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Präsidentin Michelle Bachelet unterstützt die Gleichstellung von Schwulen und Lesben

Die chilenische Staatspräsidentin Michelle Bachelet hat am Montag das Gesetz zur Einführung des "Pacto de Unión Civil" (PUC) unterzeichnet. Damit können sich Schwule und Lesben ab Oktober verpartnern. Bereits im Januar hatten beide Kammern des Parlaments mit deutlicher Mehrheit dem Gesetz zugestimmt (queer.de berichtete).

Bei der Unterzeichungszeremonie in der Hauptstadt Santiago erklärte Bachelet, das Gesetz sei ein großer Schritt nach vorne für die Rechte sexueller Minderheiten. Die Sozialdemokratin hatte sich im letzten Jahr im Wahlkampf für die Ehe-Öffnung ausgesprochen, allerdings wollten die Abgeordneten bislang nur die "Ehe light" für Schwule und Lesben mit weniger Rechten als für heterosexuelle Eheleute beschließen. Die Lebenspartnerschaft, die auch heterosexuellen Paaren offen steht, enthält aber wichtige Bereiche wie eine gemeinsame Renten- oder Krankenversicherung.

Rolando Jiménez von der LGBT-Organisation MOVILH begrüßte das neue Gesetz und erklärte, der Staat erkenne nun erstmals an, "dass es mehr als eine Art von Familie gibt". Allerdings gebe es immer noch viel zu tun: So sei Schwulen und Lesben die Eheschließung weiterhin versagt, sie erhielten außerdem kein Adoptionsrecht und würden durch ein höheres Schutzalter diskriminiert.

Chile tut sich im Vergleich zu vielen anderen südamerikanischen Länder schwer mit der Gleichstellung: Homosexualität ist erst seit 1998 legal, außerdem hat die katholische Kirche einen großen Einfluss auf die politische Debatte. Ihr gehört der zweitgrößte private Fernsehsender des Landes. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 14.04.2015, 12:53h
  • In einer Zeit, wo immer mehr Staaten die Ehe öffnen, ist eine eingetragene Partnerschaft ziemlich anachronistisch und vor allem weiterhin diskriminierend.

    Aber besser als gar nichts ist es natürlich und immerhin ein kleiner Fortschritt.
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#2 Patroklos
#4 MariposaAnonym
  • 14.04.2015, 19:33h
  • Mariposa se alegro muchisimo sobre estas buenas noticias. Se trata de una ley progresista en el pais maravilloso de Chile. Los mismos derechos para todos !!!!

    Der Schmetterling freut sich sehr über diese guten Nachrichten. Es handelt sich um ein fortschrittliches Gesetz im wunderschönen Land Chile. Die gleichen Rechte für alle !!!!

    Muchas gracias a la Presidente Bachelet.
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#5 Markus44Anonym
#6 Homonklin44Profil
  • 15.04.2015, 00:07hTauroa Point
  • Immer schön, hier auch weitgehend gute Nachrichten zu lesen. Für das Land ein riesiger Fortschritt! Anderswo arbeiten die wenigstens progressiv an diesen Verbesserungen, trotz Einfluss der Religion!

    Das gehört belobt!
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 15.04.2015, 00:43h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Pardon, wir reden hier über Chile, das in ganz Südamerika für seine Prüderie verschrien ist.

    Das ist ein Fortschritt, den wir einer Präsidentin mit einer sehr fortschrittlichen Biographie zu verdanken haben.
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#8 MariposaAnonym
  • 15.04.2015, 09:15h
  • Antwort auf #4 von Mariposa
  • Ups... Es muß natürlich heißen, se alegrA ....

    Venezuela ??? Das ist so ziemlich das problematischste Land in Südamerika, was das Klima für LSGB-Themen angeht. Hochburg des Machismo, selbst Kuba ist da inzwischen weiter.

    Die "Prüderie" in Chile hängt auch mit der eher ungünstigen geographischen Lage des Landes zusammen, total abgeschnitten vom Rest der Welt.
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