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Patrick Abozen spielt den süßen neuen Assistenten: "Meine Rolle Tobias Reisser ist ein hochsensibler Charakter, für die anderen fast geheimnisvoll" (Bild: WDR/Uwe Stratmann)

Patrick Abozen hat sich durchsetzen können: Als offen homosexueller Assistent der Kommissare Ballauf und Schenk kehrt er am Sonntagabend auf die Mattscheiben zurück.

Der WDR hat sich entschieden: Am Sonntag feiert der Hamburger Schauspieler Patrick Abozen endgültig seinen Einstand als neuer Assistent Tobias Reisser der beiden Kölner "Tatort"-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär).

Damit wird Abozen der Nachfolger von Franziska Lüttgenjohann (Tessa Mittelstaedt), die bereits vor anderhalb Jahren in der Folge "Franziska" ermordet worden war. Seitdem hatte der WDR mehrere Schauspieler in der Rolle getestet – der 29-Jährige bekam trotz Spott im Netz den Zuschlag.

Der erste Mann im Vorzimmer

Bereits in seinem Gastspiel in der Folge "Der Fall Reinhardt" vor einem Jahr war die Homosexualität des Innendienstmitarbeiters angedeutet worden. Der erste Mann im Vorzimmer des Kölner Ermittler-Teams hatte damals zahlreiche gehässige Reaktionen auf Twitter ausgelöst: "Tobias ist aber hauptsächlich fürs Catering zuständig, oder?", hieß es etwa. "Der Tobias sollte lieber Kindergärtnerin werden" oder "Tobias war's. Diese Frisur ist schon kriminell" waren weitere Reaktionen.

Im Interview mit dem "Express" bestätigte Patrick Abozen, dass die Homosexualität seiner Figur in die Handlung einfließen werde. "Das ist angedacht, der Charakter ist halt hochsensibel", sagte er dem Boulevardblatt. "Die Produktion hat das schon in diese Richtung gedacht." Der "Express" hakte nach: "Wenn man das machen könnte, dann ja wohl in Köln", worauf Abozen lachte: "Das liegt wahrscheinlich sehr nahe, ja".

Reisser muss sich seinen Platz im Team erkämpfen



In der "Tatort"-Folge "Dicker als Wasser", die am Sonntagabend ausgestrahlt wird, müssen die Ermittler den Mord an einem jungen Kneipenbesitzer aufklären. Vor allem Freddy Schenk macht Tobias Reisser seinen Einstieg als Assistent der Mordkommission nicht leicht. Wie kann es sein, dass der Neue die Gefängnisakte eines Verdächtigen übersieht? Das will der Kommissar nicht einfach auf sich beruhen lassen.

Doch Tobias Reisser legt sich richtig ins Zeug, um seinen Fehler wieder gut zu machen und die Ermittlungen voranzutreiben. "Seine große Emotionalität und sein extremes Einfühlungsvermögen helfen ihm, die Fälle oft aus einer anderen Perspektive zu sehen", sagte der Schauspieler über seine Rolle als Assistent.

"Der Tatort ist eine Riesenchance, weil sich die Rolle immer weiter entwickelt", meinte Abozen. "Ich weiß als Schauspieler selbst noch nicht, wohin es geht." Für mindestens fünf Folgen wurde er fest unter Vertrag genommen – drei sind bereits abgedreht. (cw)

Youtube | Trailer zur "Tatort"-Folge "Dicker als Wasser"


#1 AlexAnonym
  • 19.04.2015, 17:50h

  • Ich finde zwar den Tatort ganz furchtbar, aber das ist eine gute Nachricht.

    Wobei das auch längst überfällig war: in den Medien sollten Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle sowohl im Fiktionalen wie auch in anderen Bereichen denselben Anteil haben, wie im realen Leben. Also ca. 15 Prozent für Schwule und Lesben und der Rest entsprechend...
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#2 23r09t3jg09rgmfAnonym
  • 19.04.2015, 15:57h
  • Antwort auf #1 von Alex
  • 15 %? Das wäre jeder sechste oder siebte Mensch...

    Was hast du geraucht?

    So groß ist der Anteil an Schwulen und Lesben in der Bevölkerung garantiert nicht.

    Warum müssen Menschen aus der Queer-Community häufig so übertreiben?
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#3 656h4gfdd2Anonym
  • 19.04.2015, 18:00h
  • Und dass wieder ein Klischee über Schwule in den Tatort eingebaut wird (hochsensibler Schwuler, große Emotionalität und extremes Einfühlungsvermögen) verzerrt dann wieder das Bild über Schwule...
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#4 Sveni MausiAnonym
  • 19.04.2015, 18:15h
  • Der erste schwule Tatort-Kommissar?
    Hmm, also der eine Alte war wohl Polizeiruf, aber der Frankfurter Kommissar (Darsteller Joachim Król) war doch auch schwul. In irgendeiner Folge teilte er das mal seiner Kollegin mit.
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#5 Patroklos
  • 19.04.2015, 18:18h
  • Antwort auf #3 von 656h4gfdd2
  • Du brauchst Dir das ja nicht anzuschauen! Ich finde es super, daß ENDLICH eine schwule Hauptfigur im Tatort Einzug hält und das vor allem in KÖLN, weil es dort - neben Hamburg, Berlin und München - die größte LGBTIPA-Community im Bundesgebiet gibt.

    Übrigens: Warum haben die Tatorte, die in diesen drei Städten spielen, nicht auch schon längst eine offen schwule oder lesbische Hauptfigur in den Ermittlerkreisen??? Darauf wirst DU ja wohl keine Antwort darauf haben!
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#6 Harry1972Profil
  • 19.04.2015, 18:35hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #2 von 23r09t3jg09rgmf
  • Wie kommst Du denn zu der Einschätzung, daß es "garantiert" keine 15% sind? Was hast Du denn geraucht?
    Vielleicht sind es gar 20% oder 25%?

    Ich gehe davon aus, daß es prozentual genausoviele homo- wie heterosexuelle Menschen gibt und der Großteil bisexuell ist.
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#7 AlexAnonym
  • 19.04.2015, 18:37h
  • Antwort auf #2 von 23r09t3jg09rgmf

  • Das nennt man Wissenschaft. Bei allen entsprechenden Studien kommen Werte von 12-17 Prozent raus und da habe ich einfach die runde Zahl in der Mitte genommen.

    Die Zahl wird oft unterschätzt, weil viele das nicht so offen zeigen oder sogar bewusst verheimlichen. Würde sich das endlich ändern, wären viele überrascht, wie viele wir sind.
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#8 TheDad
  • 19.04.2015, 16:44h
  • Antwort auf #2 von 23r09t3jg09rgmf
  • ""Warum müssen Menschen aus der Queer-Community häufig so übertreiben?""..

    Warum fühlst Du dich als Nicht-Angehöriger dieser Queer-Community mehr bedroht, wenn diese Zahl höher wäre, als Du es offenbar wahrhaben willst ?

    Und wieso werden diese Minderheiten denn so klein gerechnet ?

    Selbst wenn wir nur kleine Zahlen rechnen :
    3 % Schwule..
    3% Lesben..
    6 % Bisexuelle..
    1 % Transgender..
    ..wenige Tausend Intersexuelle..

    ..kommt man leicht bei 15 % der Bevölkerung heraus, denn es handelt sich um Untergrenzen..

    Das Problem ist hier die Wahrnehmung der Nicht-Queeren Menschen in der Bevölkerung..

    Im Übrigem ist die tatsächliche Zahl relativ irrelevant, denn die Gleichstellung als Forderung aus der Verfassung gilt auch dann, wenn es nur 100 Menschen wären, denn es gibt kein Recht zur Diskriminierung von Minderheiten !
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#9 seb1983
#10 Robby69
  • 19.04.2015, 19:48h
  • Antwort auf #9 von seb1983
  • Würg! Wie intolerant! Warum diskriminierst Du hier in einem QUEEREN Forum Bisexuelle?! Wofür glaubst Du, steht das "B" in LGBTI?! Für "Bisexuelle"! Nur weil DU selbst vermutlich keine Bisexuellen kennst, heißt das noch lange nicht, dass es keine gibt!

    Harry hat vollkommen Recht mit seinem Kommentar.
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