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In zwei Dokumentationen zeigt Arte die verschiedenen Formen der Homosexuellenfeindlichkeit in Europa auf (Bild: Arte)

Mit zwei Erstausstrahlungen wird Arte am 12. Mai einen Themenabend zum Thema "Gleiche Liebe – gleiche Rechte! Homofeindlichkeit in Europa" veranstalten.

Um 20.15 Uhr strahlt der Straßburger Kultursender die Dokumentation "Gleiche Liebe – Falsche Liebe?!?" aus, in der HR-Reporter Peter Gerhardt die Auswirkungen von Homophobie in Frankreich, Deutschland, Litauen und Ungarn beschreibt.

Zu Wort kommen Homo-Hasser, die erklären, warum sie so vehement gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben kämpfen. Im Gespräch mit den Opfern zeigt sich, welche tiefen Spuren Homophobie bei den Betroffenen hinterlässt. "Die Reife einer Demokratie zeigt sich im Umgang mit gesellschaftlichen Minderheiten. 'Gleiche Liebe, falsche Liebe?!?' zeigt, dass Europa im Hinblick auf den Umgang mit Homosexuellen noch einen weiten Weg vor sich hat", heißt es im Arte-Pressetext.

Im Anschluss folgt um 21.10 Uhr eine Dokumentation von Marco Giaccopuzzi mit dem Titel "Du sollst nicht schwul sein". Darin geht es um die Schwierigkeiten, sowohl homosexuell als auch religiös zu sein.

Die Doku zeigt, welchem psychischen Druck junge homosexuelle Menschen mitten in Europa ausgesetzt sind, weil sie gläubig sind: Ein homosexueller Muslim wird in einer Einwanderer-Gesellschaft, die nur "echte Männer" kennt, von der eigenen Familie mit dem Tod bedroht, verfolgt, zur Heirat gezwungen oder für immer verstoßen. Ein katholischer Christ führt in klerikal-konservativen Kreisen sein Leben zwischen Selbsthass und Verdrängung. Einem schwulen orthodoxen Juden wird in der eigenen Gemeinde auf Verdacht nicht die Hand gegeben. Ein Mitglied in bibeltreuen fundamental-evangelikalen Kreisen fühlt sich wie ein Gefangener einer Welt, in der Homosexualität geheilt werden muss, weil man sonst in der Hölle landet.

Die Sendungen sind nach der Ausstrahlung auch sieben Tage lang in der arte-Mediathek zu sehen. (pm/cw)



#1 NicoAnonym
  • 30.03.2015, 16:43h

  • Gut, dass dieses wichtige Thema endlich auch in den Medien behandelt wird.

    Da geht es nicht nur um geistige und körperliche Unversehrtheit, sondern oft sogar um Menschenleben.

    Bitte mehr Berichterstattung darüber in den Medien! Vielleicht erfahren dann mehr Menschen, was so alles passiert und wovon sie nichts wissen.
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#2 hugo1970Profil
  • 30.03.2015, 19:18hPyrbaum
  • Antwort auf #1 von Nico
  • "Gut, dass dieses wichtige Thema endlich auch in den Medien behandelt wird."

    Was heißt in den Medien?
    arte ist führend mit Queer Themen. Was für ein deutscher Sender hat noch öfter Queer Themen?
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#3 Patroklos