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  • 31. Januar 2005, noch kein Kommentar

London Der ehemalige britische Kulturminister Chris Smith hat sich am Wochenende überraschend als HIV-positiv geoutet. Der erste offen schwule Parlamentarier Großbritanniens habe bereits 1987 von seiner Infektion erfahren und werde seitdem mit Medikamenten behandelt, sagte er der Zeitung "Times". Smith, der 1983 erstmals ins Unterhaus gewählt wurde und ein Jahr später erstmals öffentlich seine Homosexualität ins Gespräch brachte, begründete seine neue Offenheit mit der Art, wie der südafrikanische Präsident Nelson Mandela öffentlich über den Aids-Tod seines Sohnes gesprochen habe. "Es hat mich zutiefst berührt, was Nelson Mandela gesagt hat", sagte Smith der Zeitung. "Er hat davon gesprochen, dass sich niemand wegen HIV schämen müsse und dass dies wie jede andere Krankheit betrachtet werden sollte. Er war tapfer und er hatte recht." Der heute 53-Jährige gab an, Premierminister Blair während seiner Kabinettszeit nicht über seine Infektion informiert zu haben, da er sich gesund fühlte. Als Smith, der noch als Labour-Abgeordneter für Islington South im Parlament sitzt, jedoch vor zwei Wochen Blair darauf angesprochen habe, sei dieser sehr zuvorkommend gewesen. Auch Smiths langjähriger Lebenspartner, Dorian Jabri, unterstütze ihn nach Kräften. (nb)