Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 10.04.2015           17      Teilen:   |

Staatliche Diskriminierung

Nicaragua verbietet Anerkennung von Homo-Paaren

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega - Quelle: Wiki Commons / Fernanda LeMarie / CC BY-SA 2.0
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega (Bild: Wiki Commons / Fernanda LeMarie / CC BY-SA 2.0)

In Nicaragua ist am Mittwoch ein neues Familiengesetzbuch in Kraft getreten, in dem nun jegliche staatliche Anerkennung von Homo-Paaren untersagt ist.

Das von der linksgerichteten Regierung von Staats- und Regierungschef Daniel Ortega beschlossene Gesetz definiert die Ehe als "Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau". Auch Eingetragene Lebenspartnerschaften sind laut dem Gesetz fortan nicht möglich. Ebenso erhalten Schwule und Lesben kein Adoptionsrecht.

LGBT-Aktivisten zeigten sich enttäuscht über die diskriminierenden gesetzlichen Regelungen und kündigten an, gerichtlich dagegen vorzugehen. Sie argumentieren, dass es gegen das in der Verfassung garantierte Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt. Die Gruppe "Diversidad Sexual" erklärte, Schwule und Lesben würden so noch weiter an den Rand der Gesellschaft gedrückt.

Homosexuelle Handlungen sowie "Propaganda" für die gleichgeschlechtliche Liebe waren in Nicaragua im Jahr 1992 durch die damalige konservative Regierung von Präsidentin Violeta Chamorro verboten worden. Erst 2008 legalisierten die linksgerichteten Sandinisten von Daniel Ortega Homosexualität erneut (queer.de berichtete). Von Teilen der linken Bewegung werden Schwule und Lesben jedoch weiterhin als dekadenter und kapitalistischer Auswuchs bekämpft.

Die Bevölkerung ist in Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern äußerst homofeindlich eingestellt. So unterstützen laut einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2013 nur 16 Prozent der Nicaraguaner die Ehe-Öffnung, 77 Prozent lehnen sie ab. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 17 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 33                  
Service: | pdf | mailen
Tags: nicaragua
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Nicaragua verbietet Anerkennung von Homo-Paaren"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
10.04.2015
14:17:09


(-11, 15 Votes)

Von Markus44


Ein sehr informativer Artikel wie ich finde.

Und dieser Artikel zeigt überdeutlich, das die LGBT Fortschritte NICHT in den linksideologisch-regierten Staaten weltweit geschehen.

Nicaragua, Kuba, Nordkorea, Russland, Venzuela oder auch die Volksrepublik China sind alle bisher weit davon entfernt, homosexuelle Paare staatlicherseits anzuerkennen.

Es sind die Staaten mit echter Demokratie, die mehr durch liberale Parteien, durch grüne Parteien, durch sozialdemokratische Parteien und auch durch linkskonservative Parteien regiert werden, wo es Eheöffnungen oder Lebenspartnerschaftsinstitute gibt.

Wenn also hier so linksideologische Typen wie TheDad Werbung für die Linkspartei machen und generell Linksideologie "hochjubeln", dann sollten sie dringend sich die staatlichen Verhältnisse in bezug auf homosexuelle Paare in Staaten wie Kuba, China, Nordkorea, Venezuela und Nicaragua anschauen. Diese Ideale, die dort Che Guevera und Co. hochjubelten", haben dort Regierungen enstehen lassen, die in keinster Weise LGBT-freundliche Politik voranbringen.

Daher dieses LGBT-feindliche neue Gesetzbruch der linksgerichteten Regierung Ortega werde ich künftig unseren Linksideologen im Forum "um die Ohren hauen". Und in Venezuela ist bisher auch kein Fortschritt zu sehen: selbst das benachbarte Kolumbien hat ein Lebenspartnerschaftsinstitut !!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
10.04.2015
14:47:36


(+11, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Markus44


Pardon.

Was ist denn an Putins Russland, in dem der ehemalige Zar 'Nikolaus der Blutige' als Nationalheiliger verehrt wird, links?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
10.04.2015
14:50:27


(+4, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Nicaragua hat in Sachen Homophobie mit diesem Gesetz den Vogel abgschossen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
10.04.2015
16:16:33


(+4, 6 Votes)

Von Knisfo
Antwort zu Kommentar #1 von Markus44


"Und in Venezuela ist bisher auch kein Fortschritt zu sehen [...]"

Du weisst - wie immer - nicht wovon du sprichst.

Dem Parlament in Venezuela sich liegt seit Januar letzten Jahres sich ein Gesetzesentwurf vor in Venezuela. Eine erste Abstimmung in Venezuela wird sich für Ende diesen Jahres in Venezuela sich erwartet in Venezuela sich. Die Zustimmung in Venezuela gilt sich als sicher sich in Venzuela sich sich in Venezuela sich.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
10.04.2015
14:20:31


(+5, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Markus44


Die Gründe für dieses neue Familiengesetz liegen gar nicht in der "Linken Regierung"..

Die liegen eindeutig hier :

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua#Religion


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
10.04.2015
16:34:56


(-12, 16 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #2 von goddamn liberal


@goddamn liberal
"Was ist denn an Putins Russland, in dem der ehemalige Zar 'Nikolaus der Blutige' als Nationalheiliger verehrt wird, links?"

Putin ist nicht links, das hast Du gut erkannt. Er ist ein purer Nationalist, homophob und reaktonär.

ABER er konnte nur zur Macht gelangen, weil Russland ein jahrzehntelang linksideologisch mainpuliertes Staatssystem hatte, das die Wirtschaft dort "an die Wand gefahren hat" und eine Bevölkerung indoktrinierte, die Werte wie Meinungsfreiheit, Minderheitenschutz, sexuelle Freizügigkeit, usw. nicht erlernen konnte.

Diese linke Ideologie bringt wie im Falle Russlands, Chinas oder Nordkoreas Regime an die Macht, die das gesellschaftliche System der Linken nutzen und zu eigenen Zwecken dann ausbeuten.

Ortega, Putin, Castro, Mao, Stalin, Noriega, usw. sind alles Personen, die erst dadurch an die Macht gelangen konnten, weil ihnen linke Ideologie Länder auslieferten, die keine echte Demokratie, Grundrechte, Meinungsvielfalt und Minderheitenschutz lernten


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
10.04.2015
17:56:32


(+5, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


""ABER er konnte nur zur Macht gelangen, weil Russland ein jahrzehntelang linksideologisch mainpuliertes Staatssystem hatte,""..

Das war in dem Moment beendet als die Oligarchen den Putsch gegen Gorbatschow wagten..

Der letzte Linke im Land war da der immer angetrunkene Boris Jelzin, der mitten in Moskau hackenbreit auf den Panzer kletterte, und den Putsch für beendet erklärte..

Danach hat er nur noch Putin an die Macht verholfen, und sich aus der Geschichte gesoffen..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
10.04.2015
18:03:52


(+3, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


Ortega..

Über die Vorgänge die einen Daniel Ortega zu einem Präsidenten eines Landes machen, solltest Du vielleicht noch einmal nachlesen..

Die "Sandinista" sind keine "Linken" im Sinne einer "Revolutionären Garde" wie sie einst ein Castro oder ein Che Guevara anführten..

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua#Aufstieg_der_Somoz
as


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Frente_Sandinista_de_Liberac
i%C3%B3n_Nacional


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
10.04.2015
18:11:59


(+4, 10 Votes)
 
#10
10.04.2015
18:26:47


(+3, 7 Votes)

Von Markus47
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


"ABER er konnte nur zur Macht gelangen, weil Russland ein jahrzehntelang linksideologisch mainpuliertes Staatssystem hatte, das die Wirtschaft dort "an die Wand gefahren hat" und eine Bevölkerung indoktrinierte, die Werte wie Meinungsfreiheit, Minderheitenschutz, sexuelle Freizügigkeit, usw. nicht erlernen konnte."

Wie gut, dass die Kirche in den christlichen Ländern den Menschen als Vorkämpfer half, genau diese Freiheiten, wie die sexuelle Freizügigkeit, zu erlernen.
Es ist gut, das/ss/ß bereits Papst Paul VI sich für die Einführung der Pille aussprach und dafür mit den Namen "Pillen-Paul" geheiligt wurde.
Da lobe ich mir doch die RKK, die heute in den Medien überschwenglich die Freigabe der "Pille danach" feiert.

Davon hätte sich die linksideologische DDR eine Pille abschneiden können, die ja bekanntlich gegen eine freie Sexualität ankämpfte und die Einführung der Pille als "christliche Propaganda" bekämpfte und deren Führer als Pillen-Walter als Kämpfer gegen die Pille in die Geschichte einging.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 Ort: Managua


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck bedauert "schreckliche Sätze" aus den Achtzigern Schwulen Flüchtling verprügelt: Zehn Monate auf Bewährung 25 Jahre "Schwulen-Verrat" im Fernsehen LiSL: Keine deutschen Steuergelder für Verfolgerstaaten
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt