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Selbstzensur der Medien unter Putin

Werbung für Hillary: In Russland ab 18


Diese Szene führte zu der Einstufung "ab 18" (Bild: Screenshot Youtube)

Der Werbespot, mit dem Hillary Clinton ihre Präsidentschaftskandidatur angekündigt hat, ist zu heiß für Russland. Grund ist ein händchenhaltendes schwules Paar, das ein paar Sekunden lang durchs Bild huscht.

Der Wahlkampfauftakt der US-Präsidentschatskandidatin Hillary Clinton zeigt die Absurdität des russischen Gesetzes gegen Homo-"Propaganda": Der unabhängige Fernsehsender Doschd-TV hat den gut zweiminütigen Spot als "freigegeben ab 18 Jahren" eingestuft, weil darin auch ein homosexuelles Paar gezeigt wird.

Das gleichgeschlechtliche Paar ist in dem Spot vier Sekunden lang händchenhaltend zu sehen, während einer der beiden Männer erklärt: "Diesen Sommer heirate ich jemanden, den ich echt gerne habe." Ein Sprecher des Fernsehsenders erklärte gegenüber "ABC News", man wolle vermeiden, wegen des Verstoßes gegen das Homo-"Propaganda"-Gesetz belangt zu werden. Dem Sender, der fast nur noch über das Internet verbreitet wird, würde dann eine empfindliche Geldstrafe drohen.

Mit dem Hinweis "18+" können Sender, Magazine oder Online-Auftritte von Zeitungen entsprechenden Strafen entgehen, zugleich bleiben die Beiträge abrufbar. Manche Redaktionen wie etwa die Zeitung "Novaya Gazeta" labeln inzwischen ihr ganzes Angebot als ab 18. Andere Medien oder Organisationen lehnen das ab, weil sie etwa Homosexualität nicht als Erwachsenen-Thema ansehen.

Dann droht allerdings eine Verfolgung: Erst vor einer Woche hat ein Gericht in Russland eine Online-Community für LGBT-Jugendliche verboten, weil das "Propaganda" für Homosexualität darstellen würde (queer.de berichtete).

Youtube | Achtung: Dieses Video steht unter Verdacht, russische Kinderseelen zu gefährden...

Schwules Paar kritisiert Russland

Bei dem Paar handelt es sich um den 31-jährigen Anwalt Jared Milrad und den 30-jährigen Nathan Johnson, der bei einer Consultingfirma angestellt ist. Die beiden Männer aus Chicago haben in einem Radiointerview die Reaktion aus Russland scharf kritisiert: "Ich denke, wenn Wladimir Putin ohne Hemd auf einem Pferd reiten kann, können wir auch Händchen halten", sagte Johnson.

Sie erklärten weiter, das Video sei vor drei Wochen aufgenommen worden. Die beiden hätten nicht gewusst, dass Clinton die Bilder für ihren Kampagnenauftakt nutzen werde. Als erste Reaktion luden sie Hillary Clinton und ihren Ehemann via Twitter zur Hochzeit ein. (dk)



#1 splattergayAnonym
#3 Patroklos
#4 ursus
  • 14.04.2015, 16:36h
  • >"Die beiden hätten nicht gewusst, dass Clinton die Bilder für ihren Kampagnenauftakt nutzen werde."

    wie bitte? wie ist das denn abgelaufen? wir filmen euch mal, sagt bitte dies und das, aber wir verraten euch nicht, wozu wir das brauchen?
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#6 Danny387Profil
  • 15.04.2015, 07:06hMannheim
  • Antwort auf #4 von ursus
  • Das finde ich in der Tat auch sehr seltsam. Auf jeden Fall wirken die beiden sehr sympathisch. Soweit man sie überhaupt sieht, ich hätte sie ja gerne ein bisschen näher, so wie praktisch alle anderen Leute in dem Filmchen ...

    Was ich aber inhaltlich seltsam finde: Die beiden Jungs sagen, dass sie heiraten werden, aber Hillary sagt nirgendwo, dass sie das ermöglichen wird. Im Gegenteil, sie sagt: "When families are strong, America is strong." Und dabei wird ein heterosexuelles Paar mit Kind und eine Mutter mit Kind gezeigt. Und ganz verschämt am Ende (ohne Kind): ein lesbisches Paar für eine halbe Sekunde.
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#7 SilencioProfil
  • 15.04.2015, 11:16hBerlin
  • Antwort auf #6 von Danny387
  • Die Gesetzgebung der Ehe hat auch nichts mit dem Präsidenten zu tun. Die Kompetenz steht den Bundesstaaten zu...es sei denn, es kommen verfassungsrechtliche Bedenken, dann entscheidet der Supreme Court.
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#8 TheDad
  • 15.04.2015, 11:43h
  • Antwort auf #6 von Danny387
  • ""Was ich aber inhaltlich seltsam finde: Die beiden Jungs sagen, dass sie heiraten werden, aber Hillary sagt nirgendwo, dass sie das ermöglichen wird.""..

    In einer ganzen Reihe von US-Bundesstaaten ist das bereist möglich !

    Da muß Frau Clinton gar nichts mehr machen..
    Und klugerweise hält sie sich aus der Entscheidung des Supreme Court heraus..

    Im Übrigem muß man hier annehmen dass die beiden für eine ganz andere Sache gefilmt wurden, und die Sequenz für den Clinton-Spot schlicht eingekauft wurde..
    Daher dann wohl die Aussage, sie hätten nicht gewußt, das er dafür genutzt würde..
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#9 David77Anonym
#10 TomorrowEhemaliges Profil