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  • 14.04.2015           34      Teilen:   |

"Ewiggestrige Meinungen"

LSU übt scharfe Kritik an CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf

Artikelbild
CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf will mit homofeindlichen Aussagen Wähler am rechten Rand einfangen

Die CDU gefährde mit "ewiggestrigen Meinungen" ihre Wahlchancen, befürchtet die LSU – und kritisiert damit den christdemokratischen Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg.

Alexander Vogt, der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), hat den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Guido Wolf für seine abwertenden Äußerungen gegenüber Homosexuellen scharf kritisiert. Guido Wolf, der CDU-Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl im kommenden Jahr, gefährde damit "auch einen Wahlerfolg der CDU in der politischen Mitte", so Vogt am Dienstag.

"Wenn CDU-Politiker heute noch glauben durch die Bedienung ewiggestriger Meinungen Wahlen gewinnen zu können, haben sie leider nicht erkannt, wie weit sich die Gesellschaft mehrheitlich bereits von solchen Positionen entfernt hat", erklärte Vogt. "Stimmen, die die CDU damit am rechten Rand gewinnt, verliert sie doppelt und dreifach in der politischen Mitte".

Wolf hatte in einem am Freitag im "Mannheimer Morgen" veröffentlichten Interview erklärt, er sei gegen die Gleichbehandlung von Homo- und Hetero-Paaren im Adoptionsrecht, weil die Schöpfung darauf ausgerichtet sei, "dass Mann und Frau sich zusammentun, um Kinder auf die Welt zu bringen" (queer.de berichtete).

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Vogt: Wolfs Aussage unlogisch und unangemessen

Alexander Vogt ist seit 2010 Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) - Quelle: LSU
Alexander Vogt ist seit 2010 Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) (Bild: LSU)

Mit dieser Argumentation sei Wolf weit von der gesellschaftlichen Mitte entfernt, so Vogt. Folge man der Logik der Schöpfungsidee, müsse man auf der einen Seite auch akzeptieren, dass Gott auch Schwule und Lesben geschaffen habe, auf der anderen Seite müssten heterosexuelle Paare aber auch akzeptieren, dass der Schöpfer ihnen vielleicht keine Kinder zugedacht habe. "Diese Argumentation ist also weder logisch konsistent noch gesellschaftlich und menschlich angemessen. Sie kann daher keine Grundlage für politische Entscheidungen und allgemeingültige Rechtsvorgaben sein", erklärte der LSU-Chef weiter.

In Baden-Württemberg profilieren sich die Christdemokraten derzeit auch beim Thema Bildungsplan mit Homophobie. Der Plan der Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), eine bessere Aufklärung über Homo- und Transsexualität an der Schule zu erreichen, wird in einem CDU-Antrag in die Nähe des Kindesmissbrauchs gerückt (queer.de berichtete).

Die Landtagswahl wird im März 2016 stattfinden. Derzeit liefern sich Grün-Rot und Schwarz-Gelb Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen. (dk)

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Tags: cdu, guido wolf, lsu, alexander vogt
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Reaktionen zu "LSU übt scharfe Kritik an CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf"


 34 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.04.2015
11:00:14


(+8, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Die CDU gefährde mit "ewiggestrigen Meinungen" ihre Wahlchancen, befürchtet die LSU und kritisiert damit den christdemokratischen Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg.""..

Nöö Herr Vogt..

Damit "gefährdet" der Spitzenkandidat nicht die Wahlchancen, sondern er stellt klar, in welcher Position die CDU in B.-W. verharrt, nämlich auf der Position der Gleichstellungsgegner, die sich weit außerhalb des GG bewegen..

Leute wie Herr Wolf stellen hier klar das sie gegen die Gleichstellung sind, gegen ein vernünftiges Miteinander aller Bevölkerungsgruppen stehen, und vor allem gegen längst ergangene Urteile höchster Gerichte "argumentiert"..

Interessant ist hier aber auch welche Ziele die LSU im Land verfolgt :
Die Partei im Land an die Macht zu verhelfen, und sie gegen eigene Interessen auch dort zu halten..
Wer hat denn Herrn Wolf zum Spitzenkandidaten gewählt ?
Waren die Mitglieder der LSU-B.-W. daran unbeteiligt ?
Das darf man wohl bezweifeln..

Wer sich so abwertend wie Herr Wolf gegen eine gesellschaftliche Gruppe von Menschen äußert, hat das auch schon vorher getan, und hat in der Position eines Ministerpräsidenten eines Bundeslandes nichts zu suchen, und damit ist wohl klar das die Wahl von Herrn Wolf in dieses Amt verhindert werden muß..


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#2
14.04.2015
13:01:27


(+9, 11 Votes)

Von Heiner


Dann muss die LSU genauso Angela Merkel, Horst Seehofer, Volker Kauder, etc. etc. etc. kritisieren. Und zig andere auch. Von der Parteibasis ganz zu schweigen.

Ob es der LSU passt oder nicht:
sie sind Teil einer homophoben Partei und unterstützen diese Homophobie mit ihrer Mitgliedschaft.


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#3
14.04.2015
13:13:23


(+7, 9 Votes)

Von David77


"Die Landtagswahl wird im März 2016 stattfinden. Derzeit liefern sich Grün-Rot und Schwarz-Gelb Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen."

Dann hoffen wir mal, dass die FDP nicht in den Landtag einzieht, da sie - so schwulenfreundlich sie sich auch geben mag - NUR und ausschließlich NUR der CDU zur Macht verhilft und für keine andere Option zu haben ist.
Das sollte doch die letzte Schwuppe verstanden haben (was zum Teufel ist daran so schwer?!?! Gelb = schwarz und nichts anderes!!), ehe wieder die Werbetrommel gerührt wird.


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#4
14.04.2015
13:14:20


(+10, 12 Votes)

Von Nico


Interessiert sich überhaupt noch irgendwer für die LSU?

Nicht mal in deren eigener Partei interessiert sich irgendwer für deren Meinung, geschweige denn außerhalb der Union.

Die sind noch nicht mal in der Union als offizielle Untergruppe anerkannt, sondern das ist nur eine Art privater Zusammenschluss einiger weniger Parteimitglieder. Da wird sich ganz gewiss niemand in der Union dafür interessieren, wenn diese Handvoll Mitläufer da ein bisschen rumnörgelt.


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#5
14.04.2015
13:20:27
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von J-eye


Wenn sich Leute von der LSU zu Wort melden, höre ich nur:
"Bitte, bitte habt uns lieb!"
oder in diesem Fall: "Psst, das darf man doch nicht laut sagen. Ja, wir sind homophob, aber leider fallen viele Leute nicht mehr auf direkte Hassparolen rein. Macht das doch subtiler!"


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#6
14.04.2015
13:30:40


(-5, 7 Votes)

Von Internationale


Immerhin, ein Christdemokrat erkennt, wie unlogisch die Bibel ist und dass diese auch überhaupt nicht geeignet ist, eine Gesellschaftspolitik laut EU Vorgaben hinsichtlich Gleichstellung und Inklusion vorzunehmen. Nun muss dass nur noch Frau Merkel kapieren und umsetzen. Da haben die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) noch viel zu tun. Ich wähle die CDU nicht, aber eine Koalition aus SPD-LINKE-Grüne scheint momentan leider unrealistisch. Daher wünsche ich Herrn Wolf Erfolg bei der notwendigen Aufklärung in seiner Partei.


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#7
14.04.2015
13:32:44


(+4, 10 Votes)

Von Internationale


Immerhin, ein Christdemokrat erkennt, wie unlogisch die Bibel ist und dass diese auch überhaupt nicht geeignet ist, eine Gesellschaftspolitik laut EU Vorgaben hinsichtlich Gleichstellung und Inklusion vorzunehmen. Nun muss dass nur noch Frau Merkel kapieren und umsetzen. Da haben die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) noch viel zu tun. Ich wähle die CDU nicht, aber eine Koalition aus SPD-LINKE-Grüne scheint momentan leider unrealistisch. Daher wünsche ich Herrn Vogt Erfolg bei der notwendigen Aufklärung in seiner Partei.


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#8
14.04.2015
13:36:23


(+10, 10 Votes)

Von Internationale
Antwort zu Kommentar #6 von Internationale


Meinte natürlich Herrn Vogt und nicht Herrn Wolf.

Herrn Wolf wünsche ich die sieben Plagen der Endzeit in seinem Vorgarten!


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#9
14.04.2015
14:00:14
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Alex


Ich hoffe, dass dieser Homohasser nicht Ministerpräsident wird, sondern grandios scheitert.

Aber die LSU braucht jetzt gar nicht einen auf schockiert zu machen. Sie sind doch Teil dieser Partei. Es zwingt die niemand, da Mitglied zu sein.


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#10
14.04.2015
14:14:06


(+9, 11 Votes)

Von Timon


Man sollte nochmal daran erinnern, dass auch die LSU keine volle Gleichstellung will.

Die biedern sich bis zur Selbstverleugnung bei ihrer Partei an. Und wenn die Partei sie zurück pfeift, sind die ganz schnell still.


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