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  • 17.04.2015           226      Teilen:   |

"Demo für alle"

Stuttgart: Homophobe Demonstranten gehen erneut auf die Straße

Artikelbild
Teilnehmer der letzten "Demo für alle" im März
Bild: gk

Mit Unterstützung von Teilen der CDU geht die von einer AfD-Politikerin organisierte "Demo für alle" Mitte Juni in die siebte Runde. In Kassel wollen die "Besorgten Eltern" bereits in einer Woche protestieren.

Zum Sommeranfang am 21. Juni planen die Gegner des Bildungsplans der baden-württembergischen Landesregierung in der Stuttgarter Innenstadt erneut eine "Demo für alle". Das teilte die erzkatholische "Aktion Kinder in Gefahr" auf ihrer Webseite mit.

Seit Februar 2014 ist dies bereits die siebte Demonstration gegen die Pläne der grün-roten Koalition, besser über Homo- und Transsexualität an Schulen aufzuklären und "sexuelle Vielfalt" fächerübergreifend zu berücksichtigen. Homo-Gegner sehen darin eine angebliche Sexualisierung der Kinder und eine "Indoktrinierung" mit der Gender-Ideologie.

Die "Demo für alle" wird von einem homophoben Aktionsbündnis unter Führung der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch organisiert, wie die 43-Jährige unlängst mitteilte (queer.de berichtete). Offiziell ist für die Proteste die "Initiative Familienschutz" mit ihrer Frontfrau Hedwig van Beverfoerde verantwortlich. Diese Organisation ist Teil eines Thinktank-Netzwerks, zu das unter anderem auch die Portale Freie Welt und abgeordneten-check.de gehören und das vom Ehepaar von Storch verantwortet wird.

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CDU-Unterstützung

"Demo für alle"-Organisatorin Beatrix von Storch (AfD)
"Demo für alle"-Organisatorin Beatrix von Storch (AfD)

Neben mehreren christlich-fundamentalistischen Organisationen und der AfD wird die "Demo für alle" erneut von Teilen der baden-württembergischen CDU unterstützt. So gehört zu den Bündnispartnern der Landesverband der "Christdemokraten für das Leben" (CDL). Die Organisation kämpft vornehmlich gegen das Recht auf Abtreibung, die Mitglieder gelten aber auch als Gegner der Gleichstellung von Homosexuellen.

Außerdem gehören dem homophoben Bündnis die Evangelischen Arbeitskreise der CDU-Kreisverbände Heilbronn, Karlsruhe-Land, Mannheim und Rems-Murr an. Zuletzt unterstützte auch die CDU-Landtagsfraktion die Gegner des Bildungsplans mit einem Antrag, der vor Kindesmissbrauch warnte, sollte der Bildungsplan umgesetzt werden (queer.de berichtete).

Bei den "Demos für alle" versammelten sich jeweils bis zu 1.000 Homo-Gegner um das Alte Schloss. Bei dem letzten Protest im März sprach auch Birgit Kelle (queer.de berichtete).

Auch Protest und Gegenkundgebung in Kassel

Bereits in einer Woche wollen Homo-Gegner im hessischen Kassel auf die Straßen gehen. Organisiert wird diese Demo von den "Besorgten Eltern", einer Gruppe mit Russland-Bezug, die zuletzt in Hamburg demonstriert hatte (queer.de berichtete). Das russische Staatsfernsehen war bei allen Protesten dabei, um Bilder des "Widerstandes" für die Heimat zu produzieren. Auf der Demo trugen die Teilnehmer Schilder mit deutschen und russischen Slogans. Dazu gehörten etwa "Nein zur sexuellen Regenbogen-Propaganda in Schulen" oder "Der Kindergarten ist kein Swingerclub".

Gegen diesen Protest in Kassel ist bereits eine Gegendemonstration geplant: Die Aidshilfe Kassel plant auf der Südseite des Königsplatzes die Kundgebung "Für Vielfalt und ein buntes Miteinander in Kassel" (mehr Infos auf der Website oder der Facebook-Seite der Aidshilfe). (dk)

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Tags: demo für alle, bildungsplan, besorgte eltern, stuttgart, kassel, schule, afd, beatrix von storch
Schwerpunkte:
 Streit um Bildungsplan in Baden-Württemberg
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Reaktionen zu "Stuttgart: Homophobe Demonstranten gehen erneut auf die Straße"


 226 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.04.2015
12:56:41
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von ValB


Grenzenlose faschistoide Dummheit.
Katalysiert und verdichtet durch die AfD.
Wundern tut mich das nicht.
Ich hoffe jedoch, dass die Zeiten rechtspopulistischer Demonstrationen alá "Pegida" und "Demo für alle" bald ein Ende nehmen und freue mich schon auf den nächsten CSD. ;)


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#2
17.04.2015
11:14:29


(-14, 16 Votes)

Von Markus44


Tja die AfD ist eine rechtskonservative Partei und Parteien, die rechts von der CDU stehen, sollten nicht gewählt werden.

---------------

Das hingegen die Organisation "Christdemokraten für das Leben" nicht von Bedeutung ist, zeigt sich daran, das nunmehr der Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten seit Mitte der 1990er Jahre nunmehr straffrei ist.

Auch beim Thema "Lebenspartnerschaftsinstitut" hat die Organisation "Christdemokraten für das Leben" keine Chance auf Durchsetzung ihrer Haltung, weil der Einfluss der LSU stärker ist und weil die Mehrheitshaltung in der CDU eine andere ist, als bei den Mitgliedern der Organisation "Christdemokraten für das Leben".

Das zeigt sich daran, das nunmehr das Rechtsbereinigungsgesetz zur ELP kommt und dies vom Bundeskabinett bereits "abgenickt" wurde. Dieser Gesetzentwurf ist keine Folge eines Urteiles des BVerfG, sondern wird gemeinsam von SPD und CDU freiwillig nunmehr erarbeitet und geht dann im Herbst in den Bundestag.

*
Link zu www.bmjv.de (PDF)

(Rechtsbereinigungsgesetz zur ELP)

---------------------

Das eigentliche Problem lautet daher AfD und ich finde es eher falsch, hier "von Teilen der CDU" zu schreiben, eher müßte es lauten "eine kleine Minderheit in der CDU", denn dann wäre der Artikel für mich okay gewesen. So übertreibt der Verfasser des Artikels leider und weitet unzulässig die Unterstützterreihe bei der Demo aus.

Schade der Artikel wäre sonst gut, weil die Partei AfD in der Tat derzeit in meinen Augen als homophob einzustufen ist.


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#3
17.04.2015
13:22:15
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von David77


Da hat die cdu in bw wohl ihren potentiellen koalitionspartner gefunden. Wer als schwuppe die cdu in bw noch immer wählt, hat den knall noch nicht gehört oder selber einen. Stefan kaufmann sollte lieber in eine andere partei übertreten.


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#4
17.04.2015
13:26:00


(+12, 12 Votes)

Von SpeedyBK
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 17.04.2015


So, direkt mal die Gegendemo in Kassel am 25.4 um 14 Uhr (Königsplatz Südseite) vormerken...

Link zu www.facebook.com


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#5
17.04.2015
13:39:24


(+5, 9 Votes)

Von ujöönu
Antwort zu Kommentar #2 von Markus44


Herr Otte erklärt hier die ökonomischen Ursachen u.a. auch für die Straßenumzüge der militanten Wutbürger mit falschem Blick auf falsche Ursachen.

Link zu www.huffingtonpost.de


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#6
17.04.2015
13:55:30
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Felix


Solches Gedankengut ist der beste Beleg dafür, dass mehr Bildung und Aufklärung nötig ist.

Es kann doch nicht sein, dass weiterhin Schüler gemobbt oder gar in den Selbstmord getrieben werden, nur weil manche Fanatiker die Realität nicht ertragen können.

Je länger man mir der Umsetzung des Bildungsplans wartet, desto stärker macht man diese vom Hass zerfressenen Fanatiker.


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#7
17.04.2015
13:57:41


(-16, 18 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #3 von David77


@David77
"Da hat die cdu in bw wohl ihren potentiellen koalitionspartner gefunden. Wer als schwuppe die cdu in bw noch immer wählt, hat den knall noch nicht gehört oder selber einen. Stefan kaufmann sollte lieber in eine andere partei übertreten."

--> Das hätest Du wohl gern als linker Schreiberling, das der offen schwule CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann die mittlerweile LGBT-freundliche CDU verlässt.

Ich finde es sehr gut, das schwule Politiker wie Stefan Kaufmann, Jens Spahn aber auch Herr Altmaier im Bundeskanzleramt sowie die LSU die CDU mittlerweile zu einer LGBT-freundlichen Partei umgestalten und damit in der Mitte der Gesellschaft die Wahlen gewinnen.

Wer homophob denkt, hat in der CDU keine Chance mehr unter Angela Merkel sich durchzusetzen.

Für homophobe Wähler ist die CDU im Jahre 2015 keine Wahlalternative und das ist gut so.

Homophobe Menschen versammeln sich halt in der AfD und das schafft gute Freiräume für LGBT-freundliche Politik, die LSU, Jens Spahn und Stefan Kaufmann vorantreiben werden.

Schwule Aktivisten sollte daher in die CDU gehen und dort Stefan Kaufmann, Jens Spahn und LSU unterstützen.

Sehr gut finde ich das nunmehr kommende Rechtsbereinigungsgesetz zur ELP, das CDU und SPD gemeinsam freiwillig ohne irgendein Urteil des BVerfG erarbeiten. Die zeigt, das auch die CDU im Jahre 2015 hinter der Akzeptanz des Lebenspartnerschaftsinistutes steht.

Und wer meint er könne die CDU wegen des Themas "Eheöffnung" anpinkeln, der muss im gleichen Atemzug dies auch bei der SPD machen, denn die macht es bekanntlich auch nicht.


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#8
17.04.2015
13:58:24


(+12, 12 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #2 von Markus44


und wo wir gerade beim thema minderheiten sind und der mann mit der schicken frisur da so ein schönes plakat hochhält ("christliches land -> christliche werte"):

>"Nur ein Drittel der Deutschen bezeichnet sich als religiös
Von den Befragten aus Deutschland gaben lediglich 34 Prozent an, eine religiöse Person zu sein. Als nichtreligiös bezeichneten sich 42 Prozent. Weitere 17 Prozent meinten, überzeugte Atheisten zu sein. Die Umfrageergebnisse untermauern die schon länger existierende Diagnose, dass insbesondere die kirchliche Bindung der deutschen Bevölkerung nur noch sehr begrenzt Rückschlüsse auf die innerliche Verbundenheit der Menschen zu den Glaubenssätzen und theologischen Positionen der jeweiligen Religionsgemeinschaften zulässt."

Link zu www.diesseits.de


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#9
17.04.2015
14:03:12
Via Handy


(+13, 15 Votes)

Von Alex


Und wieder mal machen CDU und AfD gemeinsame Sache, wenn es um das Schüren von Hass geht.

Ist doch klar, dass die gegen Bildung sind. Die müssen die Bürger dumm halten, damit sie nicht deren schmutziges Spiel durchschauen. Wer keine Inhalte hat, versucht es halt mit Hetze.


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#10
17.04.2015
14:07:21


(+8, 12 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Markus44


""Das zeigt sich daran, das nunmehr das Rechtsbereinigungsgesetz zur ELP kommt und dies vom Bundeskabinett bereits "abgenickt" wurde.""..

Schon wieder gelogen !

Es gibt keinen Gesetzentwurf !

Die Eingabefrist für Veränderungen zum Referentenentwurf läuft noch bis August !

Das Bundeskabinett hat diesen Referentenentwurf überhaupt noch nicht gesehen, und daher das "Rechtsbereinigungsgesetz zur ELP" auch noch nicht "abgenickt" !

Bleib endlich mal bei der Wahrheit !


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