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  • 08.04.2015           166      Teilen:   |

Keine Ausnahme

Bischof verweigert schwulem CDU-Abgeordneten den Segen

Artikelbild
Der CDU-Politiker Stefan Kaufmann ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags (Bild: CDU Stuttgart)

Einen Gottesdienst zur Verpartnerung wünschte sich der Stuttgarter CDU-Chef Stefan Kaufmann – doch Diözesanbischof Gebhard Fürst lehnte ab.

Die Katholische Kirche macht auch bei schwulen CDU-Politikern keine Ausnahme: Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Stuttgarter Kreisvorsitzende Stefan Kaufmann wünschte sich nach seiner Verpartnerung mit seinem langjährigen Lebensgefährten Rolf Pfander, einem 46-jährigen Verwaltungsangestellten, einen Segnungs-Gottesdienst. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wies das Ansinnen jedoch zurück.

Das schwule Paar, das im vergangenen Jahr vor das Standesamt trat, hat allerdings bereits eine Alternative gefunden: Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, trat Kaufmanns Lebenspartner Pfander nach der Absage aus der Katholischen Kirche aus und in die Alt-Katholische Kirche ein. Nun wird der Stuttgarter Pfarrer der vom Vatikan abgespaltenen liberaleren Glaubensgemeinschaft das Paar, das seit 14 Jahren zusammen ist, in der Schlosskirche des Alten Schlosses segnen.

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"Pilgerstätte von homosexuellen Paaren" befürchtet

Die Feier soll im Mai mit 250 Gästen stattfinden. "Wenn man die Liebe des Lebens gefunden hat", steht auf der Einladungskarte, "sollte man daran festhalten". Sowohl Kaufmann wie Pfander war es wichtig, ihre Partnerschaft unter den Segen Gottes zu stellen.

Doch selbst Altkatholiken-Pfarrer Joachim Pfützner stellte im Vorfeld klar, dass es sich nur um eine Segnung zweiter Klasse handelt: "Es wird die Segnung ihres gemeinsamen Lebenswegs – von einer Ehe kann nicht gesprochen werden." Weil seine Kirche zudem nicht zur "Pilgerstätte von homosexuellen Paaren aus ganz Deutschland" werden soll, wies er vorsorglich darauf hin, dass Segnungsfeiern nur für Mitglieder der Gemeinde möglich seien.

Stefan Kaufmann will "weiterhin kritisch-konstruktives Mitglied" der Römisch-Katholischen Kirche bleiben, sagte er der "Stuttgarter Zeitung".

Der 45-jährige Jurist ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages – im Wahlkreis Stuttgart I gewann er damals das Direktmandat vor dem Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir und konnte es 2013 verteidigen. Im Mai 2011 wurde Stefan Kaufmann in einer Kampfabstimmung zum Kreisvorsitzenden der CDU Stuttgart gewählt.

Mit seiner Homosexualität geht Kaufmann seit vielen Jahren offen um: Als er 2002 sein erstes Parteiamt übernehmen sollte, sagte er: "Ich mache das gern, aber ich lebe mit einem Mann zusammen. Wenn ihr ein Problem damit habt, dann lasse ich es." Im Bundestag gehörte Kaufmann zur Gruppe der "Wilden 13", die sich für eine rechtliche Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnern im Steuerrecht ausgesprochen hatte. Entgegen der Parteilinie ist er auch für das volle Adoptionsrecht für Lesben und Schwule und fordert eine Rehabilitierung der Nachkriegsopfer des Paragrafen 175. (cw)

Links zum Thema:
» Homepage von Stefan Kaufmann
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Tags: stefan kaufmann, segnungsgottesdienst, gebhard fürst
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Reaktionen zu "Bischof verweigert schwulem CDU-Abgeordneten den Segen"


 166 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.04.2015
09:12:36


(+7, 9 Votes)

Von Meinrad
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.03.2015


Mein Gott, wie naiv kann man sein? Es müsste Herrn Kaufmann doch bekannt sein, wie die r.k. Kirche immer noch tickt! Hoffentlich ist er in seinem politischen Wirken weniger realitätsfremd.


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#2
08.04.2015
09:15:46


(+11, 11 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear


"Wilde 13"?

Ja, katholisch und CDU ist natürlich verdammt wild.
Sieht man ihm ja auch an, gell?


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#3
08.04.2015
07:41:21


(+10, 12 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Sich selbst zu erniedrigen, gehört für CDU-Schwule doch zum "täglich Brot". Warum ist das jetzt eine Meldung wert?


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#4
08.04.2015
09:43:08


(+9, 11 Votes)

Von AntiFanti
Aus Berlin
Mitglied seit 02.04.2013


...aber die ganzen kinderschänder in den eigenen reihen segnen damit haben die herren bischöfe & co. keine probleme... diese ekelhafte doppelmoral der kath. kirche widert mich an, es verwundert mich dass die hetereos nicht noch massenhafter austreten, aber es werden ja immer die schwulen vorgeführt im zusammenhang mit diskriminierung aus der kirche...


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#5
08.04.2015
09:51:37


(+13, 13 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Wie es einem derart wichtig sein kann von einem anderen MENSCHEN ein paar warme Worte im empfundenen Auftrag einer fiktiven Märchengestalt (Gott) zur Bekräftigung der eigenen Zweierverbindung gesagt zu bekommen, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.
Ich meine, ganz offensichtlich sind die beiden doch schon überzeugt davon, dass ihr erfundener Gott ihre Verbindung gutheißt, sonst würden sie doch nicht so einen großen Aufwand betreiben, dies nun auch "offiziell" absegnen zu lassen.
Doch warum tun sie das, frage ich mich. Wenn sie wirklich so überzeugt davon sind, dass ihr Gott das alles so klasse findet, warum ist dann das Urteil eines Bischofs, also eines anderen MENSCHEN, überhaupt noch wichtig?

Ich denke also hier geht es überhaupt nicht um deren erdachte Götter, sondern um zwischenmenschliche Anerkennung. Gott ist wie so häufig nur ein vorgeschobener Grund. Beim Klerus wussten wir das schon lange. Doch im Falle dieser CDU-Schwulen ist es diesmal genauso, dass es in Wirklichkeit um etwas anderes geht als irgendeinen


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#6
08.04.2015
09:51:57


(+11, 13 Votes)

Von GeorgB


"weiterhin kritisch-konstruktives Mitglied" der Römisch-Katholischen Kirche...

baahhhh,
wie groß muss die Selbstverleugnung, wie groß die Realitätsverweigerung sein, wenn man so würdelos weiterlebt? Ich bin angewidert.


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#7
08.04.2015
08:13:46


(+11, 15 Votes)

Von Joel


Stefan Kaufmann hat irgendeinen Defekt. Wie kann er in der CDU sein, die ihn als Mensch zweiter Klasse einstuft und ihm einige Rechte nicht zugesteht? Wie kann er in dieser katholischen Sekte sein, die ihn wie einen Aussätzigen behandelt. Er muß masochistisch veranlagt sein. Er will schlecht behandelt und erniedrigt werden. Welchem halbwegs normal entwickelten Menschen ist der Segen dieser Sekte wichtig? Und "Wilde 13" war / ist ein Witz. Die sind so wild wie ein Gänseblümchen.


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#8
08.04.2015
10:20:21


(+14, 14 Votes)

Von gatopardo
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Ja was glauben denn die Betschwestern aus der CDU, was sie da von der kath.Kirche erwarten können ? Jetzt muss ich aber mal richtig kichern.


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#9
08.04.2015
10:40:11


(+12, 14 Votes)

Von 436iklimnjh5gf
Antwort zu Kommentar #1 von Meinrad


Herr Kaufmann ist leider auch in seinem politischen Wirken fremd, denn er klatscht regelmäßig Beifall bei Reden gegen gleiche Rechte seitens CDU-Abgeordneten im Bundestag.

Konstruktiv-kritisch will Herr Kaufmann sein, indem er Mitgleid der römisch-katholischen Kirche bleiben will. Dumm ist Herr Kaufmann, weil er nicht erkennt, dass er auch als Nichtmitglied der römisch-katholischen Kirche konstruktive Kritik äußern kann.

In meinen Augen ist der Kirchenaustritt das einzige, wovor die römisch-katholische Kirche Angst hat. Denn es ist der römisch-katholischen Kirche herzlich egal was ihre Mitglieder sagen, solange sie nur brav Unmengen an Kirchensteuern zahlen.


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#10
08.04.2015
10:57:21


(-15, 17 Votes)

Von Sophia


Was ist eigentlich wahrscheinlicher? Dass sich die katholische Kirche auflöst und es keine Gläubigen mehr gibt oder dass Homosexuelle irgendwann gleichwertig durch das Christentum anerkannt werden und sich die Kirche menschenrechtskonform verhält?
Was sollte die Community hier fordern? Auflösung des Christentums oder eine menschenrechtskonforme Ausrichtung. Oder einfach Gläubige diffamieren und sich intolerant gegenüber gläubigen Homosexuellen verhalten, die es anscheinend gibt und Wert auf Anerkennung und Akzeptanz durch das Christentum fordern?


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