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Auszug aus dem Brief, in dem auf "Anthrax" (den Milzbranderreger) hingewiesen wird (Bild: Des Moines Police Dept.)

In der amerikanischen Provinz wird ein Homo-Hasser angeklagt, weil er einer Schwulenbar einen Hass-Brief mit einem verdächtigen Pulver geschickt hatte.

Ein 49-jähriger Mann ist in Des Moines, der Hauptstadt von Iowa, wegen eines Drohbriefes gegen die bekannteste Schwulenbar der Region angeklagt worden. Der Besitzer des "Blazing Saddle" hatte am 27. März einen Brief mit homophoben Beschimpfungen, weißem Pulver und einer direkten Todesdrohung enthalten.

In dem Brief hieß es unter anderem, dass "geheime Feinde" dafür sorgen würden, dass Homosexuelle umgebracht würden und anschließend in die Hölle kämen. "Das ist eure Strafe dafür, dass ihr euch gegen Gott versündigt habt. Hoffentlich sterbt ihr an dem Milzbrand aus diesem Brief." Das gefunden Pulver hat sich allerdings als unschädliches Talkpulver herausgestellt.

Die Polizei war durch einen anonymen Tipp auf den Tatverdächtigen aufmerksam geworden. Nach Angaben der Behörden habe dieser die Tat bereits gestanden. Ihm drohen nun bis zu zwei Jahre Haft.

"Kindisch und hasserfüllt"


Das Polizeifoto des Tatverdächtigen (Bild: Des Moines Police Dept.)

Robert Eikleberry, der seit 20 Jahren die Bar betreibt, sagte gegenüber der Regionalzeitung "Des Moines Register", dass er den Brief geöffnet und dann sofort die Polizei alarmiert habe. Weiter erklärte er: "Das war sehr kindisch, sehr hasserfüllt. Ich dachte, dass diese Stadt ein wenig weiter ist", so Eikleberry. Hass-Briefe würden jedoch regelmäßig an die Bar gesendet, "aber bislang nie mit Pulver".

In Iowa waren LGBT-Rechte bereits vor sechs Jahren durch einen Gerichtsentscheid für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare emotional debattiert worden. Das führte laut LBGT-Aktivisten auch dazu, dass sich viele Homo-Hasser durch homophobe Rhetorik vieler konservativer Politiker bestätigt fühlten.

Allerdings wurde die Gleichstellung nicht mehr rückgängig gemacht, obwohl insbesondere die Republikaner das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben wieder einführen wollten. Auch eine Mehrheit der meist ländlichen Bevölkerung war damals dafür. Opfer dieser Kampagne wurden drei der Richter, die die Entscheidung für die Ehe-Öffnung getroffen haben: Sie wurden durch Volksentscheide abgewählt. (dk)



#1 AlexAnonym
  • 13.04.2015, 14:13h

  • Solche fanatisierten Wahnsinnigen müssen für immer aus dem Verkehr gezogen werden.
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#2 TheDadProfil
  • 13.04.2015, 14:39hHannover
  • ""Ihm drohen nun bis zu zwei Jahre Haft.""..

    Äh ?

    Nach dem Anschlägen von 2001 gilt das Verteilen von Bakterien per Brief als Terroristischer Akt !

    Der Mann gehört endgültig weg gesperrt..
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#3 Patroklos
#4 PFriedrichProfil
  • 13.04.2015, 23:26hTrier
  • Wenn man nur irgendwie die verantwortlichen religiotischen und politischen Berufshasser - und - hetzer dingfest machen könnte!
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#5 FaktencheckAnonym
#6 TheDadProfil
  • 14.04.2015, 11:13hHannover
  • Antwort auf #5 von Faktencheck
  • Und ?

    Die Drohung eines Verdummbibelten Mannes, wie aus den Worten des Briefes hervorgeht, belegen den Versuch des Mordes, und welche Ideologie dahinter steht..

    Der Versuch ist bereits strafbar..
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#7 FaktencheckAnonym
  • 14.04.2015, 15:14h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • "Versuch des Mordes ... der Versuch ist bereits strafbar."

    Seufz. Es hat nur eben gar kein Mordversuch stattgefunden. Was verstehst du bei den Wörtern "unschädliches Talkpulver" nicht?
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#8 TheDadProfil
  • 14.04.2015, 15:27hHannover
  • Antwort auf #7 von Faktencheck
  • Der Versuch liegt hier vor, weil der Brief geschrieben und versendet, ein Pulver enthielt, was der Drohung einen Anschein verlieh, der den Empfänger in Panik versetzen konnte..

    Wer in ein Geschäft geht, eine Pistole kauft, sie mit Patronen lädt, zum Nachbar geht und auf diesen schießen will, die Waffe aber versagt, wird wegen Mordversuch angeklagt und verurteilt, denn der Nachbar kann nicht wissen, das die Waffe versagen würde..
    Der Nachbar befindet sich zumindest subjektiv in einer unabwendbaren Gefahr..
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#9 RügenkresseAnonym
#10 FaktencheckAnonym
  • 14.04.2015, 16:20h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • Der Vergleich passt nicht. Der Mann hat zu keinem Zeitpunkt einen wirklichen Mord geplant und hatte dazu auch nie die Mittel in der Hand. Panikmache ist kein Mord.
    Du sitzt doch an einem Rechner: Lies dir doch einfach mal irgendwo durch, was den Tatbestand "versuchter Mord" kennzeichnet.
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