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Roland Heintze soll die Hamburger CDU aus dem Umfragetief führen (Bild: CDU Hamburg)

Nach Dietrich Wersich steht erneut ein schwuler Politiker an der Spitze der hanseatischen Christdemokraten.

Die CDU in Hamburg hat bei ihrem Landesparteitag am Dienstag den ehemaligen LSU-Chef Roland Heintze zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 41-Jährige erhielt 147 von 159 gültigen Stimmen. Sechs Delegierte enthielten sich, sechs stimmten für den aussichtslosen Gegenkandidaten Detlef Bandow-Tadsen.

Damit löst Heintze den ebenfalls schwulen Politiker Dietrich Wersich ab, der sich nach dem schlechten Ergebnis der CDU bei der Bürgerschaftswahl nicht erneut um das Amt beworben hatte. Wersich hat auch den Fraktionsvorsitz abgegeben.

Heintze ist Haushaltspolitiker, der die Wirtschaftspolitik in seiner Partei wieder mehr betonen will: "Es ist Aufgabe der Partei, sich hier ganz klar zu positionieren und zu sagen: Der Wirtschaftsstandort Hamburg muss gestärkt und ausgebaut werden", sagte der neue Vorsitzende.

Dritter schwule Landesparteichef der Hamburger CDU

Die CDU war mit Spitzenkandidat Dietrich Wersich Mitte Februar bei der Bürgerschaftswahl auf nur noch 15,9 Prozent gekommen – und damit auf das schlechteste Ergebnis seit über einem halben Jahrhundert (queer.de berichtete). Bei der Wahl hatte auch Roland Heintze überraschend sein Bürgerschaftsmandat verloren (queer.de berichtete). Er war von 2004 bis 2015 Mitglied des Hamburger Landesparlamentes gewesen.

Heintze war von 2004 bis 2006 der vierte Bundesvorsitzende in der Geschichte der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Er sorgte damals mit vielen seiner Thesen für Aufregung in der Community – etwa, als er Bareback unter Strafe stellen wollte oder seine Ablehnung für die Gleichbehandlung von Homo-Paaren im Adoptionsrecht und die Aufnahme des Merkmals sexuelle Identität ins Antidiskriminierungsgesetz zum Ausdruck brachte.

Auch später gab es Auseinandersetzungen: 2012 stellte er die Gemeinnützigkeit des CSD Hamburg in Frage, weil dieser die Ablehnung der Gleichbehandlung von Homosexuellen im Eherecht durch die CDU kritisiert und die Teilnahme der Christdemokraten an der Veranstaltung in Frage gestellt hatte (queer.de berichtete).

Nach Ole von Beust und Dietrich Wersich ist Heintze bereits der dritte schwule Spitzenpolitiker der Hamburger CDU. (dk)



#1 Die_ErdeAnonym
  • 01.04.2015, 13:45h

  • Eine selbsthassende "Marionettenschwuchtel", der gegen jegliche Gleichstellung ist. Also damit wird die CDU auch nicht wählbarer.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 01.04.2015, 13:45h
  • Anscheinend sind auch in der Hamburger CDU verfassungswidrige Positionen ein ganz besonderes Qualifikationsmerkmal.

    In diesem Fall kommt wohl auch ein möglicherweise pathologisches Verhältnis zur eigenen Person und ihren unveräußerlichen Bürger- und Menschenrechten hinzu.
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 01.04.2015, 14:01hFrankfurt
  • Schon der 3. schwule Landesvorsitzende innerhalb kürzeste Zeit und trotzdem null Zustimmung bei den Lesern von queer.de. Da muss sich die CDU fragen, ob es nicht besser ist, den Weg der SPD zu gehen und mehr heterosexuelle Vorsitzende aufzustellen
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#4 Markus44Anonym
  • 01.04.2015, 14:39h
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • Eine sehr schöne Meldung, wenn sie denn stimmt, denn wir haben heute den 1. April.

    Jedenfalls freut es mich, das die CDU mittlerweile zu einer LGBT-freundlichen Partei sich gewandelt hat. Nicht nur das es mittlerweile eine ganze Reihe offen homosexueller CDU-Politiker in Landesparlamenten und im Bundestag gibt, geht die CDU nunmehr auch dazu über, freiwillig ohne vom BVerfG gezwungen zu sein, ein Rechtsbereinigungsgesetz zum Lebenspartnerschaftsrecht zu verabschieden, indem dann fast alle noch fehlenden "Lücken" beim Lebenspartnerschaftsrecht geschlossen werden. Die Anhörungen zum Gesetzentwurf laufen bis Anfang August diesen Jahres.

    Damit stellt sich die CDU/CSU nunmehr hinter die Akzeptanz des Lebenspartnerschaftsinstitutes.

    Es fehlt dann "nur" noch am letzten fehlenden Schritt zur Eheöffnung bei der CDU/CSU.

    Weiter so...es wird immer besser bei der CDU.
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#5 LorenProfil
  • 01.04.2015, 15:13hGreifswald
  • Antwort auf #4 von Markus44
  • Herr Heintze, schwuler Parteikarrierist (man schaue in seine Vita) und christlicher Burschenschaftler, ist gegen die völlige rechtliche Gleichstellung der Lebenspartnerschaften. Dafür engagiert er sich -wie er der taz anvertraute- für eine "konservativ(e)" Politik der inneren Sicherheit und eine (neo)liberale Wirtschaftspolitk (daher wohl auch sein Widerstand gegen die Aufnahme des Merkmals der sexuellen Identität in das Antidiskriminerungsgesetz) - wohl nach dem Motto "Law & Order für den Michel. Freie Fahrt für das Kapital". So passt er ins Profil einer konservativ-marktliberalen Partei, deren Markenkern bis auf weiteres die Diskriminierung von Lesben und Schwulen bleibt.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 01.04.2015, 15:28h
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • Ich bin szenefern und tolerant.

    Meine besten Freunde sind heterosexuell.

    Und sie sind wirklich meine Freunde, weil sie im Gegensatz zum zufällig schwulen Herrn Heintze meinen, dass ich Gleicher unter Gleichen bin.

    Alles klar?
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#7 Markus44Anonym
#8 Patroklos
#9 TheDad
  • 01.04.2015, 23:49h
  • Antwort auf #4 von Markus44
  • ""geht die CDU nunmehr auch dazu über, freiwillig ohne vom BVerfG gezwungen zu sein, ein Rechtsbereinigungsgesetz zum Lebenspartnerschaftsrecht zu verabschieden""..

    GELOGEN !

    Die "CDU" hat gar nichts "verabschiedet" !

    ""indem dann fast alle noch fehlenden "Lücken" beim Lebenspartnerschaftsrecht geschlossen werden.""..

    AUCH GELOGEN !

    Weil selbst dann wenn der Referenten-Entwurf aus dem Hause Maas völlig unverändert durch das Parlamentarische Gesetzgebungs-Verfahren gehen sollte, immer noch Diskriminierungen bestehen bleiben..

    Beispiel gefällig ?

    Das Eingehen einer ELP ist Schwulen Männern und Lesbischen Frauen erst mit 18 Jahren erlaubt !

    Die Ehe-Schließung mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten bereits mit 16 Jahren..

    Daran "rüttelt" weder der Referenten-Entwurf des SPD-geführten Justiz-Ministerium´s, noch der Gesetz-Entwurf der Grünen !

    ""Die Anhörungen zum Gesetzentwurf laufen bis Anfang August diesen Jahres.""..

    Und dann ist Sommerpause bis Ende September..
    Selbst wenn der Entwurf danach sofort am Kabinettstisch verhandelt werden würde, kommt er nicht vor Mitte Oktober in die 1.Lesung..
    Von dort geht´s in die Fachausschüsse, und die "brauchen" mindestens 3 Monate..
    2.Lesung dann frühestens im Februar 2016..
    Von dort in den Vermitttlungsausschuß überwiesen, der wieder mindestens 3 Monate braucht, kann die Abstimmung dann im Juni 2016, kurz vor der nächsten Sommerpause Stattfinden..
    Das Gesetz kann damit also frühestens Im September 2016 in Kraft treten..

    Auch am 1.April also immer schön bei der Wahrheit bleiben näää...
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#10 SilencioProfil
  • 02.04.2015, 09:14hBerlin
  • Bekanntlich ist ja ein großer Teil der Kommentatoren hier extrem Linke-lastig. Ich finde das gelinde gesagt skurril vor dem Hintergrund, mit welcher Verve sich die Partei immer wieder schützend vor Putin stellt. Dabei kommen gerade aus Russland in den letzten Jahren dermaßen viele homofeindliche Gesetze und die Linke applaudiert einem Faschisten. Das finde ich krank.
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