt." Wer würde da sich beraten und helfen lassen wollen?
    Das Vorgehen ist gleich dem bei den Alkoholkranken, besser ist es nicht mehr zu saufen, aber wer das nicht kann, sollte lernen, seinen Konsum zu kontrollieren (ich weiss, das ist bei einer Krankheit, der wichtigstes Zeichen der Kontollverlust ist, wirklich schwer). Abstinenz ist weiterhin das Ziel. Und das wird durch die Arbeit der der SB gezielt angegangen, mit einem vielfältigen Beratungs- und Therapie- so wie Betreuungsangebot.
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#9 niccinicciAnonym
  • 31.03.2015, 21:18h
  • bei fast allen kommentaren hier lese ich raus, das sie noch nie tina probiert haben und ganz klar auf die verteufelung fast aller medien und unerfahrenen journalisten drauf reinfallen. wohlgemerkt: tina/chrystal zu viel genommen ist natürlich megascheisse wie jede droge, ich schmeisse die konsumenten/opfer auch regelmässig raus aus einem laden, wenn ich dort arbeite, und es gibt mehr opfer mittlerweile als man denkt, aber es ist wie bei allen Sachen: die Dosis macht das gift. und ja, man kann auch tina verantwortungsvoll geniessen, jeder ist sein eigener chef.
    was glaubt ihr denn, wieviele menschen seit jahrzehnten heroin nehmen und damit normal arbeiten? nur niemand bekommt es mit, weil sie ein geregeltes leben führen. und Hanf einfach mal so eben gutzureden und tina zu verteufeln.......sorry, das zeigt komplette unerfahrenheit.
    menschen, die mit beiden beinen im leben stehen, am wochenende fun haben und geniessen und auch mal naschen, dagegen ist wirklich nichts einzuwenden. und daraus besteht die mehrheit hier in berlin. klar sehe ich auch bei tina die gefahr, das die konsumenten zu starken psychosen/neurosen nach exzessiven konsum neigen, aber wenn man dort nachhakt, ist man auch geschockt, wie und wieviel sie davon konsumiert haben. das sogenannte slamen sei nur ein Stichwort hier. aber deshalb ist koks und tina nicht schädlicher oder schlechter als grass und alk.
    wie gesagt, Aufklärung jederzeit, aber dann bitte nicht verteufeln von bestimmten substanzen, denn das bringt gar nichts und macht nur neugieriger.
    und mal ganz nebenbei: es gibt kein droge, die nach einmaligem Konsum abhängig macht, auch wenn es gerne so geschrieben wird. gerade auf dem gebiet der drogen gibt es zu viele selbsternannnte fachleute, die niemals einen coffeshop von innen gesehen haben.
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