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  • 17.04.2015           18      Teilen:   |

Streit um Gleichbehandlung

Gouverneur verlangt Recht auf LGBT-Diskriminierung

Artikelbild
Gouverneur Bobby Jindal will mit Homophobie die republikanische Präsidentschaftskandidatur gewinnen (Bild: derek_b / flickr / cc by 2.0)

Der Kampf um LGBT-Rechte in den USA geht weiter: Insbesonders republikanische Präsidentschaftskandidaten werben um die Stimmen von erzkonservativen Homo-Gegnern.

In mehreren US-Bundesstaaten und unter den aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei wird weiterhin über Gesetze zur "Religionsfreiheit" debattiert, die die Diskriminierung von Homosexuellen ausdrücklich erlauben sollen. Derartige Gesetze waren zuletzt in Indiana und Arkansas wegen erheblicher Proteste gescheitert (queer.de berichtete).

Dennoch gibt es in mehreren Bundesstaaten parlamentarische Initiativen für ähnliche Gesetze: Am weitesten nach vorne hat sich derzeit Gouverneur Bobby Jindal aus Louisiana gewagt. Der 43-Jährige, der als einer der Favoriten für die republikanische Präsidentschaftskandidatur gilt, erklärte diese Woche im Parlament: "Lassen Sie mich ganz deutlich werden: Ich werden absolut für die Verabschiedung eines solchen Gesetzes kämpfen – genau wie jedes weitere Gesetz, das unsere Grundrecht schützt."

Der augenblickliche Gesetzentwurf würde nach Angaben der Autoren christliche Bäcker oder Fotografen insbesondere davor schützen, Homosexuellen für ihre Hochzeiten Dienstleistungen anbieten zu müssen. Jindal hatte bereits im Januar ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gefordert (queer.de berichtete).

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Ted Cruz: "Dschihad" gegen Christen

Senator Marco Rubio glaubt, dass Diskriminierungsschutz für LGBT in Wirklichkeit ein "Dschihad" gegen Christen ist - Quelle: Gage Skidmore / flickr / cc by-sa 2.0
Senator Marco Rubio glaubt, dass Diskriminierungsschutz für LGBT in Wirklichkeit ein "Dschihad" gegen Christen ist (Bild: Gage Skidmore / flickr / cc by-sa 2.0)

Alle republikanischen Präsidentschaftskandidaten haben erklärt, dass religiöse Menschen das Recht auf Diskriminierung von Homosexuellen erhalten sollten, falls eine abweichende sexuelle Orientierung ihrem Glauben widerspricht. Der ultrakonservative Senator Ted Cruz erklärte auf einer republikanischen Konferenz sogar, dass gegen Christen ein "heiliger Krieg" geführt werde: "Schauen wir uns doch den Dschihad an, der sich gerade in Indiana und Arkansas abspielt. Dort wird gegen gläubige Menschen vorgegangen, die die biblische Lehre respektieren, dass die Ehe eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau ist."

Mehrere Kandidaten streiten sich auch darum, ob sie denn an einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit eines Freundes teilnehmen würden. Senator Marco Rubio bejahte das zwar in einem Interview mit dem spanischsprachigen US-Fernsehsender Univision, wies aber darauf hin, dass er "mit der Entscheidung, die diese zwei Menschen getroffen haben, nicht einverstanden" sei.

Ganz anders äußerte sich Ex-Senator Rick Santorum, der bereits bei der letzten Präsidentschaftswahl um die Stimmen der religiösen Rechten gebuhlt hatte. Er erklärte in einem Radiointerview, dass er "als Gläubiger" nie an einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung teilnehmen könnte. "Ich würde diese Menschen lieben und sie unterstützen, aber ich wäre nicht bei der Zeremonie dabei", so Santorum.

Youtube | Das Radiointerview mit Rick Santorum

In den Vorwahlen, die im Januar 2016 in Iowa starten, müssen die republikanischen Kandidaten in der Regel die erzkonservative Basis bedienen, bevor sie sich Mitte des Jahres mehr ins politische Zentrum bewegen. Ein zu radikaler Standpunkt könnte allerdings die Chancen auf den Sieg reduzieren, wie auch Mike Pence, der Gouverneur von Indiana, erfahren musste. Er galt bis letzten Monat als aussichtsreicher Republikaner. Nach seiner Unterschrift unter das LGBT-Diskriminierungsgesetz und der anschließenden Kritik ist laut einer aktuellen Umfrage seine Popularität in den letzten zwei Monaten erheblich gesunken: In Indiana hatten noch im Februar 62 Prozent eine positive Meinung über den Gouverneur – heute sind es nur noch 38 Prozent. Damit gilt seine Kandidatur bereits jetzt als aussichtlos. (dk)

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Tags: usa, bobby jindal, rick santorum, ted cruz, marco rubio
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Reaktionen zu "Gouverneur verlangt Recht auf LGBT-Diskriminierung"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
17.04.2015
15:24:42


(+11, 13 Votes)

Von TheDad
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Wie wäre es,wenn man ein Ehe-Verbot für Indisch-Stämmige US-Bürger einführen würde ?

Oder für Menschen die nur per Green-Card als "Gastarbieter" in den USA arbeiten ?

Oder für Konvertiten ?

Oder für Republikaner ?


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#2
17.04.2015
16:36:57


(+9, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von TheDad


oh ja, ich bin auch für die wiedereinführung der rassentrennungsbestimmungen.. separierte sitze, getrennte trinkwassernutzung.. besonders wenn wer aus indien kommend.

Und wenn dann da ein colored ankommt und will von mit eine bratwurst kaufen, darf ich ihn abweisen weil ich nur an weise verkaufe...

Ja , der aufstieg durch die arschkanäle der wasp diskriminierungsritualien hat folgen...
da geifern jene die am untersten ende der amerikanischen gesellschaft verharren, mit am lautesten.
Aber es gibt ja auch schwule republikaner.. wie hier cdu'ler-afd'ler , die in selbiges horn der mehrschichtengesellschaft blasen...
immer hoffend, dass da drüber nicht gerade wer ist der auf sie hinunter tritt mit der erklärung ein gottes wille habe ihn zum überlegenen herrenmenschen gemacht.


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#3
17.04.2015
16:55:41


(-2, 6 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #2 von stromboli


Rassentrennung ist urchristlich, denn:

Was Gott getrennt hat soll der Mensch nicht zusammenbringen.


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#4
17.04.2015
17:39:44


(+3, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #1 von TheDad


Ein eheverbot und sexverbot für alle konservativen und liberalen Politiker


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#5
17.04.2015
17:48:25


(+7, 9 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #2 von stromboli


Eben..

Und diesen Emporkömmling würde ich gerne einmal fragen ob es ihm eigentlich erlaubt ist durch die Vordertür in´s Büro zu gehen..

Wie ich eben noch woanders schrieb :

Es gibt unter den Colored People der USA auch Rassisten..

Und wer solche Leute wählt, ist selbst nicht besser..


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#6
17.04.2015
17:49:30


(+10, 10 Votes)

Von ______


Jindal entstammt einer hinduistischen Familie indischer Abstammung, konvertierte auf der High School zum Katholizismus.


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#7
17.04.2015
17:56:44


(+9, 9 Votes)

Von Blondblue


mir reicht hier der Blick in das Gesicht dieses Mannes, die verknöcherten Ansichten haben sich da schon eingegraben, ein Katholik der ganz feinen Sorte, bei dem kommen wir alle in die Hölle...
but it´s an American! so What?! :-/


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#8
17.04.2015
18:02:47


(+11, 11 Votes)

Von kiste und kaste
Antwort zu Kommentar #6 von ______


Sein Vater enstammt aus der Händler-/Kaufleutekaste (Bania). Er war der Älteste von neun Kindern, in den als einzigen familiär in eine höhere Bildung investiert wurde.


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#9
17.04.2015
18:18:15


(+7, 9 Votes)

Von David77


Es heißt doch:
"Man erntet, was man säät".
Die Republikaner sollten endlich mal selber Opfer ihres eigenes Gesetzes werden.

Eine Torte für die Hochzeit eines Republikaners?
"Sorry, meine Religion verbietet es, Torten für Arschlöcher zu backen. Ich kann mich ja auf die Religionsfreiheit berufen".

Ärztliche Notbehandlung?
"Ich fühle mich religiös beleidigt, wenn ich jemand mit einer anderen Hautfarbe behandeln muss". usw...
Pech gehabt!


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#10
17.04.2015
18:23:43


(+5, 9 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #8 von kiste und kaste


""Er war der Älteste von neun Kindern, in den als einzigen familiär in eine höhere Bildung investiert wurde.""..

Und diese hat nicht funktioniert..
So platzen dann die Träume der Eltern, die versuchen ihre Träume in die Leben ihrer Kinder zu pflanzen,damit die Kinder es "einmal besser haben, als sie selbst"..


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