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SPD-Arbeitsgemeinschaft

Schwusos: Mehrheit für Namensänderung


Die Schwusos brauchen künftig neben neue Fahnen auch eine neue Domain (Bild: Schwusos Köln)

Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) will im Herbst einen Workshop durchführen, bei dem ein neuer Name gefunden werden soll. Dies teilte er am Samstag bei der Bundesausschuss-Sitzung mit.

Eine überwältigende Mehrheit der Schwusos sei demnach für eine Umbenennung der AG, da sich lesbische, bisexuelle oder Trans-Mitglieder im derzeitigen Kurznamen nicht widerfänden, begründete der Bundesvorstand seine Entscheidung. Der Bundesausschuss der Schwusos ist ein beratendes Gremium, das über grundlegende politische und organisatorische Entscheidungen des Bundesvorstands anzuhören ist.

Die Schwusos NRW begrüßten in einer Pressemitteilung vom Samstag dieses Vorhaben: "Die heutige Diskussion im Bundesausschuss hat gezeigt, dass der Wunsch zur Namensänderung mehrheitlich unter allen Landesverbänden ist", so Rieke Römer, frauen- und familienpolitische Sprecherin des NRW-Landesvorstands. "Deutlich wurde aber auch, dass der Bedarf, sich zu einem konkreten Namen auszutauschen, weiterhin groß ist."

Die Landesverbände NRW und Berlin hatten den Namen "QueerSozis" vorgeschlagen, der von anderen Landesverbänden jedoch abgelehnt wurde. Wichtig sei nun, "dass wir hier wertschätzend miteinander umgehen und offen für alle Vorschläge sind", so Römer. (cw)



#1 JW GrimmAnonym
  • 12.04.2015, 09:40h

  • Aber bitte nicht glauben, dass ein Name Probleme löst. Das klappt nur bei Rumpelstilzchen.
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#2 EnyyoAnonym
#3 IrrsinnAnonym
  • 12.04.2015, 20:28h
  • "QueerSozis"?

    Ach Gottchen ...

    Viel besser wäre sowas wie LSBTTIQ-Sozis. Damit wirklich niemand in der Bevölkerung mehr versteht, worum es geht.

    Der Genderismus treibt die dollsten Blüten ... Babylonische Sprachverwirrung. "-Innen" war gestern ... ganz aktuell ist das Partizip Präsens Aktiv. Also nicht mehr "Studenten" (da damit - angeblich - Frauen diskriminiert werden), sondern "Studierende".

    Also: 10% korrekter neuer Name für die "Schwusos":

    Lesbisch-schwule-bisexuelle- transgender-transsexuelle-intersexuelle -queere Sozialismus-Betreibende". Also LSBTTIQSB.

    Oder so. Darauf einen Dujardin ...

    *kopfklatsch*
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#4 IrrsinnHochDreiAnonym
  • 12.04.2015, 21:22h
  • Antwort auf #3 von Irrsinn
  • Ergänzung:

    Liebe Gästinnen und Gäste,

    wer sich als studierende Frau durch den Ausdruck "Studenten" in seinem Frausein "diskriminiert" fühlt, der hat in meinen Augen nicht mehr alle Latten am Zaun bzw. nicht mehr alle Murmeln auf der Bahn.

    Aber jedem Tierchen ...
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#5 SebiAnonym
  • 12.04.2015, 23:32h
  • Die können noch so oft ihren Namen ändern, aber das wird nie kaschieren können, dass die SPD uns "100% Gleichstellung" versprochen hatte und dann das genaue Gegenteil gemacht hat.

    Klar muss man in einer Koalition Kompromisse eingehen. Aber erstens hätte es ja auch eine Mehrheit links der Union gegeben und zweitens wäre ein Kompromiss, wenn es statt 100% nur 50% oder auch nur 30% gegeben hätte. Aber 0% und weiterhin für Diskriminierung stimmen, ist kein Kompromiss, sondern Wahlbetrug. Zumal man das als erstes in den Koalitionsverhandlungen geopfert hat.
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#6 stromboliProfil
  • 13.04.2015, 10:23hberlin
  • gießen wir mal öl ins feuer...
    wie wärs, statt alles unter einen hut bringen zu wollen , die unterschiedlichen interessenslagen in unterschiedlichen gruppen zu verwirklichen.

    Meine wirklichkeit als schwuler mann ist nicht die wirklichkeit der lesbischen frau, wie die der transfrau/transmann nicht mit der des homosexuellen kleinbürgers übereinstimmen mag.

    Die solidarische schnittstelle in der sich alle dann wiederfinden, ist die uns aufgezwungene heteronormität, die es ja eigentlich zu bekämpfen gilt.
    Aber selbst diese "gemeinsamkeit" wird unterschiedlich bewertet..

    Nehmen wir als beispiel: Die angestrebte lebenswirklichkeit einer transsexuellen person ist die der heteroform nachempfunden. Es wird das unliebsame geschlecht gewechselt, nicht die idee dessen, was die geschlechterrolle im gesamtgesellschaftlichen darstellt/darstellen soll. Und nur im reaktionären "normalitätsaspekt biologistischen denkens erfährt es seine gesellschaftliche ausgrenzung.
    Nach vollendung und angleichung des inneren wandels an eine äussere wirklichkeit, wird das heterosexuelle ideals gelebt...
    Frau darf nun endlich frau sein, mann endlich mann.

    Die transsexuelle these sucht die aufhebung des biologistischen "normalbegriffes" indem durchaus richtig festgestellt wird: geschlecht ist, was das individuum daraus macht.
    Das ist fortschrittlich!

    Wird aber die fähigkeit, dass geschlecht selbst zu bestimmen nicht ebenfalls dazu führen, die geschlechternormierung insgesamt aufzuheben, wird das genormte - heterosexistische normenkonzept- distanzlos übernommen.

    Beispiel 2:
    gleichgeschlechtliche partnerschaften, die sich an heterosexistischen vorbildern orientieren, deren werte und rollen übernehmen...

    Dabei sicher auf den wandel der generationen bauend, dass festgefügte ideal "ehe" durch ergänzende rollenspiele ausgeweitet werden soll...
    Das ist als gesellschaftliches stabilisierungsprogram gegenüber einer übermächtigen heteronomativität sicher nicht nutzlos; besonders dann, wenn man dem heranwachsenden statt eigener erfindungsgabe und mutmachung die ihm gesetzten grenzen zu überschreiten, nur das analoge anpassen an gewährtes anbietet.
    Das ist derzeit offizielles "lgbt.. und sonstwas" program.
    Wir werden einer heteronormierten zwischenstufe herangeführt, in der der gleichgeschlechtliche seinen ihm zugewiesenen platz einnimmt.

    Hier flankierend begleitet von den unterschiedlich agierenden politströmungen..
    konservative, die die konservativen kernpositionen zu halten suchen, sozialedemokratische bemühungen , die die konservativen kernsätzte zu reformieren suchen ohne ihren wesentlichen konservativen kern zu berühren.

    Deshalb mal provokativ gefragt: kann "eheöffnug" den schwulen status ändern, oder ändert er das schwule ich?
    Also wer ist huhn, wer ei...
    Ist das schwule also wirklich nur eine als sexuelle abweichung geltende definition, während das persönlichkeitsbild in dem des hetero entwickelt wird.
    Oder ist dort doch der kern einer oppositionellen ich-entwicklung zu entdecken, die aber erst auch um ihre erweiterung kämpfen muss, sich aus der umklammerung heteronormativen denkens befreien muss.

    In der ideensammlung die hinter den kürzeln "schwusos/lisl/lsu und ähnlichem mehr zu vermuten wäre, ist keine sichtliche gesellschaftliche erweiterung zu erkennen.
    Es schreibt die vorgegebenen themen fest, erweitert nur die zugangsmöglichkeiten bislang noch unentdeckt gebliebener ausgegrenzter minderheiten in der "minderheitenthese", und schafft abhilfe bei als verbraucht und ausgeleiert empfundenen begrifflichkeiten..
    schwul ist out, queer ist in!

    Wenn aber "schwul" synonym für erwachendes homosexuelles selbstbewusstsein war, und nun in der gesellschaftlichen transformation wohl auch deshalb diesen positiven status verliert, weil inhaltlich nicht mehr um die positive unterscheidung weg von der heteronnormalität gerungen wird.., dann ist der namenswechsel auch programatische ansage.
    Ob dass genügend stoff für die zukunft sein wird, hängt natürlich zuallererst auch von uns selbst ab.. wieviel raum überlassen wir denen , uns zu bestimmen...

    Seien wir doch mal ehrlich: wollen wir weiter das spiel der kaufmanns ( cdu-segungsfreak), kahrs, kauchs, spahns und sonst konsorten mitspielen..
    Dumm in die kamera linsen, wenn wieder "unserer aller hoffung auf anerkennung", in eine heteronormative leere vorstößt.
    Ich kann mir besseres und wichtigeres vorstellen als deren spiel um des "kaisers neue kleider"!
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#7 Patroklos
#8 AlexAnonym
#9 HBausBProfil
  • 13.04.2015, 13:00h Berlin

  • Eine solche Umbenennung ist sicher wichtig, um künftig Interessierte für die Schwusos/ Queer Sozis zu gewinnen. Frau Göring - Eckhardt von den Grünen hat das schon richtig ausgedrückt : die SPD sollte langsam daran denken, ihre Mitgliederbasis zu erweitern. Problem : wenn eine Partei keine Botschaft an den Wähler hat, bringt die Umbenennung einer AG auch nix... und kommt daher tatsächlich der Bedeutung einer geplatzten Currywurst in Klein- Popelsdorf gleich...
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#10 FelixAnonym
  • 13.04.2015, 14:56h
  • Antwort auf #9 von HBausB

  • Das Problem ist eher:
    Eine Umbenennung ändert ja keine reale Politik.

    Was zählt, ist nicht deren Name, sondern was diese Partei wirklich tut. Und die SPD tut halt alles, um unsere Diskriminierung aufrecht zu erhalten.
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