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  • 08.04.2015           10      Teilen:   |

Erneuter Versuch

Hasssänger Elephant Man tritt wieder in Deutschland auf

Artikelbild
Elephant Man macht seit Jahren Stimmung gegen Homosexuelle und wird von jamaikanischen LGBT-Aktivisten für Morde an Schwulen mitverantwortlich gemacht

Anfang des Jahres hatte es bereits bei mehreren Auftritten Proteste gegen den Jamaikaner gegeben, der in seinen Songs zur Ermordung von Homosexuellen aufruft. Jetzt sind Konzerte in Schwaben geplant.

Elephant Man will erneut in Deutschland auftreten: Am 17. April ist ein Konzert im oberschwäbischen Ravensburg angesetzt. Das Konzert soll am Abend im "Studio 104" veranstaltet werden. Eine Woche später hat sich der Hasssänger im "Cue Club" in der Landeshauptstadt Stuttgart angekündigt.

Außerdem sind Auftritte in anderen Ländern geplant: Bereits am Mittwoch will Elephant Man im Genfer "Moulin à Danse" auftreten, danach sind Konzerte in Frankreich und den Niederlanden geplant.

Elephant Man (bürgerlich: O'Neil Bryan) appelliert in Liedern wie "A Nuh Fi Wi Fault", "We Nuh like Gay" und "Log on" an seine Zuhörer, schwule Männer zu töten. Diese Songs werden zwar normalerweise nicht in Europa aufgeführt, auf Jamaika gehören sie aber zu Klassikern.

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Zuletzt Konzert in München abgesagt

So wird auf Facebook für das Konzert des Hasssängers in Oberschwaben geworben
So wird auf Facebook für das Konzert des Hasssängers in Oberschwaben geworben

In der vergangenen Jahren hatte sich Elephant Man vor Konzerten in Europa wiederholt von den Liedern distanziert, führte sie danach aber in seinem Heimatland trotzdem auf. Wegen dieser Taktik wurden bereits mehrfach Konzerte des Hasssängers abgesagt, zuletzt im Januar in München (queer.de berichtete). Die Veranstalter in der bayerischen Landeshauptstadt begründeten die Ausladung damit, dass sie die Aussagen des Künstlers im Vorfeld nicht genügend geprüft hätten.

Dagegen durfte Elephant Man im Februar in Leipzig, Frankfurt am Main und Berlin auftreten. In allen drei Städten gab es Proteste von LGBT- oder Menschenrechtsaktivisten. In Frankfurt protestierte sogar die Stadtverordnetenversammlung gegen den Auftritt (queer.de berichtete). Die Frankfurter Veranstalter erklärten aber, dass man den Homo-Hass von Elephant Man "eventuell nicht so heiß kochen sollte und irgendwann auch mal vergessen könnte".

Der Streit um Elephant Man dauert schon seit Jahren an. Wiederholt wurde ein Einreiseverbot für den Hasssänger gefordert. 2009 verglich der Bundestagsabgeordnete Volker Beck die Musik des jamaikanischen Stars mit der von Neonazi-Bands (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: elephant man, hasssänger, jamaika, ravensburg, stuttgart
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Reaktionen zu "Hasssänger Elephant Man tritt wieder in Deutschland auf"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
08.04.2015
14:58:20
Via Handy


(+8, 12 Votes)

Von Felix


Alle Appelle an die Veranstalter bringen nichts, da die nur an ihre Profite denken.

Solche Auftritte von Hasssängern und der Vertrieb von deren Musik muss endlich verboten werden.

Anders geht es offenbar nicht.


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#2
08.04.2015
17:21:16


(-4, 8 Votes)

Von Layo


Wer würde diese Figur kennen, wenn man nicht seine Haßlieder breittreten würde, u.a. hier bei queer.de? Wer von den Zuhörern versteht dieses jamaikanische Englisch?
Je mehr sich die Schwulen und deren Sympathisanten über diesen Typen aufregen, desto bekannter wird er und desto mehr Besucher kommen zu seinen Konzerten.
Dieser "Elephant Man" hat offensichtlich eine Marktlücke gefunden, mit der er richtig gut Geld verdienen kann...


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#3
08.04.2015
17:59:53
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Felix
Antwort zu Kommentar #2 von Layo


Also sollte man ihrer Meinung nach Mordaufrufe tolerieren, um nicht noch mehr Menschen auf sie hinzuweisen.

Was für eine seltsame und verquere Logik. Wohin das Runterspielen und Relativieren von Hass führt, sieht man immer wieder.


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#4
08.04.2015
18:36:00


(+5, 9 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Felix


Das sehe ich genauso. Solange es kein Verbot für solche Perversen gibt, wird sich nie was ändern.


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#5
08.04.2015
19:07:00


(-2, 6 Votes)

Von Thorin
Antwort zu Kommentar #3 von Felix


Im prinzip ja, denn er spielt diese Lieder ja nicht in Deutschland, sondern nur in Jamaika. Deshalb bringt ein Verbot ja auch nichts, denn wenn jemand Straftaten im Ausland begeht die keinerlei Belang für uns haben, ist es für die deutsche Justiz irrelevant.


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#6
08.04.2015
19:31:14


(+5, 7 Votes)

Von andreMuc


Das Album, wo er seine homophoben Texte verbreitete (Log on) stammt aus dem Jahr 2001. Erst 2009 kam das Album auf den Index. Was ich nicht ganz verstehe, 2006 hat sich der Typ von homophoben Texten, auf ARTE distanziert. Daraufhin hat er, unter anderem von queer.de, so eine Art "Ritterschlag" bekommen.
Zitat: Das Internetmagazin queer.de konstatierte, dass sich Elephant Man im Gegensatz zu Kollegen (...) an die Abmachung halte, nicht mehr zur Gewalt aufzurufen. (Wiki)
Wie denn nun Freunde ?


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Anm. d. Red.: Der Wikipedia-Artikel reißt eine Aussage aus dem Jahr 2007 aus dem zeitlichen Zusammenhang. Elephant Man hat seitdem mehrfach homophobe Songs performt oder gegen Schwule gehetzt.

 
#7
08.04.2015
20:01:52


(+3, 5 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Er versucht es immer und immer wieder und zum Glück scheitert er immer, warum nicht dieses Mal auch?


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#8
08.04.2015
21:56:00


(+10, 10 Votes)

Von Nico


Nazi-Musik ist ja glücklicherweise verboten!

Wieso ist Hass-Musik, die zu Gewalt und Mord an Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuellen aufruft nicht auch verboten?

Achja, unsere schwarz-rote Bundesregierung sieht ja "keinen Handlungsbedarf"...


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#9
08.04.2015
23:29:33


(+8, 8 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #6 von andreMuc


Er hat sich zwar mal distanziert, um seine Einnahmen zu retten, danach aber ungebremst weiter gehetzt und zu Gewalt aufgerufen...


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#10
09.04.2015
19:10:43


(+2, 4 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Nico


"Nazi-Musik ist ja glücklicherweise verboten!" An sich "theoretisch" schon. Trotzdem gibt es jedes Jahr massenweise sogenannte "Rechtsrock"-Konzerte - sprich Konzerte von Nazi-Bands. Außerdem verscherbeln die ihre Hass-CDs auch noch übers Internet. Letzten Samstag wurde ich erst wieder von solchen Scheiß-Neonazis im Bus mit Nazi-Songs "zwangsbeschallt", bevor ich an der nächsten Haltestelle aussteigen konnte. Das, was man sich da anhören muss ist wirklich übelst. -
Was die Hass-Musik bzgl. uns LGBTIs angeht, gebe ich Dir völlig recht. Da muss endlich was passieren. Aber mit schwarz-rot sehe ich "schwarz". Das kann nur mit rot-rot-grün funktionieren.


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