Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 15.04.2015           57      Teilen:   |

TV-Kritik

Maischberger-Talk: Etwas Aufklärung, viel Populismus

Artikelbild
Conchita Wurst im Gespräch mit Sandra Maischberger. Und mit sonst niemanden.

Der Moderatorin gelang es, AfD-Politiker Björn Höcke klein aussehen zu lassen. Doch homophobe Thesen und gefährliche Argumente gegen die wichtige Schulaufklärung über Homosexualität entzauberte sie nicht.

Von Norbert Blech

Auch Redaktionen und Moderatoren können lernen: Nach einem misslungenen und teils widerwärtigen Talk über den Bildungsplan im letzten Jahr hat Sandra Maischberger am Dienstag zumindest teilweise gezeigt, dass es auch anders geht.

Zwar hatte sie wieder Homo-Hasser eingeladen, darunter den AfD-Haudegen Björn Höcke, bei dem auch nach der Sendung die Frage unklar bleibt: Mit welcher Berechtigung eigentlich? Ein Experte auf dem Gebiet ist er nicht. Die einzige denkbare und enttäuschende Antwort ist: Weil er sich aktuell am widerlichsten zum Thema äußert und seine Partei mit entsprechendem Populismus Erfolge erzielt. Talkshows werden so oft Teil der Brandstifterei.

Gilt das auch für Maischberger? Eher nicht. Sie hat Höcke mehrfach erfolgreich vorgeführt, als jemand, der sich in Talskshows mild gibt, auf Parteiveranstaltungen aber den Hetzer gibt, Gender Mainstreaming etwa als Geisteskrankheit und Dekadenz bezeichnet (queer.de berichtete). Nach der Sendung steht er für den Großteil der Zuschauer als eben jener Hetzer dar, für seine mögliche Anhängerschaft hingegen als vermeintlich milder Trottel, dem zu Conchita Wursts Auftritt vor dem EU-Parlament nur einfällt, man müsse Showbiz und Politik trennen.

Fortsetzung nach Anzeige


Infizierung der Kinder mit Bisexualität

Viel mehr Lob verdient die Sendung allerdings auch nicht. Zwar gab Maischberger den eingeladenen Gästen aus dem Spektrum der sexuellen Vielfalt – der Drag Queen Conchita Wurst, der transsexuellen Alicia King und dem schwulen Vater eines Kindes aus einer Leihmutterschaft – lobenswert viel Zeit, sich den Zuschauern vorzustellen, sorgte durch kluges Nachfragen durchaus für Aufklärung und das Wecken von Verständnis.

Dieses Potenzial wurde freilich erneut dadurch verschenkt, dass man auch Gegner von LGBT-Rechten einlud, um mit ihnen über die verschiedenen Aspekte zu diskutieren, wobei sich viel zu oft die Themen sexuelle Orientierung und Identität sowie Geschlechterrollen verwirrend vermischten.


Michaela Freifrau Heereman und Alice Schwarzer waren sich gelegentlich einig


Und während Höcke von Maischberger teilweise im Zaum gehalten wurde, konnte die Theologin Michaela Freifrau Heereman so richtig aufblühen. Sie sei ja für Toleranz, gab sie sich vermeintlich liberal, allerdings "bei Erwachsenen". Die geplante Schulaufklärung in Baden-Württemberg über Homo- und Transsexualität sei unwissenschaftlich, wolle Homosexualität "zur Norm erklären" und die "Orientierung von Kindern verunsichern", "bewusst Kinder infizieren".

Die alte Mär, die Homo-Lobby wolle Kinder verführen also, später solte Heereman auch dieses Wort in den Mund nehmen. Maischberger fragte immerhin nach, ob die Theologin meine, dass Kinder durch Unterricht schwul werden könnten. Natürlich nicht, meinte Heereman. Aber bisexuell! Und mit dieser werde übrigens auch "Untreue mitgeliefert".

Hier wäre jetzt Widerspruch nötig gewesen, auch der Moderatorin; leider kam Alice Schwarzer zu Wort, die von fließenden Grenzen sprach, von schwulen Tendenzen in der Jugend etwa. Als hätte jugendliches Rumgefummel etwas mit der sexuellen Orientierung zu tun. Und als habe der Bildungsplan Experimentieren zum Ziel, und nicht die dringend benötigte Schaffung von Akzeptanz gegenüber Homo- und Heterosexuellen und des Selbstbewusstseins jener Schüler, die zu diesen Minderheiten gehören könnten. So bleibt von dieser Runde stehen, dass man Jugendliche durchaus in ihrer Sexualität "verunsichern" könne.


Björn Höcke sah in der Sendung nicht gut aus, konnte aber Thesen wie eine "Frühsexualisierung" der Kinder durch Aufklärung unterbringen


Emma und AfD gemeinsam gegen Sexualkunde

Es blieb auch die Aussage stehen, dass der Bildungsplan einen Schulunterricht für Zwölfjährige über den Puff biete, wie Heereman behauptete. Wie in der ersten Sendung fehlte ein Gast (etwa der zuständige Bildungsminister Andreas Stoch), um einerseits moderne Sexualpädagogik vernünftig zu erklären und zu verteidigen und andererseits auch die Lüge zurückzuweisen, im Bildungsplan gehe es auch nur ansatzweise um Sexualpädagogik.

Das führte dazu, dass sich nahezu alle Gäste gegen vermeintliche "Auswüchse" der Schulaufklärung aussprachen (Schwarzer machte Höcke sogar den Vorschlag, Emma und AfD könnten hier zusammen kämpfen) und Maischberger den Teil der Diskussion so zusammenfasste, dass Bildungspolitiker wohl "zu weit gegangen" seien. Die Anti-Bildungsplan-Bewegung darf sich freuen; man erfuhr in der Sendung auch nichts über ihre Steuerung durch die AfD, über die Gefahr, dass durch vorgeschobene Lügen und Übertreibungen über Sexualkunde ganz andere Dinge bezweckt werden.

Man erfuhr dafür einiges über die Weltsicht der Partei; für die meisten Zuschauer dürfte vieles rückständig gewirkt haben. Höckes Blödsinn, Sexualität sei im Bildungsplan "omnipräsentes Thema", blieb allerdings ebenso unwidersprochen wie seine Forderungen, Schule dürfe nicht "indoktrinieren", "Früsehxualisierung" betreiben und "klassische" Familien "ins Abseits" drängen.


Ließ sich nicht ins Abseits drängen: Familievater Johannes Zeller


Ein Vater verteidigt sich

Letztlich griff Maischberger Höcke vor allem wegen seiner Sprache im Wahlkampf an, weniger wegen dessen Inhalten. Dass er sagte, dass im Zweifel Hetero-Paare statt einem Homo-Paar ein Kind bekommen sollten, wurde ebenso kommentarlos zur Kenntnis genommen wie seine Ablehnung der Ehe-Öffnung, schwach und angreifbar begründet mit dem Schutz von Ehe und Familie im Grundgesetz und der Zukunft des Staates, für die nur Familien mit Kindern sorgen könnten.

Dass Höcke letztlich dennoch auf Eis lief, ist einem Gast zu verdanken: Johannes Zeller, der zusammen mit seinem Partner ein von einer Leihmutter ausgetragenes Kind aufzieht. Er war von der Redaktion bewusst eingeladen worden, um auf rechtliche Diskriminierungen von Regenbogenfamilien aufmerksam zu machen. Freilich stolperte die Sendung zunächst über ihre Zusammensetzung, stürzten sich erst alle Gäste gemeinsam auf ihn mit einer Verurteilung der Leihmutterschaft.

Dann griff Zelle allerdings Höcke an, der sich als "Anwalt der Kinder" aufgespielt hatte: "Seien Sie doch der Anwalt meines Sohnes. Ich bin genauso zuständig für das Fortbestehen unseres Staates wie eine andere traditionelle Familie auch. Kämpfen Sie doch für meine Familie. Oder ist mein Sohn Ihnen nicht gut genug? Wo ist Ihre Motivation, mein Familienbild schlecht zu machen?" Fragen, die eigentlich Journalisten von sich aus stellen müssten. Maischberger ließ stattdessen zu, dass Höcke ihm nicht antwortete, sondern Heereman zu einem langen Gerede über das Leiden von Kindern ohne Väter ansetzte.

Ist Akzeptanz unstoppbar?

So blieb die Sendung in weiten Teilen hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das gilt übrigens auch für Conchita Wurst. Sie kann schlagkräftig wie entwaffnend sein, wenn sie denn will. Hier wollte sie nicht, mischte sich eine gute Stunde lang nicht in die Diskussion ein und wurde zwischen Einstieg und Abschlusswort von Maischberger nicht weiter befragt – es ist davon auszugehen, dass das so verabredet war.


Hörte zu: Conchita Wurst


"We are unstoppable", hatte sie einst gesagt, und setzt dabei auf ein gelassenes Zurücklehnen: Das wird schon. Das reicht, mit Verlaub, nicht aus. Am Anfang der Sendung hatte Wurst noch auf den wichtigen Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz hingewiesen: "Ich will ja nicht toleriert werden. Ich will ja nicht, dass man quasi ein Auge zudrückt." Als Höcke später sagte, Schule müsse neutral bleiben und dürfe Toleranz, aber nicht Akzeptanz fördern, schwieg sie.

Dieser gefährliche Anti-Akzeptanz-Gedanke, übrigens in manchen Kreisen erst so richtig populär geworden durch die letzte Maischberger-Sendung und ihrem Gast Birgit Kelle, blieb so erneut unwidersprochen. Er bleibt hängen, setzt sich langsam fest.

Links zum Thema:
» Die Sendung online
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 57 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 123             7     
Service: | pdf | mailen
Tags: maischberger, bildungsplan, homophobie, afd, björn höcke, conchita wurst, alice schwarzer, michaela freifrau heereman
Schwerpunkte:
 Demo für alle
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Maischberger-Talk: Etwas Aufklärung, viel Populismus"


 57 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
15.04.2015
14:41:12


(+9, 11 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear


Daß Emma und AfD demnächst zusammen gegen Aufklärung kämpfen könn(t)en (und wohl auch werden - weshalb sollte die AfD dieses tolle Unterstützungsangebot unserer publizistisch und nunmehr auch populistisch hochwirksamen "Lieblings-Feministin" nicht annehmen), ist für mich die eigentlich erschreckende Erkenntnis aus dem Ganzen.

Wo ist er - der emanzipatorische Feminismus, der durch Sichtbarmachung von Ungerechtigkeiten zur Befreiung von ALLEN Ungerechtigkeiten führen soll? Shame on Alice.

(Aber daß die Gut'ste nicht wirklich Ahnung hat, ließ und läßt sich ja auch schon DARAN ablesen:)

Link:
derzaunfink.wordpress.com/2014/08/07/dont-ask-alic
e-falsche-korper-falsche-rollen-falsche-ratschlage
/


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
15.04.2015
15:05:37


(-15, 19 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Natürlich habe ich von einem Konservativen wie Herrn Höcke nicht erwartet, dass er für den GRÜN-ROTEN Bildungsplan ist. Man kann diese weitgehende Form der Aufklärung, sowie den Zeitpunkt bereits im Grundschulalter durchaus kritisieren, ohne gleich als "homophob" bezeichnet zu werden. Frau von Heeremann hat klar gesagt wie da der konservative Standpunkt sein kann, ohne Diskriminierung von homo- oder anderssexueller Lebensweisen. Im Vorfeld der Debatte ging es doch darum, ob Höcke und Frau von Heeremann sich an die vom Grundgesetz und BVerfG vorgeschriebene Linie halten. Zumindest was das betrifft, haben sich beide Vertreter korrekt verhalten. Oder hab ich da etwas überhört? Natürlich war Höckes Auftritt im Wahlkampf ( wie die Einspieler belegen) geschmacklos. Den Begriff "geisteskrank" verwendete er im Zusammenhang mit "Gender-Mainstreaming". Das war daneben. Er bezog es allerdings nicht auf Homosexuelle. Es muss aber möglich sein, auf subjektiv empfundene "Fehlentwicklungen" hinweisen zu dürfen. Wenn Konservative der Meinung sind, der progressive GRÜN-ROTE Bildungsplan verletze die Schamgrenze von Kindern, kann ich das in gewisser Weise sogar nachempfinden. Auch Frau Schwarzer hat hier Bedenken geäußert, ist sie deshalb homophob? Gegen die Notwendigkeit, grundsätzlich im Rahmen des Schulunterrichts auch über Homosexualität und andere Spielarten der Natur aufzuklären, auch im Sinne der sexuellen Vielfalt, haben sich doch weder Herr Höcke, noch Frau von Heeremann ausgesprochen. Es ging um Form und Zeitpunkt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
15.04.2015
15:07:05


(+3, 9 Votes)

Von Markus44


Also mein Fazit zur Sendung ist:

Wiedereinmal versagte Frau Maischberger in der Zusammensetzung der Runde beim Thema Minderheitenrechte.

Wie kommt Sie dazu einen Vertreter der AfD einzladen, deren Politiker nicht einmal im

Bundestag sitzen. Genauso hätte dann auch ein Vertreter der Piratenpartei geladen werden können, die aber noch nie irgendwo in den Talkshows zu Minderheitenrechten geladen wurden.

Am Schlimmsten wurde die Zusammensetzung der Runde bei Maischberger im zweiten Teil der Sendung, als Frau Maischberger mit Alice Schwarzer, Herrn Höcke und Frau Hereman gleich drei Gegner der Leihmutterschaft auf den wunderbaren schwulen Vater losliesen, der einen Sohn aus einer Leihmutterschaft hat.

Gottseidank war dieser Vater rhetorisch und interlektuell stark genug, um Frau Schwarzer mit ihrem Vergleich zum Organhandel und ihrer Gleichsetzung von Leihmutterschaften mit Armutsausbeutung entgegenzutreten.

So verwies er darauf, das seine Leihmutter Eigentümerin eines Reihenhauses und Motorrades sei. Und er verwies darauf, das die Mehrheit der Leihmutterschaften in den USA erfolgten und die USA sicherlich kein Armutsland sei.

Auch Frau Hereman, die ganz scheinheilig den Leidensdruck schwuler Väter bei ihrem Kinderwunsch beschrieb, entgegnete er sehr entwaffend und lächelnd, das sei bei ihm ja nun vorbei, da er einen Sohn habe.

Richtig stark aber war dieser schwule Vater mit seinem Angriff auf Herrn Höcke:

"Seien Sie doch der Anwalt meines Sohnes. Ich bin genauso zuständig für das Fortbestehen unseres Staates wie eine andere traditionelle Familie auch. Kämpfen Sie doch für meine Familie. Oder ist mein Sohn Ihnen nicht gut genug? Wo ist Ihre Motivation, mein Familienbild schlecht zu machen?"

Für diese Herrn Höcke entlarvenden Fragen des schwulen Vaters in der Sendung gehört er schon jetzt für mich zu den LGBT-Helden des Jahres 2015.

Insgesamt finde ich es skandalös, das dort im zweiten Teil der Sendung gleich drei Gegner der Leihmutterschaft geladen waren, die dem schwulen glücklichen Vater verbal angriffen. Mindestens zwei weitere Befürworter der Leihmutterschaft hätten im zweiten Teil der Sendung hinzugeladen werden müssen, damit der schwule Vater dort nicht allein sich verteidigen musste; denn Conchita Wurst schwieg beim Thema "Regenbogenfamilie" die ganze Zeit und erhielt nur das Schlusswort wiederum ganz am Ende der Sendung.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
15.04.2015
15:11:17


(+8, 10 Votes)

Von Corvin Sterling


"Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen."

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Inklusion


"Soziale Inklusion betrifft keineswegs nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch Senioren, Migranten, Kinder und Jugendliche mit besonderen Herausforderungen usw."

Und das Coming-out ist wohl für Jugendliche immer noch eine besondere Herausforderung.

Das ist doch der Hintergrund des Bildungsplans und nicht die diffamierende Behauptung der Frühsexualisierung. Das hätte Frau Maischberger ansprechen müssen, wenn Sie schon niemanden einlädt, der sich mit den Inhalten des Bildungsplans auskennt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
15.04.2015
15:38:02


(-8, 16 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Alice Schwarzer war mal wieder wunderbar. Sie ist eine großartige Moralistin. Ich bin ein großer Fan von ihr.

Sie passt in keine Schublade. Ich bin sowohl in Schwulen- als auch in heterosexuellen Freierforen unterwegs. Beiden Communities ist Schwarzer zu unangenehm. Sie klagt eben Dinge wie Prostitution und Leihmutterschaft klar an und redet den Leuten nicht nach dem Munde. Billige Ausflüchte wie "ich muss ins Puff gehen, weil ich so unattraktiv bin, dass ich sonst keine Frau finde" oder "ich muss die Dienste einer Leihmutter in Anspruch nehmen, weil schwule Paare kein Adotionsrecht haben", lässt sie nicht durchgehen


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
15.04.2015
16:07:54


(+10, 14 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von Dont_talk_about


In Steuerfragen ist sie nicht ganz so moralisch.

Und auch nicht, wenn es darum geht Jubelartikel auf die NS-Regieseuse Leni Riefenstahl zu schreiben.

Als typische dezente Lesbe kriegt Frau Schwarzer gar nicht mit, dass die Leute, mit denen sie sich verbündet, im Zweifel auch über ihr Fell verhandeln.

Nachdem sie es ihr vorher abgezogen haben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
15.04.2015
16:10:17


(+5, 11 Votes)

Von Reto77
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Dont_talk_about


Alice Schwarzer war mal wieder grauenhaft. Sie ist eine nervige Moralistin. Ich bin ein leidenschaftlicher Gegner von ihr.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
15.04.2015
17:00:49


(+5, 7 Votes)

Von Silencio
Aus Berlin
Mitglied seit 21.06.2013
Antwort zu Kommentar #2 von Torsten_Ilg


Die Frage ist ja vielmehr, ob diese Leute den Bildungsplan im Original überhaupt gelesen haben. Das bezweifle ich arg....zu oft hat man sie dann doch beim Lügen und Verzerren ertappt. Es hat schon seinen Grund, warum Kelle & Co. bisher nicht durch Originalzitate aus dem Bildungsplan aufgefallen sind, sondern sich ihr Geschwurbel in ihrem Sinne zurechtgebogen haben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
15.04.2015
17:03:05


(+6, 8 Votes)

Von Petrillo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Dont_talk_about


Alice Schwarzer eine Moralistin? Und sogar noch eine großartige?
Wo warst Du die letzten Jahrzehnte?

AS hatte eine Hoch-Zeit, das dürfte in den 1990ern gewesen sein, als sie mit ihrer gut geschliffenen Zunge und witzigen Bonmots oft im TV war.

Seit einigen Jahren demontiert sie sich regelmässig selbst und hat leider nicht verstanden, wann man bzw. frau aufhören sollte.

Sei es die Diffamierung von Jörg Kachelmann, ihre widerspruchslosen Einmischungen in die Beschneidungsthematik (Mädchen: nogo, Jungs: kann man ruhig machen), ihre Steueraffäre, das Geklüngel mit der Bild, unklare Stifungsgeschäfte usw.

Weshalb bekommt diese Frau von Dir noch das Prädikat: "großartige Moralistin"?

Ich find's schlimm, dass diese Frau noch immer auch von meiner GEZ-Steuer finanziert wird!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
15.04.2015
17:48:46


(-5, 11 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #6 von goddamn liberal


>
> Als typische dezente Lesbe kriegt Frau
>
>Schwarzer gar nicht mit, dass die Leute, mit
>
>denen sie sich verbündet, im Zweifel auch über
>
> ihr Fell verhandeln.

Als freier Homosexueller muss man sich auch das Recht herausnehmen, sich mit jemandem zu verbünden, der Homosexualität negativ gegenüber eingestellt ist. Das Leben hat so viele Facetten, da gibt es machmal sehr, sehr viel Wichtigeres. Das kann AS eben.
Ich checke ja auch nicht in einem gay-friendly Hotel ein, wenn das Label nur ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis kompensieren soll.

Die kritischen Äußerungen, die AS über Schubladendenken gemacht hat, werden den Homophoben und den Schwulen-Aktivisten gleichermaßen negativ aufstoßen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123456  vor »


 KULTUR - TV-TRENDS

Top-Links (Werbung)

 KULTUR



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Kein sicherer Listenplatz: NRW-Grüne strafen Volker Beck ab Grüne NRW schicken Sven Lehmann in den Bundestag Kein Termin für LGBTI-Aktivisten: Kultusminister redet lieber mit Homo-Hassern Berlin: Straße wird nach Homo-Aktivist benannt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt