Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 03.04.2015           8      Teilen:   |

Entscheid von KommAustria

ORF darf über Homosexualität von FPÖ-Chef Strache spekulieren

Artikelbild
Heinz-Christian Strache ist der Anführer der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), die bei den letzten Wahlen mehr als 20 Prozent der Stimmen erreichen konnte (Bild: Multimedia-Blog Brundespraesident.in / flickr / cc by-sa 2.0)

Die österreichische Medienbehörde KommAustria hat eine Beschwerde des Rechtspopulisten Heinz-Christian Strache als unbegründet abgewiesen.

Niederlage für den rechtspopulistischen Oppositionsführer in Österreich: Die Medienbehörde KommAustria hat eine Beschwerde des FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache als unbegründet zurückgewiesen.

Der Vorsitzende der Freiheitlichen hatte sich wegen der beliebte ORF-Serie "Vorstadtweiber" bei der Behörde beschwert. So sei er in einer Passage der am 9. Februar ausgestrahlten Folge als schwul bezeichnet worden (queer.de berichtete). Die KommAustria kam jedoch zum Schluss, dass eine solche Behauptung gar nicht aufgestellt wurde.

Wörtlich hieß es in dem von Strache beanstandeten Dialog: "In Deutschland der Westerwelle oder dieser Berliner Bürgermeister. Oder bei uns der Strache. Die sind doch alle schwul und stehen dazu. – Der Strache? – Nein, den mein ich gar nicht. Der Kärntner da. – Da kommen einige in Frage."

Die Serie "Vorstadtweiber" persifliert die bessere Gesellschaft der Wiener Nobelbezirke und lockt jedesmal fast eine Million Österreicher vor die Fernsehgeräte.

Fortsetzung nach Anzeige


Medienbehörde: Schwul wird nur "der Kärntner" genannt

Die Behauptung, dass Strache selbst schwul sei, lasse sich dem Dialog nur bei isolierter Betrachtung eines einzelnen und zugleich aus dem unmittelbar folgenden Zusammenhang gerissenen Satzes unterstellen, was aber "nicht Maßstab der Beurteilung sein kann", schrieb die Medienbehörde in ihrem Bescheid: "Wortlaut und Abfolge des Dialogs lassen in ihrer Gesamtheit keinerlei Zweifel daran offen, dass sich die Behauptung einer möglichen homosexuellen Lebensweise gerade nicht auf den Beschwerdeführer bezieht, sondern auf einen – nicht näher bezeichneten – Kärntner."

Gegen die Entscheidung von KommAustria kann "HC" Strache noch Beschwerde beim österreichischen Bundesverwaltungsgericht einlegen.

Obwohl der Dialog über Westerwelle und Strache bereits vor Ausstrahlung der Sendung herausgeschnitten worden und nur in der (vergessenen) untertitelten Version für Hörbehinderte zu lesen war, hatte die FPÖ dem ORF eine "Vorwahl-Diffamierungskampagne" gegen die Partei vorgeworfen. So sprach Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Pressemitteilung vom "völligen Verlust aller Hemmungen der ORF-Führung gegenüber der FPÖ und ihrem Obmann". Den Chef der größten Oppositionspartei als Schwulen zu bezeichnen, verletze "die Grenzen des guten Geschmacks". Strache selbst hatte als Reaktion das Ende der "Zwangsgebühren" für den "ORF-Regierungsfunk" gefordert.

Die FPÖ gilt als äußerst homofeindliche Partei und bekämpfte beispielsweise die Einführung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften. Strache selbst bezeichnete in einem früheren Wahlkampf Homosexualität als "Krankheit" (queer.de berichtete). (cw)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 8 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 106             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: heinz-christian strache, fpö, vorstadtweiber, orf, kommaustria
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "ORF darf über Homosexualität von FPÖ-Chef Strache spekulieren"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
03.04.2015
12:59:38


(+2, 4 Votes)

Von Wolfgang_Austria


HC Strache: Politik für die Wärmsten der Warmen

Link zu www.thinkoutsideyourbox.net

HC Strache ist der Ärmste der Armen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
03.04.2015
13:05:20


(+7, 7 Votes)

Von Csanad


"20 Prozent der Stimmen erreichen konnte"

Wie blöd kann man sein? Man hat erst kürzlich bei Kärnten gesehen das nur Scheiße rauskommt wenn Rechtspopulisten an die Macht kommen -.-


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
03.04.2015
13:41:51
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Panic


Haider war übrigens schwul.
Das dürfen österreichische Medien vielleicht nicht schreiben, aber es ist ein offenes Geheimnis


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
03.04.2015
14:19:24


(+9, 9 Votes)

Von Pascal


Ist ja klar, dass die rechtspopulistische FPÖ diese Diskussion vermeiden will, weil das dem Wahlerfolg schadet.

Aber wenn die damit erfolgreich gewesen wären, wäre das ein schwerer Eingriff in die Rede- und Pressefreiheit gewesen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
03.04.2015
15:26:13


(+6, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Eine krachende Niederlage für Strache und somit ein wichtiger Sieg sowohl für die Meinungs- als auch die Medienfreiheit (sprich Grundrechte)!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
03.04.2015
19:24:47


(+4, 4 Votes)

Von qwertz


leider ist der grund nur, dass strache nicht gemeint war. als schwul "diffamiert" hat die kommaustria lt. artikel nicht kommentiert :/


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
04.04.2015
08:35:13


(+4, 4 Votes)

Von Carsten F


Da sieht man, wie solche rechtspopulistischen Parteien ticken.

Die wollen ein totalitäres System errichten, wo alle Menschen, die Medien, die Kultur, etc. nach deren Willen gleichgeschaltet sind.

Und es gibt eben auch rechte Schwule, die dann ihr eigenes Leben verleugnen wollen um in so einem rechten System Karriere zu machen.

Gut, dass es wenigstens noch einige unabhängige Medien gibt... Diese Freiheit muss jeden Tag aufs Neue gegen solche demokratiefeindlichen Kräfte verteidigt werden!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
05.04.2015
00:14:05


(+2, 2 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Panic


Wer sagt, sie duerfen das in Austria nicht schreiben?

Youtube-Video:


Politiker wie der Haider sind nicht einfach nur bigott. Sie sind verkommene Charaktere.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Looking: The Movie" im Oktober im deutschen TV Coming-out einer werdenden Mutter Zwei schwule Männer in Berlin-Mitte niedergeschlagen Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt