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Kommentare zu:
Neu HIV-positiv getestet? Ich bin dein Buddy!


#1 FinnAnonym
#2 Patroklos
#3 just wonderingAnonym
#4 Sugarbitch
  • 06.04.2015, 23:49h
  • Gesprächsangebote finde ich gut und wichtig, dieser Artikel trägt meiner Meinung nach aber zur derzeit üblichen Verharmlosung von HIV bei. Schade, es nimmt dem Thema die Ernsthaftigkeit.
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#5 ursus
#6 SaltbitchAnonym
  • 07.04.2015, 00:58h
  • Antwort auf #4 von Sugarbitch
  • Der Meinung bin ich auch. Mich stört hier vor allem, dass er an zwei Stellen in dem Artikel betont, es gäbe kein Problem bei einer Beziehung zwischen zwei HiV+ Menschen. ( "Ich lebte damals in einer Beziehung mit einem Mann, der auch HIV-positiv war da brauchte ich mir also keine Sorgen zu machen." und "Ich habe meinen jetzigen Freund in der Ausbildung zum Buddy kennen gelernt. Insofern gibt's da kein Problem mit HIV." )
    Es mag ja sein, dass es dort weniger psychologische Barrieren gibt, zwischen zwei HiV-Positiven, beim Sex ist dann allerdings der Gummi doch genauso wichtig, wie beim Sex mit einem HiV-Negativen, da es nur eine begrenzte Anzahl an wirksamen Medikamenten gibt und das Virus mit der Zeit Resistenzen gegen diese Bilden kann, die dann beim ungeschützten Sex übertragen werden können, oder etwa nicht ? ( Vorausgesetzt es werden Hi-Viren übertragen, was ja nicht immer der Fall sein muss. ) Und das würde im Endeffekt dann auch die Lebenserwartung noch weiter herabsetzen.
    Aber an sich natürlich eine super Sache, diese Buddies!
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#8 Samt und sondersAnonym
#9 tonicAnonym
  • 07.04.2015, 03:51h
  • Antwort auf #6 von Saltbitch
  • Bei guter Therapietreue - das heißt, bei Einnahme der HIV-Medikamente an 95% aller Tage - ist eine Resistenzbildung faktisch ausgeschlossen. Auch wenn es sich manche vielleicht nicht vorstellen können: mit HIV lässt es sich heutzutage ganz hervorragend leben. Ich bin seit Jahren positiv und habe ein perfekt intaktes Immunsystem, eine Viruslast unter der Nachweisgrenze und keinerlei Nebenwirkungen durch die eine Pille, die ich täglich schnabuliere. Die größte Einschränkung im Leben der meisten HIV-Positiven besteht in Vorurteilen und Ausgrenzung durch HIV-Negative. Deshalb finde ich es vollkommen richtig, HIV als das darzustellen, was es ist: eine gut behandelbare Krankheit, die die Lebensqualität in aller Regel nicht über eine einmal tägliche Tabletteneinnahme hinaus einschränkt.
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#10 So WhatAnonym
  • 07.04.2015, 05:34h
  • Antwort auf #6 von Saltbitch
  • Ich denke, hier wurde nicht vom Sex gesprochen, als er meinte, da gibt es kein Problem. Lass Dir aus Erfahrung sagen, der Sex funktioniert auch in einer +/- Beziehung wunderbar.

    Das Problem sind Leute wie einige Foristen hier, die immer noch meinen, dass HIV Prävention mit einer Stigmatisierung HIV Positiver einhergehen muss.

    Infektionen passieren nach meiner Erfahrung, weil das Thema immer noch gerne unter den Teppich gekehrt wird und eine reale Auseinandersetzung damit gescheut wird.
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#11 So WhatAnonym
  • 07.04.2015, 05:39h
  • Antwort auf #8 von Samt und sonders
  • Ich frage mich gerade, wie in Deiner Gedankenwelt solche Berichterstattung aussehen sollte.

    Sollen die Betroffenen alleine gelassen werden?

    Es sind Leute wie Du, die die Buddies notwendig machen. Ich behaupte fast, die biologischen Auswirkungen einer HIV Infektion sind mittlerweile leichter zu therapieren wie die stigmatisierende Intoleranz einiger Mitmenschen.
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#12 Rosa SoliAnonym
  • 07.04.2015, 10:40h
  • Antwort auf #8 von Samt und sonders
  • Ich empfinde es nicht als Verharmlosung, wenn man über das Leben mit HIV von heute berichtet. Man wird die medizinische Entwicklung und die Fortschritte schlecht leugnen können. Ich glaube sogar, dass Prävention das tun muss, um glaubwürdig zu bleiben.
    Würden mir die Präventionsbotschaften erklären, dass Aids immer noch eine tödliche Krankheit und damit ganz schlimm und fürchterlich ist, mir aber zugleich Leute über den Weg laufen, die seit 20, 25 oder 30 Jahren positiv sind und sich guter Gesundheit erfreuen, dann würde ich eine solche Prävention nicht als wahrhaft empfinden. Es genügt ja ein Blick auf die Mortalitätsrate, um das zu erkennen. Dafür muss man nicht Medizin studiert haben.

    Deshalb ist es richtig, wenn man realistische Bilder vom Leben mit HIV zeigt. Und das ist heute anders als noch vor 25 Jahren.

    Unabhängig davon ist es immer noch sehr sinnvoll, wenn man sich vor einer Infektion schützt. Niemand sagt, dass eine chronifizierte Krankheit erstrebenswert ist. Wenn es einem aber doch passiert, dass man sich ansteckt, dann ist es heute eben kein Weltuntergang, kein Todesurteil mehr. Das müssen die Leute wissen, damit sie sich zum Test oder zu einem Arzt trauen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten bis sie schwerste Erkrankungen bekommen.

    Wenn du heute vom medizinischen Fortschritt profitieren und ein normales Leben trotz HIV-Infektion führen willst, dann ist es wichtig, dass deine Infektion frühzeitig erkannt wird. Damit sicherst du dir beste Therapieoptionen. Genau deshalb ist Abschreckung kontraproduktiv, denn die sorgt nur für Verdrängung. Stattdessen muss man die Menschen entängstigen und motivieren, sich testen zu lassen. Fuad ist für mich ein Beispiel dafür, dass es sich lohnt. Er lebt seit 20 Jahren mit der Infektion und kann ein "normales" Leben führen.

    Das Projekt finde ich großartig. Den Positiven, die sich dafür ehrenamtlich engagieren, gebührt Anerkennung. Dumpfe Vorbehalte und verschwörungstheoretische Anwandlungen von der allmächtigen Pharma-Industrie sind absurd!
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#13 niccinicciAnonym
  • 07.04.2015, 15:25h
  • eigentlich heute kein grosses Thema mehr, auch wenn es viele nicht so gerne lesen wollen. eine pille täglich und der kuchen ist gegessen. auch wenn es zur verhamlosung beiträgt, für panikmachen ist die zeit längst vorbei, aus der ich auch komme. aber wer einen Buddy an der seite braucht zur Bewältigung, bitte sehr, jeder wie er will. denke auch, das viele Ärzte überfordert damit.
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#14 Sugarbitch
  • 07.04.2015, 19:46h
  • Ich scheue mich noch, das Wort "Glorifizierung" zu verwenden, jedoch habe ich in letzter Zeit immer häufiger der Eindruck, dass dies bei Berichten über HIV bzw Therapiemethoden immer mehr in diese Richtung geht.
    Vielleicht ist das auch nur meine verschrobene Meinung, das zeitgleiche , scheinbar "trendige" Aufkommen von Bareback-Gang-Bang Parties, entsprechenden Videos und Profilen in Sozialen Netzwerken erweckt jedoch genau diesen Eindruck bei mir, das es , und nun bitte genau differenzieren, durchaus einige Leute gibt, für die eine Infektion schon fast "hip" zu sein scheint.

    Ich bin ganz klar gegen Stigmatisierung von Betroffenen, wertschätzender und respektvoller Umgang müssen immer Grundlage jeder Kommunikation sein. Bezeichnend finde ich aber, dass gerade bei jungen Leuten kaum Bewusstsein für die auch heute noch möglichen negativen Gesundheitsfolgen vorhanden ist. Beispiel: neulich bekam ich ein Gespräch im Bekanntenkreis mit, von Person A hieß es , es sei 'nur' HIV, Person B aber hätte sich die Syphillis geholt, was ja mega eklig sei. Das ist für mich ein bisschen verkehrte Welt.

    Auch beim Verkehr von zwei Positiven gibt es ja zu beachten, dass dennoch eine Infektion mit einem weiteren Virus-Stamm erfolgen kann, dies möchte ich nicht unter den Tisch fallen lassen.

    Es wäre toll, wenn sich HIV in Zukunft wie ein Schnupfen therapieren liesse. Aber ich habe zu viel gesehen um das heute so entspannt zu sehen.
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#15 TheDadProfil
  • 07.04.2015, 23:58hHannover
  • Antwort auf #11 von So What
  • ""Es sind Leute wie Du, die die Buddies notwendig machen.""..

    Was für ein schöner Satz !
    Besser kann man das jetzt gar nicht beschreiben..

    Das Buddy-Projekt als "Idee" der Pharma-Lobby zu diskreditieren gelingt wohl auch nur Leuten, die den Sinn einer "persönlichen Assistenz im Alltag" von Grund auf nicht begreifen können..
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#16 TheDadProfil
  • 08.04.2015, 00:02hHannover
  • Antwort auf #14 von Sugarbitch
  • ""Es wäre toll, wenn sich HIV in Zukunft wie ein Schnupfen therapieren liesse.""..

    "Schnupfen" hat man mit Medikamenten 2 Wochen..
    Ohne Medikamente 14 Tage..

    "Schnupfen" ist nicht per Tablette therapierbar !
    Und außerdem hochgradig infektiös, über die Luft übertragbar..

    Ein bisschen Relaismus wäre schon nicht schlecht..
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#17 Bitchy HeadAnonym
  • 08.04.2015, 06:14h
  • Antwort auf #14 von Sugarbitch
  • Du beginnst Deinen Beitrag mit trendigen Barebackparties und sagst hinterher, dass Du gegen Stigmatisierung bist...

    Ich behaupte, dass sich die wenigsten Ihre Infektion auf so einer Party geholt haben, sondern bei fröhlichen Sex mit jemanden, der die Frage "Bist Du gesund?" mir ja beantwortet hat oder den man gar nicht erst gefragt hat, weil er ja so sportlich aussieht und nicht dem Stereotyp von den Fotos aus den Neunzigern entspricht.

    Tja, Pech gehabt.
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#18 Sugarbitch

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