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  • 11.04.2015           30      Teilen:   |

Kritik an Polizei

Freiburg: Schwules Paar angegriffen

Artikelbild

Einer der beiden Männer erlitt mehrere Verletzungen am Kopf, darunter eine gebrochene Nase. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

In der Nacht zum letzten Sonntag ist es in Freiburg zu einem offenbar homophob motivierten Angriff auf ein schwules Paar gekommen. Die 19 und 23 Jahre alten Männer befanden sich gegen 5.30 Uhr auf dem Heimweg von einer Disco im Bermudadreieck, als sie von einer Gruppe überholt wurden.

Aus dieser Gruppe heraus habe der spätere Täter "Ihr Schwuchteln" geschrieen, berichtet der 19-Jährige gegenüber der "Badischen Zeitung". Als Marcel M. gefragt habe, was denn die Beleidigung solle, sei er bereits angegriffen worden. Er erlitt eine gebrochene Nase, einen gebrochenen Orbitalknochen, eine Platzwunde und zwei abgesplitterte Backenzähne.

Der Täter und seine Freunde konnten fliehen, während M. zum Krankenhaus gebracht wurde. Dem Bericht zufolge konnte er nur knapp einer Operation an dem Gesichtsknochen entgehen.

Fortsetzung nach Anzeige


Polizei sucht jetzt Zeugen

Kritik übt das Paar in der Presse auch an der Polizei, die sich erst am Freitag mit der Suche nach Zeugen an die Öffentlichkeit wandte. "Ich habe mehrmals angerufen und bin vertröstet worden", so M. "Hätte ich mich nicht gekümmert, wäre bestimmt nichts mehr passiert." Die Polizei entgegnete gegenüber der "Badischen Zeitung", man habe erst jetzt erfahren, wie schwer die Verletzungen seien. Auch habe man vor Ort Zeugen festgestellt.

Interessant ist auch, dass die Pressemitteilung der Polizei Homophobie in keinster Weise erwähnt; selbst die Information, dass es sich um ein schwules Paar handelte, ist schnell überlesen. Pressemitteilungen etwa der Berliner Polizei benennen das mögliche Motiv klarer.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: 20 bis 25 Jahre alt, blonde kurze Haare, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß. Zeugen können sich an das Polizeirevier Freiburg-Nord unter der Telefonnummer (0761) 882 4221 wenden. (nb)

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Tags: freiburg, gewalt, homophobie, polizei
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Reaktionen zu "Freiburg: Schwules Paar angegriffen"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
11.04.2015
08:30:29
Via Handy


(+9, 15 Votes)

Von Felix


Das wundert mich leider überhaupt nicht:
Da es ja in Kirchen und manchen Parteien nicht nur üblich ist, uns zu diskriminieren, sondern da immer öfter auch ganz offen gegen uns gehetzt wird und die Medien dem ein Forum bieten, entsteht ein gesellschaftliches Klima, das solche Taten fördert.

Wenn sich nicht sehr bald etwas ändert, wird das immer schlimmer werden.

Wir alle können dagegen ankämpfen: indem wir offen, selbstbewusst und stolz leben. Indem wir uns gegen Diskriminierung wehren. Indem wir nur noch Parteien wählen, die uns vollständig gleichstellen wollen, die vollständigen Diskriminierungsschutz wollen, die mehr Aufklärung wollen, etc. Und die auch nicht nur davon reden und Versprechungen machen und dann doch das Gegenteil tun, wie SPD und FDP, sondern die auch wirklich handeln und etwas ändern.


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#2
11.04.2015
11:25:09


(+9, 11 Votes)

Von Luca


Da CDU, CSU und SPD sich weigern, Verbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung überhaupt erst mal statistisch zu erfassen, kann sich auch nichts ändern.

Denn wenn man das wahre Ausmaß solcher Gewalt vertuscht, werden erst recht keine Gegenmaßnahmen getroffen.


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#3
11.04.2015
11:54:39


(+8, 8 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Homophobe Übergriffe können in jeder deutschen Stadt passieren, auch im beschaulichen Freiburg, das von einem grünen Oberbürgermeister regiert wird. Hoffentlich wird der Täter ermittelt und er wird dafür hart bestraft!


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#4
11.04.2015
12:36:30


(+8, 8 Votes)

Von Venice89
Aus Braunschweig (Niedersachsen)
Mitglied seit 09.04.2015


mhh ich glaube ich werd mal nen Selbstverteidigungskurs besuchen ...
Wer weis ob man den nicht mal gebrauchen kann

Ich hoffe die Täter gefunden werden und bestraft werden !!!


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#5
11.04.2015
13:09:19


(+5, 7 Votes)

Von GayJosh
Aus Münster (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.08.2014


Wegen sowas mache ich boxen..

Von wegen aufgeklärte Gesellschaft, wer so Leute unterstützt gehört nicht in ein "liberales" Land


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#6
11.04.2015
13:29:10


(+10, 10 Votes)

Von Fennk


Da der baden-württembergische Spitzenkandidat der CDU keine Gelegenheit auslässt, öffentlich Hass zu schüren, um daraus Kapital zu schlagen, war das nur eine Frage der Zeit.


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#7
11.04.2015
13:30:34


(+9, 9 Votes)

Von Heiner


Jeder einzelne dieser Vorfälle ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir mehr Aufklärung und Bildung brauchen!

Jeder dieser Vorfälle ist ein weiteres Argument für die Bildungspläne...


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#8
11.04.2015
14:00:32
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von myystery


Wenn die Täter nicht gefunden werden, gehört Guido Wolf als Scharfmacher und Anstifter auf die Anklagebank.


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#9
11.04.2015
15:33:33


(+10, 12 Votes)

Von AGENDA 2020
Antwort zu Kommentar #6 von Fennk


Die braune Saat der rechten Allianzen geht auch hier auf!

Und derselbe Staat, der die Hass- und Gewaltaufmärsche dieser Allianzen regelmäßig mit Tausenden Polizisten schützt, ihre Sprecher in den "öffentlich-rechtlichen Medien" hofiert und über diese rund um die Uhr Sexismus, Homophobie, Chauvinismus, Rassismus usw. verbreiten lässt, schweigt sogar rohe Gewalt gegen Schwule und Lesben oder gegen Flüchtlinge ganz gezielt tot!

Wer spricht hierzulande eigentlich über die regelmäßig gesellschaftlich produzierten Suizide homosexuell empfindender Jugendlicher, gerade wenn die Homohasser ihren kinder- und jugendfeindlichen Dreck verbreiten?

Vielleicht müssen Gabriel & Co. ja irgendwann mal öffentlich erklären (in Antwort z. B. auch auf CSD-Mobilisierungen? *träum* ), warum sie weiterhin gegen eine Bundestagsmehrheit links von der Mitte eine Partei in der Regierung halten, die bei Bedarf, ohne mit der Wimper zu zucken, auch mit Neonazis aufmarschiert, um u. a. aus Homophobie politisches Kapital zu schlagen! Oder warum die "S"PD-Minister überall selbst bremsen, blockieren, verharmlosen oder gänzlich schweigen, wenn es um die aktive, breitenwirksame Aufarbeitung und Bekämpfung homophober Aggression und Gewalt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht.


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#10
11.04.2015
15:56:23


(+9, 9 Votes)

Von Marc


Was muss noch alles passieren, ehe sich in diesem Land endlich etwas ändert?!...


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