Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23599

Innenminister Jorge Fernández Díaz stellte die Ergebnisse vor

513 der 1.285 in Spanien registrierten Fälle von Hasskriminalität wurden 2014 aus Abneigung gegen die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität des Opfers begangen.

Das entspricht exakt 40 Prozent, wie das spanische Innenministerium am Dienstag mitteilte. Demnach hat sich die Zahl der Hassvebrechen gegen LGBT im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent erhöht. Die Zunahme lag damit etwas höher als bei allen Hassverbrechen, die insgesamt um knapp zehn Prozent anstiegen.

Zu den gemeldeten Delikten gegen LGBT zählten vor allem Diebstahl, aber auch Sexualverbrechen inklusive Vergewaltigungen. Mehr als zwei Drittel der Opfer waren Frauen.

An zweiter Stelle lagen rassistische Verbrechen, die 37 Prozent der Fälle ausmachten. Angriffe aus Hass gegen Behinderte machten 15,5 Prozent der Delikte aus. Die Zahlen schließen alle gemeldeten Hassvergehen mit Ausnahme des Baskenlandes ein, das seine Ergebnisse noch nicht der Zentralregierung gemeldet hat.

Innenminister Jorge Fernández Díaz erklärte, dass die meisten Täter identifiziert worden seien. Er stellte klar, dass Hasskriminalität scharf verfolgt werde.

Die Zahlen für Hasskriminalität wurden in Spanien erstmals 2013 erhoben. Die Zunahme auf Jahresfrist wird vor allem auf die erhöhte Anzeigebereitschaft zurückgeführt, weil das Thema seit der Einführung der Statistik einen größeren Raum in der öffentlichen Debatte eingenommen hat. Menschenrechtler gehen aber weiterhin davon aus, dass die meisten Hassverbrechen nicht zur Anzeige gebracht werden oder von Polizisten nicht als solche erkannt werden.

In Deutschland gibt es bislang keine zentrale Erfassung der aus Hass begangenen Delikte. Erst letzte Woche forderte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes jedoch, die Kategorie Hasskriminalität in der Kriminalstatistik zu erfassen (queer.de berichtete). (dk)



#1 FelixAnonym
  • 16.04.2015, 14:28h

  • Das dürfte in Deutschland mindestens genauso hoch liegen.

    Nur dass hierzulande Union und SPD verhindern, dass sowas überhaupt erst mal statistisch erfasst wird. Vor lauter Angst, die Öffentlichkeit könnte die Wahrheit erfahren...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 HarknessAnonym
  • 16.04.2015, 14:42h
  • Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht ganz mit dem Diebstahl:
    Wurde nur aufgeführt, dass LGBTTIQ beklaut wurden oder wurden sie beklaut, weil sie LGBTTIQ sind?
    Ersteres hat mit Hassverbrechen nämlich rein gar nichts zu tun.

    Man muss schon unterscheiden, ob jemand, der zufällig LGBTTIQ ist Opfer eines Verbrechens wurde oder ob dieser Opfer eines Verbrechens wurde, WEIL er es ist. Nur letzteres ist Hassverbrechen.
    Wenn man alles aufführt, was einem LGBTTIQ passiert, unabhängig ob der Täter wusste, dass es sich um so jemanden handelt oder ob er diese gezielt ausgewählt hat, macht es leider eine Statistik über Hassverbrechen wertlos.

    (Ich weiß, dass am Anfang steht "aus Abneigung gegen die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität des Opfers begangen", aber ich frage mich tatsächlich, ob der Täter zur Motivation befragt worden ist oder ob das Opfer schlicht angab LGBTTIQler zu sein.)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AlexAnonym
  • 16.04.2015, 14:56h

  • Sowas belegt immer zweierlei:

    Erstens, dass GLBTI besser vor Diskriminierung geschützt werden müssen, damit gar nicht erst ein gesellschaftliches Klima entsteht, dass solche Taten begünstigt.

    Und zweitens ist mehr Bildung und Aufklärung nötig. Gerade in Schulen und Jugendeinrichtungen, aber z.B. auch in den Medien.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 seb1983
  • 16.04.2015, 21:41h
  • Mit den Zahlen fange ich nicht viel an.

    40% LGBT, davon 2/3 Frauen, Hauptdelikt war Diebstahl?

    Das Ergebnis wäre dann dass Lesben häufig ihre Handtaschen gestohlen werden?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Robby69Ehemaliges Profil
#6 Robby69Ehemaliges Profil
  • 17.04.2015, 17:34h
  • Antwort auf #4 von seb1983
  • Sagst ausgerechnet DU, der sich sonst immer an Zahlen "festbeißt". - Da sieht man's mal wieder: Wenn man Dir persönlich Erlebtes schildert, dann behauptest Du, das wäre ja sonst alles gar nicht so, sondern das wären nur die Erlebnisse eines Einzelnen - kannst Du dann Zahlen in einem Artikel nachlesen (sprich: Berichte von vielen verschiedenen Betroffenen), dann behauptest Du wieder, damit könntest Du nichts anfangen. - Da stellt sich unweigerlich die Frage: Kannst Du wirlich nichts damit anfangen - oder WILLST Du nichts damit anfangen können?!
    Ja, ja, Realitätsverweigerer: Die Fakten und die Realität sind nicht so "Friede-Freude-Eierkuchen", alles ist so wahnsinnig "friedlich" und LGBTI-freundlich, wie Du's gern immer wieder zusammenfantasierst.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Robby69Ehemaliges Profil
  • 17.04.2015, 19:36h
  • Antwort auf #3 von Alex
  • Da stimme ich Dir vollkommen zu. Sowohl in Spanien, als auch in Deutschland und anderen Ländern brauchen wir LGBTis endlich einen wirksamen Schutz für Diskriminierung und den verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten und religiotischen Schwulen-Hassern.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 seb1983
  • 17.04.2015, 19:08h
  • Antwort auf #6 von Robby69
  • Uschi, Schnappatmung einstellen, ich habe aus den Zahlen zitiert.

    mit 2/3 Lesben als Opfer kann ich nichts anfangen.
    mit Hauptdelikt Diebstahl fange ich auch nichts an.

    Eher wäre ich der Meinung dass Schwule öfter angegangen werden als Frauen und Körperverletzung das häufigste Delikt ist, das wird in dem Artikel aber noch nicht mal erwähnt.

    So bleiben grade mal 170 Fälle von Schwulen, denen dann offenbar das Portmonee gestohlen wurde.

    Wenn das nicht mal nen Eierkuchen wert ist
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDadProfil
  • 17.04.2015, 23:34hHannover
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • ""Eher wäre ich der Meinung dass Schwule öfter angegangen werden als Frauen und Körperverletzung das häufigste Delikt ist, das wird in dem Artikel aber noch nicht mal erwähnt.""..

    In Spanien ?
    Im Mutterland des Machismo ?

    Wie kommt man auf die Idee das Schwule Männer dort häufiger Opfer sein könnten, als Lesbische Frauen ?

    Und wenn den Opfern die Geldbörsen gestohlen werden, ist der Tatort vielleicht ein Hinweis darauf, ob es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte..

    Nach dem Verlassen einer Schwulen oder Lesbischen Bar ein deutliches Zeichen dafür..

    In der Bar eher nicht..
    Da ist es dann wahrscheinlich eher der/die enttäuschte Angebaggerte..

    Die Zahlen lassen alle möglichen Spekulationen zu, der Artikel geht da auch nicht ins Detail..

    Was mich dort beunruhigt ist der hohe Anteil von Angriffen gegenüber Behinderten Menschen..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 seb1983
  • 18.04.2015, 05:28h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • Na und weil der Macho etwas gegen Lesben hat klaut er ihr die Handtasche? Naja...

    Das widerspricht halt einfach den Erfahrungen die man hier in Deutschland macht wo man eher als Schwuler bedroht und im Extremfall körperlich angegangen wird.
  • Antworten » | Direktlink »